Minfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Minfeld
Minfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Minfeld hervorgehoben
49.0716666666678.1452777777778125Koordinaten: 49° 4′ N, 8° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Kandel
Höhe: 125 m ü. NN
Fläche: 8,41 km²
Einwohner:

1.529 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76872
Vorwahl: 07275
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 8
76870 Kandel
Webpräsenz: www.minfeld.de
Ortsbürgermeister: Manfred Foos
Lage der Ortsgemeinde Minfeld im Landkreis Germersheim
Wörth am Rhein Germersheim Zeiskam Ottersheim bei Landau Knittelsheim Bellheim Scheibenhardt Berg (Pfalz) Hagenbach Neuburg am Rhein Jockgrim Neupotz Hatzenbühl Rheinzabern Steinweiler Erlenbach bei Kandel Kandel (Pfalz) Winden (Pfalz) Vollmersweiler Freckenfeld Minfeld Leimersheim Kuhardt Rülzheim Hördt Schwegenheim Lingenfeld Freisbach Weingarten (Pfalz) Westheim (Pfalz) Lustadt Baden-Württemberg Frankreich Speyer Rhein-Pfalz-Kreis Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der PfalzKarte
Über dieses Bild
Ansicht von Westen
Ansicht von Südwesten
Wiesen zwischen krummen und graden Deich

Minfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Minfeld liegt zwischen Karlsruhe und Landau in der Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Kandel an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kandel hat.

[Bearbeiten] Geschichte

Um 700 war vermutlich die Gründung des Dorfes. Im Jahr 982 erfolgte die erste Erwähnung in einer Urkunde. 1053 wurde die Kirche fertiggestellt. 1345 erfolgte der Bau des Schlosses/Burg durch Heinrich von Lichtenberg. Hans Bübel aus Minfeld wurde 1525 als Führer im Bauernkrieg bekannt. 1556 bekannte sich Minfeld zur Reformation. 1579 war die Erste Erwähnung einer Schule. 1639 brach die Pest in Minfeld aus. 1814 führten Zar Alexander von Russland, Kaiser Franz I. von Österreich und König Wilhelm III. von Preußen einen Siegeszug durch Minfeld. 1816 fiel Minfeld zu Bayern.

1908 erfolgte ein Anschluss an Wasserversorgung. 1938 war der Bau des Westwalls. 1982 fand die 1000-Jahrfeier Minfelds statt.

[Bearbeiten] Religionen

2007 waren 45,3 Prozent der Einwohner evangelisch und 39 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Minfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 4 3 2 7 16 Sitze
2004 6 4 1 5 16 Sitze

[Bearbeiten] Bürgermeister

  • 1949-1959: Ernst Zimmer (SPD)
  • 1959-1971: Friedrich Schreiber (CDU)
  • 1971-1972: Karl Weiß (CDU)
  • 1972-1984: Felix Liedtke (FDP)
  • 1984–2004: Clemens Nagel (SPD)
  • seit 2004: Manfred Foos (FWG)

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Grün ein rotgedecktes, an den Ecken mit goldenen Windfahnen bestecktes silbernes Haus mit zwei Reihen schwarzer Fenster und ohne Tür.

Es wurde 1841 vom bayerischen König genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1495.[4]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Protestantische Kirche

Um 1053 erbauten Mönche aus Seltz die protestantische Kirche auf dem Kirchberg im Nordwesten des Dorfes. Um 1500 wurden im spätgotischen Stil Chorgewölbe und Chorfenster umgebaut und Seitenkapellen und die Sakristei angebaut. In der Kirche wurde 2006 durch einen Förderverein eine mittelalterliche Wandmalerei restauriert. Diese zeigt die St. Martins-Geschichte, die Erscheinung des Herrn, sowie die Verkündigung an Maria.

Besonders anschaulich lassen sich die an der Westwand des Chorbogens in drei Zonen geteilten Bildern darstellen. Die obere Zone zeigt die Anbetung der Könige, die Taufe Jesu und die drei Versuchungen Jesu in der Wüste. Die mittlere Zone stellt die Auferstehung Jesu, seine Himmelfahrt, die Begegnung des Auferstandenen mit Maria Magdalena, sowie die Ausgießung des Heiligen Geistes (Pfingsten) dar. Die untere Zone zeigt die klugen Jungfrauen und die Auferstehung am jüngsten Tage.[5]

Eine weitere Besonderheit ist die Winterhalter-Orgel und eine in der Pfalz einzigartige Piscina, in die das „geweihte“ Wasser geschüttet wurde.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Minfeld

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Minfeld liegt im Bereich des Karlsruher Verkehrsverbundes. Der nächste Bahnhof ist Winden (Pfalz), etwa vier Kilometer nordwestlich von Minfeld. Er ist ein Knotenpunkt des Regionalverkehrs; stündlich oder häufiger verkehren von dort aus Züge nach Neustadt, LandauKarlsruhe, Bad Bergzabern sowie Wissembourg. Die Buslinie 527 des Regionalbusverkehrs Südwest bietet wochentags außerdem eine Anbindung Minfelds an den Bahnhof Kandel an der Bahnstrecke Neustadt–Karlsruhe.

Durch das Gemeindegebiet von Minfeld verläuft die Bundesstraße 427.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Clemens Nagel (* 1945), Politiker (SPD), von 1984 bis 2004 Ortsbürgermeister

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 30. November 2007
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  5. (KARAWATKI In: Minfeld 982–1982, Kandel)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Minfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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