Mikuma (1935)

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Mikuma
Die Mikuma 1939

Die Mikuma 1939

p1
Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Schwerer Kreuzer
Klasse Mogami-Klasse
Bauwerft Mitsubishi, Nagasaki
Kiellegung 24. Dezember 1931
Stapellauf 31. Mai 1934
Indienststellung 29. August 1935
Verbleib gesunken am 6. Juni 1942
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
201,60 m (Lüa)
Breite 18 m
Tiefgang max. 5,50 m
Verdrängung Leicht: 11.560 t[A 1]

Erprobung: 13.985 t Maximal: 14.916 t

 
Besatzung ca. 850
Maschine
Maschine * 10 ölgefeuerte Dampfkessel Typ Kampon
Maschinen-
leistung
152.000 PS (111.796 kW)
Geschwindigkeit max. 34,25 kn (63 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

als Neubau:

ab 1939:

  • 5 × 2 20,3 cm/50 No. 2
  • 8 × 127-mm-(5")-Flak
  • 8 × 25-mm-L/60 Typ 96
  • 12 × 60,9-cm-(24")-Torpedorohre (4 × 3)

Die Mikuma (jap. 三隈) war ein Kreuzer der Mogami-Klasse der Kaiserlich Japanischen Marine. Das Schiff wurde benannt nach dem Fluss Mikuma in der Präfektur Ōita.

Einsätze[Bearbeiten]

Das ausgebrannte Wrack der Mikuma nach den Luftangriffen am 6. Juni 1942. Ein Torpedo Typ 93 hängt lose in seiner Backbord-Abschussvorrichtung

Die vier Kreuzer der Mogami-Klasse bildeten das 7. Kreuzergeschwader. Die Mikuma spielte mit ihrem Schwesterschiff, der Mogami eine wichtige Rolle in der Schlacht in der Sundastraße. Dort versenkten die beiden Kreuzer am 1. März 1942 den amerikanischen Schweren Kreuzer USS Houston und den australischen Leichten Kreuzer HMAS Perth.

Midway[Bearbeiten]

Im Juni wurden die Mogami und die Mikuma dem Verband angegliedert, der die Midwayinseln ansteuerte. Während des Rückzuges von den Midwayinseln musste die Formation der Kreuzer nach der Entdeckung des amerikanischen U-Bootes USS Tambor ein Ausweichmanöver ausführen. Wegen einer Fehleinschätzung eines Offiziers der Mogami rammte sie die Mikuma an backbord.

Während die Mogami mit eingedrücktem Bug nur noch 12 Knoten laufen konnte, war die Mikuma nur an einem ihrer Treibstoffbunker beschädigt worden. Sie zog allerdings eine verräterische Ölspur hinter sich her, die von einem amerikanischen PBY-Aufklärungsflugzeug entdeckt wurde. Es meldete die beiden Kreuzer per Funk als „Schlachtschiffe“, die, 125 Meilen von Midway entfernt, beschädigt zu flüchten versuchten.[1]

Die angeschlagenen Schiffe wurden von zunächst von landgestützten B-17-Langstreckenbombern angegriffen, dann von Sturzkampfbombern, die von den amerikanischen Trägern USS Enterprise und USS Hornet gestartet worden waren. Der Mogami gelang es nach mehreren Treffern, schwer beschädigt aus der Reichweite der Sturzkampfbomber zu flüchten, die Mikuma hingegen wurde zum Wrack bombardiert.

Zunächst wurde ein angreifender SB2U-Vindicator-Bomber während seines flachen Zielanfluges von der Flugabwehr der Mikuma abgeschossen. Er stürzte auf einen der achteren Türme des Kreuzers, und sein brennender Treibstoff leckte durch das Belüftungssystem in den Maschinenraum an steuerbord, so dass dieser aufgegeben werden musste.

Nach weiteren Angriffen kam es schließlich zu fünf Bombentreffern auf dem Kreuzer, die zu Bränden und Sekundärexplosionen von Flugabwehrmunition und Torpedos führten, die nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Der mittlere Teil des Kreuzers wurde durch die Explosionen weitgehend zerstört, der Hauptmast gefällt und die Flugzeugkatapulte aus ihren Verankerungen gerissen. Die explodierende Flugabwehrmunition an Deck richtete schwere Schäden an den Brückenaufbauten an und verwundete den Kommandanten, Kapitän Sakiyama, schwer. Er starb drei Tage später an Bord der Suzuya, einem Schwesterschiff der Mikuma.

Der Schwere Kreuzer Mikuma sank total ausgebrannt am 6. Juni 1942. 642 Seeleute waren ums Leben gekommen, zwei Zerstörer retteten 240 Männer. Drei Tage später wurden zwei weitere Überlebende von einem US-U-Boot aufgenommen.

Wrack[Bearbeiten]

Bisher wurden keine Versuche unternommen, das Wrack der Mikuma aufzuspüren. Der vermutete Untergangsort des Schiffs liegt bei 29° 20′ N, 173° 30′ O29.333333333333173.50Koordinaten: 29° 20′ 0″ N, 173° 30′ 0″ O.

Belege und Verweise[Bearbeiten]

Bemerkungen[Bearbeiten]

  1. für Februar 1940 nach Japanese Cruisers of the Pacific War, S. 451

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul S. Dull: A battle history of the Imperial Japanese Navy, 1941–1945. US Naval Institute Press, 2007, ISBN 1-59114-219-9, S. 164–166.

Weblinks[Bearbeiten]