Mikołajki
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| Mikołajki | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |||
| Landkreis: | Mrągowo | |||
| Geographische Lage: | 53° 48′ N, 21° 35′ O53.821.583333333333Koordinaten: 53° 48′ 0″ N, 21° 35′ 0″ O | |||
| Einwohner: | 3,775 (30. Juni 2008[1]) | |||
| Postleitzahl: | 11-730 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 87 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | NMR | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Zweige: | Tourismus | |||
| Straße: | Landesstraße 16 Mrągowo – Ełk |
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| Schienenweg: | Olsztyn – Mrągowo – Ełk | |||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Szczytno | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Fläche: | 256,41 km² | |||
| Einwohner: | 8.360 (30. Juni 2008[1]) | |||
| Verwaltung (Stand: 2008) | ||||
| Bürgermeister: | Piotr Jakubowski | |||
| Adresse: | ul. Kolejowa 7 11-730 Mikołajki |
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| Webpräsenz: | www.mikolajki.pl | |||
Mikołajki [mʲikɔˈwajkʲi] (deutsch Nikolaiken) ist eine Stadt in der polnischen Wojewodschaft Ermland-Masuren, gehört zum Powiat Mrągowski und hat etwa 3.800 Einwohner. Es liegt unweit des Spirdingsees, des größten der masurischen Seen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Mikołajki ist ein altes Kirchdorf in Masuren, das 1444 erstmals als Nickelsdorf (oder St. Niclas) erwähnt wurde. Benannt ist die Stadt nach dem Kirchenpatron Sankt Nikolaus, dem Schutzpatron der Fischer. Ab 1610 findet sich der Ort dann erneut unter dem Namen Nikolaiken. Die drei Siedlungskerne mit Koniec und Koslau waren im 18. Jahrhundert so weit zusammengewachsen, dass der Ortschaft 1726 durch König Friedrich Wilhelm I. die Stadtrechte gewährt wurden. 1911 wurde Nikolaiken an das Bahnnetz angeschlossen. Durch die Lage am Spirdingsee war die Fischerei von jeher ein bedeutender Erwerbszweig in Nikolaiken. Namentlich die Nikolaiker Maränen (Speisefisch) machten die kleine Stadt weit über Ostpreußen hinaus bekannt. Bis 1945 gehörte die Stadt zum Landkreis Sensburg in der Provinz Ostpreußen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Nikolaiken als eine der wenigen Städte in Ostpreußen nicht zerstört. Während des Krieges war dort die deutsche Abwehr unter Admiral Canaris stationiert.
Der Großteil der deutschen Bevölkerung, soweit nicht bereits geflohen, wurde nach 1945 vertrieben.
Bereits vor dem Krieg wurde der Ort viel von Fremden besucht und ist auch heute eines der größten touristischen Zentren – insbesondere für den Wassersport – in Masuren. Im Winter ist das Eissegeln eine besondere Attraktion.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung der Stadt.[2]

Von den 2.327 Einwohnern die Nikolaiken 1890 besaß waren 40 katholischen und 75 jüdischen Glaubens.[3]
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] In Mikołajki
- Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit, an der Stelle eines 1535 erstmals erwähnten Vorgängerbaus neu erbaut 1840–42, aus der Schule von Karl Friedrich Schinkel, Turm von 1880, noch heute evangelisch.
- Figur des Stinthengstes unter der Brücke; der Sage nach ist der Stinthengst der König der Fische, dessen Anwesenheit den Nikolaikenern den Fischreichtum sichert.
- Umgebung mit einigen der schönsten der masurischen Seen, darunter Spirdingsee, Beldahnsee (Jezioro Beldany) und Talter Gewässer (Jezioro Talty).
[Bearbeiten] In der Umgebung
Südwestlich von Mikołajki fließt im Masurischen Landschaftspark zwischen den Seen Jezioro Mokre (deutsch Mucker-See) und Jezioro Bełdany (dt. Beldahn-See) der Fluss Krutynia (dt. Kruttinnen-Fluss), der sich gut für Kanufahrten eignet.[4]
Östlich von Mikołajki liegt der Jezioro Łuknajno (dt. Lucknainer See), ein geschütztes Biosphärenreservat, insbesondere für Schwäne.[5] Im Dorf Łuknajno gibt es eine Aussichtsplattform.
