Milan Nápravník

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Milan Nápravník (* 1931 in Německý Brod, Tschechoslowakei) ist ein tschechischer Lyriker, Dramatiker, Hörspielautor, Essayist, Maler, Photograph, Assemblage- und Inversagekünstler.

[Bearbeiten] Leben

Er studierte an der Filmakademie Prag und leistete Redaktionsarbeit am Prager Fernsehen. Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre trat er als Mitglied der illegalen Prager Surrealistengruppe hervor.

Nach der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings im August 1968 verließ er die CSSR noch im selben Monat und lebt nach Aufenthalten in Berlin und Paris seit 1970 in Köln. Von hier aus beteiligte er sich weiterhin an surrealistischen Aktivitäten, u.a. als Mitorganisator der Ausstellung »Imagination« gemeinsam mit dem Publizisten Heribert Becker 1978 im Museum Bochum.

Milan Nápravník publizierte in Deutschland, Frankreich und schließlich auch wieder in Tschechien. 1997 erhielt er den Woldemar-Winkler-Kunstpreis. Nápravník lebt heute abwechselnd in Köln und Prag.

[Bearbeiten] Werke

In deutscher Übersetzung sind erschienen:

  • Kassiber, 1969
  • Beobachtungen des stehenden Läufers, 1970
  • Der Wille zur Nacht, 1980
  • Am Ufer, surrealistische Protokolle, 2006

[Bearbeiten] Weblinks

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