Mike Mignola

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Mike Mignola (* 16. September 1960 in Berkeley, Kalifornien, USA) ist ein US-amerikanischer Comicautor und -zeichner. Bekannt ist er vor allem durch seine Figur Hellboy.

Mike Mignola, 2006

Leben[Bearbeiten]

Vor Hellboy[Bearbeiten]

Mignolas Karriere begann 1983 als Zeichner der Marvel-Serien Daredevil und Power Man & Iron Fist, später folgten Titel wie Alpha Flight und eine Rocket Raccoon-Mini-Serie.

1987 wechselte er zu DC Comics und zeichnete Phantom Stranger sowie The World of Krypton. Durch diese Arbeiten erregte er einige Aufmerksamkeit, sodass er 1988 einige wichtigere Jobs bekam, z. B. die Titelbilder für Batman: A Death in the Family, in welcher der zweite Robin stirbt und die Vorzeichnungen für Gotham by Gaslight, in der eine viktorianische Version von Batman auf Jack the Ripper trifft. Der Erfolg dieses 52-seitigen One-Shots führte zur Einführung von DCs Elseworlds-Segment, in der von alternativen Versionen bekannter DC-Charaktere erzählt wird.

Während der frühen 1990er-Jahre arbeitete Mignola an Serien wie Batman, Starman und fertigte Titelbilder für Marvel Comics. Francis Ford Coppola engagierte ihn für Designentwürfe und das Storyboard seines Filmes Bram Stoker's Dracula. Dadurch zeichnete Mignola auch die Comicadaption.

Hellboy[Bearbeiten]

Bisher hatte Mignola immer mit Charakteren gearbeitet, an denen er keine Rechte besaß, wodurch er sich eingeschränkt fühlte. Zusammen mit Frank Miller und Dave Gibbons, damals zwei absolute Superstars der US-Comicszene, wechselte er zu Dark Horse Comics. Schon immer reizte es ihn mehr, Monster zu zeichnen. Also entwarf er als Titelhelden eines: Hellboy. Den ersten Auftritt hatte seine Figur 1993 in „San Diego Comic Comic Comics #2“, ein Jahr später folgte die erste längere Geschichte The Seed of Destruction.

Hellboy wurde stark beeinflusst von Mignolas Vorlieben für Sagen, B-Filme, Geistergeschichten, Monster, H.P. Lovecraft und Pulp-Storys der 1940er- und 1950er-Jahre. Die Reihen über den paranormalen Ermittler wurden ein relativ großer Erfolg, sodass Mignola im Laufe der Jahre weitere Geschichten mit Hellboy schuf, und ihm Merchandising und sogar Crossover mit Figuren wie Batman und Painkiller Jane gönnte.

Vor Hellboy hatte Mignola keinerlei Erfahrung im Schreiben von Geschichten, sodass er bei den ersten Geschichten John Byrne als Autor engagierte. Ab der Kurzgeschichte „Wolves of St. August“ agierte Mignola sowohl als Zeichner und Autor.

Später ließ er auch andere Autoren und Zeichner Geschichten mit seinen Figuren erzählen, wodurch das Hellboy-Universum weiter ausgebaut werden konnte. Neue Serien und Spin-Offs entstanden, so etwa B.P.R.D., Abe Sapien oder Lobster Johnson. Dem "Mignolaverse" lassen sich mittlerweile über 50 Comicbände zuordnen, manche enger, manche nur lose verknüpft mit der Hellboy-Figur. Einige dieser Comics sind in Deutschland bei Cross Cult erschienen.

Hellboy wurde 2004 und 2008 erfolgreich verfilmt, mit Ron Perlman in der Titelrolle.

nach Hellboy[Bearbeiten]

Er schrieb 2011 zusammen mit Christopher Golden den Dark Horse Comic "Joe Golem and the Drowning City", welches im September 2012 in einer auf limierten 1,000 Auflage veröffentlicht wird.[1]

Mike Mignolas neues Werk ist Baltimore, eine Horrorgeschichte über einen Vampirjäger kurz nach dem Ersten Weltkrieg.

Privates[Bearbeiten]

Von 16. bis 20. Juli 2012 leitet er das B.P.R.D. Camp (Hellboy Camp) in Portland (Oregon).[2]

Bibliographie (Auszug)[Bearbeiten]

  • 1988: Cosmic Odyssey
  • 1989: Cover für Batman: A Death in the Family
  • 1989: Batman: Gotham by Gaslight
  • 1990: Fafhrd and the Gray Mouser
  • 1990: Wolverine: the Jungle Adventure (Text von Walter Simonson)
  • 1991: Bram Stoker's Dracula (basierend auf dem Roman und dem Film von Coppola)
  • 1992: Ironwolf: Fires of the Revolution (Text von Howard Chaykin und John Francis Moore)
  • 1993: San Diego Comic Con Comics # 2 (Text von John Byrne)
  • 1994: Hellboy: Seed of Destruction (Text von John Byrne)
  • 1995: Hellboy: The Chained Coffin
  • 1996: Hellboy: Wake the Devil
  • 2000: Batman: The Doom that came to Gotham
  • 2001: Hellboy: Conquerer Worm
  • 2001: BPRD: Hollow Earth Teaser (Text zusammen mit Christopher Golden und Tom Sniegoski; Zeichnungen von Ryan Snook und Curtis Arnold)
  • 2002: The Amazing Screw-On Head
  • 2002: Hellboy: The Third Wish
  • 2004: BPRD: The Dead (5 Teile)
  • 2004: BPRD: Plague of Frogs (5 Teile)
  • 2004: BPRD: The Soul of Venice & Other Stories TPB
  • 2005: Hellboy: The Island (2 Teile)
  • 2005: BPRD: The Black Flame (6 Teile)
  • 2006: Hellboy: Makoma (2 Teile)
  • 2006: BPRD: The Universal Machine
  • 2007: Lobster Johnson: The Iron Prometheus
  • 2008: Abe Sapien: The Drowning
  • 2008: BPRD: 1946
  • 2009: BPRD: 1947
  • 2010: Witchfinder: In the Service of Angels

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dark Horse Releasing a Deluxe Hardcover Edition of Joe Golem and the Drowning City
  2. Attend the B.P.R.D. Training Camp - The Best Summer Camp Ever!

Weblinks[Bearbeiten]