- Sehr sehenswert ist kurz südlich von Nikolaiken die Halbinsel Wiersba/Popielnen (heute mit Tarpan-Pferdezucht und Hotel des Warschauer akademischen Segelklubs). Hier trifft der Nikolaiker See auf den Spirdingsee und geht in den Beldahnsee über. Von Nikolaiken aus erreicht man Wiersbau/Popielnen über eine alte Fähre, die schon die Gräfin Dönhoff beförderte.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
[Bearbeiten] Gmina Mikołajki
Zur Stadt- und Landgemeinde Mikołajki gehören außerdem die folgenden kleineren Ortschaften:
| polnischer Name | deutscher Name |
polnischer Name | deutscher Name |
polnischer Name | deutscher Name |
|---|---|---|---|---|---|
| Baranowo | Baranowen 1928–38 Barranowen 1938–45 Hoverbeck |
Kolonia Mikołajki | Osa | Ossa 1930–45 Schwanhof |
|
| Cimowo | Zymowo 1929–45 Winterau |
Kulinowo | Kulinowen 1928–45 Waldesruh |
Prawdowo | Prawdowen 1929–45 Wahrendorf |
| Cudnochy | Zudnochen 1938–45 Siebenhöfen |
Lelek | Julienthal | Pszczółki | Karlshorst |
| Długi Grąd | Dlugigrund 1928–45 Langengrund |
Leśny Dwór | Grünhof | Sady | Schaden |
| Dybowo | Diebowen 1938–45 Dommelhof |
Lisiny | Śmietki | Schnittken | |
| Faszcze | Faszen 1938–45 Fasten |
Lisunie | Lissuhnen 1936–45 Lißuhnen |
Śmietki Małe | Klein Schnittken |
| Górkło | Gurkeln | Lubiewo | Lubjewen 1938–45 Grünbruch |
Stawek | Dörenthal |
| Grabek | Neuhof-Grabowken 1929–45 Neuhof-Buchenhagen |
Łuknajno | Lucknainen | Szymonka Mała | Klein Schimonken 1938–45 Kleinschmidtsdorf |
| Grabnik Mały | Klein Grabnick | Małaszewo | Tałty | Talten | |
| Grabówek | Mateuszek | Matheussek 1938–45 Mathießen |
Urwitałt | Georgenthal | |
| Grabówka | Grabowken 1929–45 Buchenhagen |
Mikołajki | Nikolaiken | Wesołowo | Wessolowen 1938–45 Fröhlichshof |
| Inulec | Inulzen 1938–45 Neufasten |
Nadawki | Nadafken 1938–45 Kuppenhof |
Wioska | Neuwalde |
| Jora Mała | Klein Jauer | Nowe Nadawki | Radawken 1895–1945 Vollmarstein |
Woźnice | Wosnitzen 1938–45 Julienhöfen |
| Jora Wielka | Groß Jauer | Nowe Sady | Neu Schaden | Zełwągi | Selbongen |
| Klon | Klonn 1938–45 Zwerghöfen |
Olszewo | Olschewen 1938–45 Erlenau |
Zielony Gaj | Grünwalde |
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Bildung
- Das Społeczne Gimnazjum i Liceum Ogólnokształcące im. Marion Dönhoff w Mikołajkach ist ein Zusammenschluss einer Mittelschule und des Gymnasiums der Stadt. Benannt sind sie nach Marion Gräfin Dönhoff.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Otto Boris, 1887–1957, Lehrer, Kunstmaler und Tierschriftsteller, geboren im heutigen Ortsteil Lubjewen (Lubiewo)
- Heinz Kippnick, geboren 1928 in Nikolaiken, Grafiker und Heraldiker
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ a b Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2008
- ↑ Für 1875, 1880, 1890, 1933, 1939: verwaltungsgeschichte.de, Landkreis Sensburg (poln. Mragowo), abgerufen am 27. Dez. 2008
Für den 30. Juni 2007: Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007 - ↑ verwaltungsgeschichte.de, Landkreis Sensburg (poln. Mragowo)
- ↑ Artikel über Kanufahrten auf der Krutynia auf einer Web-Seite des polnischen Tourismus-Verbandes
- ↑ UNESCO-Beschreibung des Biosphärenreservats Luknajno

