Mikołów

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Mikołów
Wappen von Mikołów
Mikołów (Polen)
Mikołów
Mikołów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Landkreis: Mikołów
Fläche: 18,07 km²
Geographische Lage: 50° 10′ N, 18° 54′ O50.16833333333318.903055555556Koordinaten: 50° 10′ 6″ N, 18° 54′ 11″ O
Einwohner: 39.776
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 43-190 bis 43-197
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SMI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 81
DK 44
Schienenweg: Katowice - Nędza
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 18,07 km²
Einwohner: 39.776
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2201 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2408021
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Marek Balcer
Adresse: ul. Rynek 16
43-190 Mikołów
Webpräsenz: www.mikolow.um.gov.pl

Mikołów [mʲi'kɔu̯uf] (deutsch: Nikolai; bis 1911 Nicolai, oberschlesisch: Mikołůw) ist eine Kreisstadt (Powiat Mikołowski) in der Woiwodschaft Schlesien, Polen.

Geografie[Bearbeiten]

Mikołów liegt 10 km südwestlich von Katowice an der Jamna.
Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 78,89 km² wovon 56% landwirtschaftlich genutzt werden. 28% der Fläche sind mit Wald bedeckt[2].

Geschichte[Bearbeiten]

Marktplatz und Rathaus von Mikołów
Pfarrkirche St. Adalbert

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt als Miculow stammt aus dem Jahre 1222. 1336 fiel Mikołów an das Königreich Böhmen. Im Jahre 1545 erhielt die Stadt das Marktrecht. 1547 erhielt Mikołów das Stadtrecht. Im Jahre 1645 wütete in Mikołów ein verheerender Stadtbrand, ein weiterer folgte am 20. Mai 1794. 1742 kam die Stadt zu Preußen.

Im Jahr 1856 wurde in der Stadt ein Bahnhof gebaut. Im Jahr 1874 eröffnete der polnische Herausgeber Karol Miarka in der Stadt eine Druckerei. Zum 22. Juli 1911 wurde die Schreibweise des Ortsnamens Nicolai in Nikolai geändert.[3] Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Nikolai 3.059 Stimmen, bzw. 55,7 % der gültigen Stimmen für den Verbleib bei Deutschland und 2.434 für den Anschluss an Polen abgegeben.[4] Da der Stimmkreis Pless, dem die Stadt angehörte, jedoch mit großer Mehrheit für Polen gestimmt hatte, wurde die Stadt Nikolai zum 28. Juni 1922 als Mikołów an Polen abgetreten. Zwischen 1922 und 1939 gehörte die Stadt zu der autonomen Woiwodschaft Schlesien. Im Polenfeldzug im September 1939 wurde Mikołów durch die deutsche Wehrmacht besetzt, im Januar 1945 dann durch die Rote Armee.

Von 1975 bis 1998 gehörte Mikołów zur Woiwodschaft Kattowitz[5].

Bildung[Bearbeiten]

Mikołów verfügt über 12 Kindergärten (Przedszkole), 9 Grundschulen (Szkoła podstawowa), drei Mittelschulen (gimnazjum) sowie zwei Gymnasien (liceum ogólnokształcące) und ein Schulzentrum mit einem Berufsgymnasium (liceum profilowane), Berufsoberschule (technikum) und Grundberufsschule (zasadnicza szkoła zawodowa).

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Stadt verlaufen die Droga krajowa 44 und Droga krajowa 81 sowie die Droga wojewódzka DW 927 und DW 928. Ebenfalls verläuft die Eisenbahnstrecke 140 von Nędza nach Kattowitz durch die Stadt.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Alexander Leopold von Erichsen (* 10. Mai 1787; † 2. Februar 1876) – deutscher Generalleutnant
  • Hermann Staub (* 21. März 1856; † 2. September 1904) – deutscher Jurist
  • Konstantin Wolny (* 5. April 1877 im heutigen Stadtteil Bujakow; † 9. November 1940) – Rechtsanwalt, Kommissar des 1. Polen-Aufstandes
  • Rafał Wojaczek (* 6. Dezember 1945; † 11. Mai 1971) – polnischer Lyriker
  • Izabela Kloc (* 8. Mai 1963) – polnische Politikerin und Abgeordnete des Sejm
  • Georg Zeumer (* 7. März 1890; † 17. Juni 1917) - deutscher Flugzeugführer vor und im Ersten Weltkrieg[6]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mikołów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. regioset.pl (polnisch)
  3. Vgl. territorial.de; abger. am 6. April 2009
  4. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung abger. am 6. April 2009
  5. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch)
  6. http://www.frontflieger.de/3zeuge0t.html