Mikoshi

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Mikoshi des Hiyoshi-taisha in Otsu
Mikoshi des Tokugawa Ieyasu in Nikkō
Der Mikoshi des Fukagawa-Hachimangu ist der größte in ganz Japan.

Ein Mikoshi (jap. 神輿, auch: Shin’yo, wörtlich: „Göttersänfte“; 御輿, auch: Omikoshi, dt. etwa: „ehrwürdige Sänfte“) ist ein tragbarer Shintō-Schrein (bzw. Sänfte), in denen die Kami mittels eines im Mikoshi eingelagerten Shintai reisen.

Er hat ein geschwungenes, reich verziertes Dach. Bei Matsuri, japanischen Volksfesten, wird er von jungen Männern und Frauen mit Hilfe zweier waagerechter Tragbalken getragen. Die Träger stemmen sich unter die Balken und tragen es mit lauten, rhythmischen Rufen durch die Straßen. In manchen Gegenden Japans waten die Träger sogar ins Meer, um für einen guten Fang zu bitten.

Bei manchen Festen wie dem Hōnen Matsuri wird der Schrein von den Trägern wild hin und her geschwenkt. Es gibt auch je nach Fest Vorschriften für die Träger – beim Hōnen Matsuri wird der Mikoshi beispielsweise von 42 Jahre alten Männern in weißer Kleidung getragen.

Während der Matsuri werden die Mikoshi, sofern sie nicht gerade getragen werden, in einem besonderen Schrein, einem O-tabisho aufbewahrt. Diese sollen vor langer Zeit einmal bedeutsamer gewesen sein als die jeweiligen Hauptschreine.

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