Militärflugplatz Cazaux

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Base aérienne 120 Cazaux
BW
Militärflugplatz Cazaux (Frankreich)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code LFBC
Koordinaten
44° 32′ 7″ N, 1° 7′ 53″ W44.535277777778-1.131388888888926Koordinaten: 44° 32′ 7″ N, 1° 7′ 53″ W
26 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km südlich von La Teste-de-Buch
Straße D112 (16 km zur A660)
Basisdaten
Eröffnung 1915
Betreiber Armée de l’air
Start- und Landebahn
06/24 2400 m × 45 m Beton

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Die Base aérienne 120 Cazaux (B.A. 120) ist ein Militärflugplatz der französischen Luftstreitkräfte. Die Basis liegt in der Region Aquitanien im Département Gironde etwa zwölf Kilometer südlich von Arcachon im Wesentlichen auf dem Gebiet der Stadt La Teste-de-Buch, am östlichen Rand des südlichen Ortsteils Cazaux. Sie dient als Flugtrainingszentrum nicht nur der französischen Armée de l’air sondern auch der Republic of Singapore Air Force.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang 1914 wurde der See von Cazaux (frz. Étang de Cazaux et de Sanguinet) als Schießplatz für Wasserflugzeuge ausgewählt und man begann mit dem Bau der erforderlichen Infrastruktur am Ufer des Sees. Ab Kriegsausbruch im Sommer 1914 ruhten die Arbeiten zunächst. Sie wurden jedoch nach Aufstellung einer ersten Jagdstaffel im Frühjahr 1915 wieder aufgenommen und im Januar 1916 begann der Schulflugbetrieb auf dem Schießplatz Cazaux. In Folge entstand auch die Infrastruktur zum Betrieb von Landflugzeugen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges blieb Cazaux als Trainingsplatz, mittlerweile zusätzlich als Bombenschießplatz, erhalten und ab 1927 kam es zusätzlich zur Stationierung einer aus zwei Staffeln bestehenden Aufklärungsgruppe. Nach der französischen Niederlage im Westfeldzug wurde Cazaux ab Sommer 1940 als Fliegerhorst der Luftwaffe genutzt. Im Verlauf des Krieges nutzten Teile verschiedener Einsatzverbände den Platz, hierzu gehörten die I. Gruppe des Nachtjagdgeschwader 2, die II. des Jagdgeschwader 26 und die III. des Zerstörergeschwader 1. Hinzu kamen Ergänzungsteile der Jagdgeschwader 51, 54 und 2. Zwischen Frühjahr 1943 und Sommer 1944 wurde die Basis Ziel alliierter Luftangriffe.

Nach Instandsetzung der Basis war Airfield R.51, so Cazauxs alliierter Codename, in den letzten Kriegswochen im Frühjahr 1945 Heimat der mit erbeuteten Junkers Ju 88 ausgerüsteten französischen Bombergruppe GB 1/31 "Aunis", wurde jedoch nach Kriegsende wieder ausschließlich zu Trainingszwecken genutzt. 1962/1963 kam es zur kurzzeitigen Stationierung der zuvor im Algerienkrieg eingesetzten Bombergruppe 2/91 "Guyenne". Diese wurde 1964 durch eine mit Mystère IV ausgerüstete Jagdgruppe ersetzt, die mit dem örtlichen Schießzentrum fusionierte und fortan zwei fliegende Gruppen betrieb. Diese rüsteten ab 1982 auf Alpha Jets um und bilden seit 1995 die Ecole de Transition Opérationnelle (E.T.O.).

Daneben beherbergte Cazaux ab 1959 ein Versuchszentrum für ABC-Waffen und war zwischen 1964 und 1996 Stationierungsort einer Staffel nuklearbestückter Mirage IV Bomber der Force de frappe, der EB 2/91 "Guyenne".

Im Jahr 1972 wurde Cazaux zusätzlich eine Helikopter-Basis, als der Stützpunkt die Heimat der Hubschraubergruppe EH 1/67 "Pyrénées" wurde. Diese lag vorher mit ihren H-34 Transporthubschraubern auf der zur Schließung vorgehenen Basis 119 Pau, die bis 1975 betrieben wurden. Bereits im Jahr zuvor liefen die ersten Pumas zu, die ab 2006 teilweise durch Caracals ersetzt wurden. Seit 1986 werden diese Typen auch zu SAR-Aufgaben herangezogen. Ebenfalls 1974 kamen Alouette III Verbindungshubschrauber hinzu, die 1990 durch Fennecs ersetzt wurden, welche ihrerseits bis 1997 zum Bestand der Staffel gehörten.

Seit 1998 nutzen auch die Luftstreitkräfte Singapurs die Basis zum Fortgeschrittentraining, für fünfzehn auf der Skyhawk und seit 2013 auf der M-346.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Die Basis beherbergt zur Zeit (2014):

  • ETO 1/8 "Saintonge" und 2/8 "Nice", zwei Einsatz-Schulgruppen ausgerüstet mit Alpha Jet E, zur letzten gehört auch die 11. belgische Staffel mit Alpha Jet B+ (seit 1982)
  • EH 1/67 "Pyrénées", Transport- und SAR-Hubschraubergruppe mit Puma und Caracal (seit 1974/2006)
  • 150. Squadron der RSAF, ausgerüstet mit M-346 (seit 2013)

Die französische und belgischen Staffeln bilden die Advanced Jet Pilot Training School (AJeTS). Daneben gibt es als nichtfliegenden Verband eine Schule für Schutzpersonal.

Weblinks[Bearbeiten]