Mike Stern

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Mike Stern (* 10. Januar 1953 in Boston) ist ein US-amerikanischer Jazzfusion-Gitarrist.

Mike Stern, München 2001

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Im Alter von zwölf Jahren startete der „Bebop-Rocker“[1] seine Laufbahn als Gitarrist. Stern studierte am renommierten Berklee College of Music in Boston, dort entdeckte er seine Liebe zum Jazz. Stern wurde, auf Empfehlung von Pat Metheny, bei dem er in Berklee studiert hatte, Mitglied der Jazz-Rock-Formation Blood, Sweat & Tears, mit denen er zwei Alben veröffentlichte. Er spielte eine Zeitlang in der Gruppe des einflussreichen Drummers Billy Cobham. Als Teil der Band um den Jazz-Trompeter Miles Davis ist er auf dessen Live-Album We Want Miles zu hören.

Weitere wichtige Musiker mit denen Mike Stern in den 1980er und 1990er Jahren zusammen spielte waren: Jaco Pastorius mit seiner Band Word Of Mouth, David Sanborn, John Scofield, Bill Frisell, Dave Weckl, Jack DeJohnette und Dennis Chambers sowie in der Fusioncombo Steps Ahead Mike Mainieri und Michael Brecker und 1992 bei den Brecker Brothers.

Seit dem Debüt Neesh von 1983 hat Mike Stern weitere Alben veröffentlicht, die zunächst von Jim Beard produziert wurden. Die weiteren Alben haben nach Ansicht von Jazzkritikern, wie Ulf Drechsel und Richard Cook, meist nicht das hohe Niveau seiner Live-Auftritte und seiner Mitwirkungen an Projekten anderer Musiker erreichen können.[2] Sein Album „Who Let The Cats Out" wurde für den Grammy in der Kategorie Best Contemporary Jazz Album nominiert.

Stern ist mit der Fusion-Gitarristin Leni Stern verheiratet.

[Bearbeiten] Stil

Durch seinen Background im Rock- und Bluesbereich sind in Sterns Stil deutliche Bezüge auf B.B. King, Albert King, Jimi Hendrix und Eric Clapton hörbar. Ihre Licks zitiert er häufig, überhaupt benutzt er oft Rockskalen wie etwa die Mollpentatonik mit Blue Note. Seine extreme Bending- und Vibratotechnik ist außerdem Merkmal der Rockmusik. Weiterhin spielt Stern nicht nur gern auf alte Rock- und Jazzlegenden an, sondern zitiert auch gerne Melodien klassischer Komponisten wie z. B. Johann Sebastian Bach. Zu hören ist dies etwa im Stück Play auf seiner DVD Live New Morning, The Paris Concert. Als Beschreibung für seinen Klang auf der Gitarre gibt er selbst eine Art Horn als Beispiel. Zu bestreiten ist allerdings nicht, dass seine Höhen-gedämpften, fliegenden Chorustöne denen von Pat Metheny auf eine gewisse Weise ähneln.

Im Jazzbereich ist er von zahlreichen Vorbildern beeinflusst, Charlie Christian sei hier als vielleicht herausragendstes Beispiel genannt, da Stern dessen, von Skalen unabhängigen, Targeting-Stil weiter ausgebaut hat. Dabei werden die Akkordtöne des harmonischen Überbaus chromatisch angelaufen.

Mike Stern spielte lange Jahre eine Fender Telecaster mit schwerem Eschekorpus und einem Humbucker in der Halsposition. Seit einigen Jahren baut ihm der Hersteller Yamaha ein nach Stern benanntes Signaturemodell in der Pacifica-Serie. Die genaue Bezeichnung für sein Signaturemodell lautet "Yamaha Pacifica MS1511".

[Bearbeiten] Diskographische Hinweise

  • Neesh (1983)
  • Standards (And Other Songs) (Atlantic, 1992)
  • Is What It Is (Atlantic, 1994)
  • Between The Lines (Atlantic, 1996)
  • Play (Atlantic, 1999)
  • Who Let The Cats Out? (2006)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. So Radio Swiss Jazz über Stern
  2. Vgl. Ulf Drechsels Artikel über Stern in: Wolf Kampmann Reclams Jazzlexikon. Stuttgart 2003, S. 498 und Richard Cook Jazz Encyclopedia London 2007, S. 595
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