Militärflugplatz Brétigny-sur-Orge

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Base aérienne 217 Brétigny-sur-Orge
Militärflugplatz Brétigny-sur-Orge
Kenndaten
ICAO-Code LFPY
Koordinaten
Basisdaten
Fläche 750 ha
Start- und Landebahnen
05/23 3000 m × 45 m Beton
11/29 2200 m × 45 m Beton



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Militärflugplatz Brétigny-sur-Orge (Frankreich)
Airplane silhouette.svg
Lage des Militärflugplatzes Brétigny-sur-Orge in Frankreich

Die Base aérienne 217 Brétigny-sur-Orge (B.A. 217) war ein Militärflugplatz der französischen Luftstreitkräfte (Armée de l’air). Die Basis liegt in der Region Île-de-France im Département Essonne auf dem Gebiet mehrerer Gemeinden im Osten von Brétigny-sur-Orge, etwa 25 Kilometer südlich von Paris. Sie wurde am 26. Juni 2012 geschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Während der deutschen Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht nutzte die Luftwaffe die Basis als Fliegerhorst. Hier lagen ab November 1940 hauptsächlich Ju 88 und 1944 auch Ju 188 Kampfflugzeuge verschiedener Geschwader. Hierzu gehörten die Kampfgeschwader 51 (KG 51), 54 (KG 54), 30 (KG 30) und 6 (KG 6), die hauptsächlich für Bombenangriffe auf England eingesetzt wurden.

Im Anschluss an die geglückte alliierten Invasion in der Normandie kamen im August 1944 noch Bf 109G des Jagdgeschwader 1 (JG 1) hinzu.

Nach der Befreiung Frankreichs durch die Alliierten nutzte die USAAF Airfield A.48, so die alliierter Codebezeichnung der Basis, ab Ende August 1944 weiter. Zwischen Ende August 1944 und Anfang Februar 1945 lagen hier erneut zweimotorige Bomber, zunächst des Typs A-20 und ab November 1944 A-26. An ihrer Stelle war Brétigny in den folgenden viereinhalb Monaten ein C-47 Stützpunkt. Sie schleppten unter anderem Lastensegler im Rahmen der Operation Varsity.

Nach dem Krieg wurde die Basis zu einer vollwertigen jettauglichen NATO-Basis ausgebaut. Sie beherbergte in den Jahrzehnten nach dem Krieg zwischen 1945 und 2001 das Flugversuchszentrum Centre d'essais en vol de Brétigny-sur-Orge und zwischen 1946 und 1962 auch die Testpilotenschule École du personnel navigant d'essais et de réception (EPNER).

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Nach der Schließung der Luftwaffenbasis wurden 300 Hektar an die Kommunen zur Konversion in gewerbliche Nutzungen abgegeben während der Rest weiterhin militärisch als Biomedizinisches Forschungsinstitut der Streitkräfte unterhält.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Natacha Eijckmans: Brétigny, base d'excellence. Soutien, actions, essais. Histoire de la base aérienne 217 colonel Félix Brunet. Éditions Privat, Toulouse 2012, ISBN 978-2-7089-9237-5.

Weblinks[Bearbeiten]