MinGW

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MinGW
Entwickler MinGW-Team
Aktuelle Version 4.8.1-4[1]
(11. Oktober 2013)
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie Compiler
Lizenz Public Domain (headers), GPL (Freie Software)
Deutschsprachig nein
mingw.org

MinGW oder Mingw32 (Minimalist GNU for Windows) ist eine Softwareportierung der GNU-Entwicklerwerkzeuge (GCC, GDB) auf die Windows-Plattform, mit der man Programme für Windows entwickeln kann. MinGW entstand aus dem Cygwin-Projekt heraus.[2] Es wird, anders als bei Cygwin, keine Kompatibilitätsschicht in Form einer DLL benötigt. Auch kann damit entwickelte Software unter Lizenzen veröffentlicht werden, die nicht mit der GNU General Public License (GPL) kompatibel sind.

MinGW enthält eine Sammlung von Windows-Headerdateien (Windows-API) für die native Windows-Entwicklung. Es wird oft in Kombination mit MSYS verwendet. Dieses stellt eine Unix-artige Shell zur Verfügung, in der unter anderem configure-Skripte gestartet werden können. Es ist auch eine Version als Cross-Compiler erhältlich, mit der man unter Linux Programme für Windows und umgekehrt erstellen kann. MinGW unterstützt derzeit die Programmiersprachen Ada, Fortran, C, C++ und Objective-C. Die Programmiersprache Java wird seit der MinGW-Version 4.5.0 auf Grund von ungelösten Problemen nicht mehr unterstützt.

MinGW ist keine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE), es ist in der Standarddistribution nur über eine Konsole (zum Beispiel MSYS) bedienbar. Es existieren aber IDEs, die das Programm über eine grafische Benutzeroberfläche bedienbar machen. Bekannte sind Qt Creator, Orwell Dev-C++, Eclipse-IDE mit CDT-Plugin, NetBeans IDE oder auch Code::Blocks Studio, mit denen man auch interaktiv debuggen kann, sowie MinGW Developer Studio, die sich am Aussehen von MS Visual Studio 6.0 orientiert, und Visual-MinGW.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Veröffentlichung der Software erfolgte 1998 durch Colin Peters. Diese erste Version basierte auf dem Cygwin-Projekt, einer POSIX-basierten Windows-Portierung der GCC.[2]

Jan-Jaap van der Heijden erstellte auf dieser Basis eine Windows-native Version der GCC und fügte die Pakete binutils und make hinzu. Später übernahm Mumit Khan die Weiterentwicklung, er fügte weitere Windows-spezifische Funktionen hinzu, insbesondere auch die Win32-Header-Dateien von Anders Norlander. 1999 wurde für das MinGW-Projekt eine eigene E-Mail-Verteilerliste erstellt. Im Jahr 2000 zog die Webseite des Projektes auf die Entwicklerplattform SourceForge um, dieser Schritt sollte die Entwicklung zentralisieren und die Entwickler-Community besser einbinden.[2][3]

Im September 2005 wurde MinGW von SourceForge zum Projekt des Monats gekürt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Version bezieht sich auf den GCC
  2. a b c History (englisch) – Seite bei MinGW; Stand: 2. Oktober 2008
  3. a b Project of the Month. SourceForge.net. Abgerufen am 26. September 2012.