Minh Mạng

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Minh Mạng (明命)
Minh Mang.gif
Prinzenname Nguyễn Phúc Đảm (阮福膽)
Persönlicher Name Nguyễn Phúc Kiểu (阮福晈)
Geboren 25. Mai 1791
Gestorben 20. Januar 1841
Amtszeit 14. Februar 1820 bis 11. Januar 1841
Ärabezeichnung Minh Mạng (明命)
Tempelname Thánh Tổ (聖祖)
Posthumer Name Nhân Hoàng Đế (仁皇帝)
Ruhestätte Hiếu Lăng (孝陵)
Ärazeitspanne 14. Februar 1820 bis 11. Februar 1841

Kaiser Minh Mạng (Hán tự: 明命; * 25. Mai 1791 in Huế; † 20. Januar 1841 ebenda) war der zweite Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie, er bekleidete dieses Amt vom 14. Februar 1820 bis zu seinem Tode. Sein eigentlicher Name war Nguyễn Phúc Đảm, als Ärabezeichnung wählte er Minh Mạng.

Biografie[Bearbeiten]

Minh Mạng war ein jüngerer Sohn des Kaisers Gia Long, dessen ältester Sohn, Kronprinz Canh, während des Nguyễn-Krieges um den Thron starb. Minh Mạng war für seinen Widerstand gegen das Engagement der Franzosen in Vietnam und für seine rigide konfuzianische Orthodoxie bekannt.

Wie alle Nguyễn-Kaiser musste er mit einigen Bauernrevolten zurechtkommen, aber er schaffte es, diese zu unterdrücken. Wie auch immer, die ernsthafteste Bedrohung kam von einem der treuesten Statthalter seines Vaters und einem Nationalhelden in Vietnam, Le Van Duyet. Duyet gewann den Krieg für die Nguyễn-Streitkräfte bei Qui Nhơn und wurde von Gia Long als Regent im Süden eingesetzt mit der Freiheit, zu regieren und mit ausländischen Mächten zu verhandeln. Duyet hatte sich der Inthronisierung von Minh Mạng entgegengestellt, der gegen Einflüsse von Ausländern und Christentum gewaltsam wurde, weil dies ein Verrat an denselben Leuten wäre, die Gia Long zum Thron verhalfen hätten.

Le Van Duyet jedoch starb, bevor Minh Mạng gegen ihn handeln konnte, aber in einem erniedrigenden Racheakt hatte 1832 Minh Mạng Duyets Grab geschändet und seine Überreste öffentlich entehrt. Diese Tat, vor allem in der konfuzianischen Gesellschaft erniedrigend, brachte Duyets Sohn, Le Van Khoi, dazu, eine Rebellion gegen Minh Mạng anzuführen. Der christliche Missionar Joseph Marchand kämpfte ebenfalls auf Khois Seite. Für die Nguyễn-Dynastie war es eine ausweglose Situation, als auch Thailand die Möglichkeit ergriff, den südlichen Teil Vietnams zu überfallen. Die Nguyễn-Streitkräfte waren nur spärlich fähig, die Attacke zurückzuweisen und die Rebellen zu unterdrücken, nach denen gewaltsame Vergeltungsmaßnahmen auftraten.

Obwohl diejenigen, die Kaiser Minh Mạng trafen, immer zustimmten, er würde persönlich ein weiser und vornehmer Mann sein, hatte seine harsche Politik gefährliche Auswirkungen auf sein Land. Sein strikter Glaube an die konfuzianische Gesellschaft bedeutete, dass keinerlei Innovation jeglicher Art während seiner Regentschaft erlaubt war, und wenn Rebellionen ausbrachen, war es seine erste Reaktion, die christlichen Missionare und ihre vietnamesischen Bekehrten dafür verantwortlich zu machen. Er machte Gesetze, die die Verbreitung neuer Religionen verboten und hunderte Christen in den Tod führten. Das gab Frankreich die Entschuldigung, in Vietnam einzufallen, und 1858 besetzten französische Truppen kurze Zeit Tourane mit der Forderung nach Beendigung der Verfolgungen. Das war der Beginn der französischen Kampagne der folgenden Jahre, Vietnam zu beobachten und für fast 100 Jahre zu kolonisieren.

Am Ende starb Minh Mạng und überließ den Thron seinem Sohn, Kaiser Thiệu Trị, der genauso ein rigider Konfuzianist und Ausländerfeind wie sein Vater war. Dennoch etablierte Minh Mạng während seiner Regentschaft eine effizientere Regierung, beendete eine Thai-Invasion und baute viele Nationalmonumente in der kaiserlichen Stadt Huế. Seine Hinterlassenschaft ist einerseits ein Erfolg für ihn, doch brachte seine Politik Vietnam auch viele Schwierigkeiten, nachdem er starb.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Emperor Minh Mạng – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien