Miltiades (Bischof von Rom)

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Ikone mit der Darstellung des Miltiades

Miltiades oder Melchiades (hebr.-lat.: der Königliche; † 10. oder 11. Januar 314; andere Namensformen: Meltiades, Melciades, Milciades, Milziade und Miltides) war vom 2. Juli 310 bis zum 10. oder 11. Januar 314 Bischof von Rom (Papst).

Trotz des griechischen Namens war Miltiades wahrscheinlich Nordafrikaner, doch ist über seine Biographie nichts Verlässliches bekannt. Während seines Pontifikats siegte Konstantin am 28. Oktober 312 über seinen Gegner Maxentius und in weiterer Folge wurden die Toleranz-Edikte des Galerius, Konstantins des Großen und des Licinius erlassen. Auch der Lateranpalast ging in dieser Zeit in den Besitz der Päpste über.

Verdienste um die Kirche erwarb er sich durch die Bekämpfung des Montanismus. Er hielt 313 auch die Lateran-Synode in Rom, auf der Caecilianus und Donatus als Häretiker verurteilt wurden. Seine Reliquien befinden sich in der Calixtus-Katakombe in der so genannten Region des Papstes Miltiades.[1]

Seine Gedenktage sind:

  • katholisch: 10. Januar
  • orthodox: 10. April

Inhaltsverzeichnis

Literatur [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Miltiades – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Ruhestätte
Vorgänger Amt Nachfolger
Eusebius Bischof von Rom
(Die Bezeichnung Papst wurde erstmals 384 verwendet)

310–314
Silvester I.