Ministry

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Ministry
Ministry auf dem Mera Luna Festival 2006
Ministry auf dem Mera Luna Festival 2006
Gründung 1981
Genre Industrial Metal, Crossover, EBM, Synth Pop
Website http://www.ministrymusic.org
Gründungsmitglieder
  • Al Jourgensen
Aktuelle Besetzung
Gesang, diverse Instrumente Al Jourgensen
Gitarre Tommy Victor (seit 2005)
Schlagzeug Aaron Rossi (2008)
Keyboard John Bechdel (seit 2006)
Gitarre Mike Scaccia (1989–1995, seit 2003)
Gitarre Sin (seit 2006)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug Stephen George (1981–1985; live 1981–1984)
Bass Lamont Welton (1981)
Bass Marty Sorenson (1981–1982)
Keyboard John Davis (1981–1983)
Keyboard Robert Roberts (live, 1981–1983)
Bass Brad Hallen (1982–1986; live 1984)
Keyboard Mark Pothier (live, 1983)
Keyboard, Gesang Patty Jourgensen (1983–1986)
Keyboard, Gesang Doug Chamberlin (1983–1984)
Bass, Keyboard, Gesang Paul Barker (1986–2003)
Schlagzeug Bill Rieflin (1986–1995)
Keyboard, Saxophon Roland Barker (Tours 1986 und 1992–1993)
Gesang Chris Connelly (1988-1990)
Gitarre, Keyboard, Gesang Kevin Ogilvie (Touren 1988–1990)
Schlagzeug Martin Atkins (Tour 1990)
Gitarre Terry Roberts (Tour 1990)
Gitarre William Tucker (Tour 1990)
Keyboard Michael Balch (1991–1993)
Gitarre Louis Svitek (1992–2003)
Keyboard Duane Buford (1996-2004, Touren 1994-2004)
Schlagzeug, Percussion Rey Washam (1995–1999, 2003–2004)
Gitarre Adam Grossman (2003)
Schlagzeug Tia Sprocket (live 2003–2003)
Schlagzeug Mark Baker (2003)
Keyboard Kol Marshall (2003–2004)
Schlagzeug, Percussion, Saxophon Max Brody (2001–2004)
Keyboard Darrell James (Touren 2003 und 2004)
Bass John Monte (2004)
Bass Eddy Garcia (2004)
Gitarre Bryan Kehoe (2004)
Gitarre Rick Valles (2004)
Bass Paul Raven (2005–†2007)
Schlagzeug Joey Jordison (2006)

Ministry war eine US-amerikanische Industrial-Metal-Band aus Chicago, Illinois.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bandgeschichte

Ministry wurde 1981 von Alain Jourgensen (auch Alien Jourgensen oder kurz Al Jourgensen) in Chicago als reines Synthie-Pop-Projekt gegründet. Mitte der 80er Jahre wandelte sich der Sound, es kamen Einflüsse aus Industrial und EBM hinzu. Einige Jahre später war unter Verwendung von Rhythmusgitarren der für Ministry berüchtigte Industrial-Metal-Stil vollständig ausgeprägt, was in einigen stilprägenden Alben kulminierte. Zu dieser Zeit bestand Ministry neben Al Jourgensen aus Paul Barker (Bass). Außerdem war das Ministry-Umfeld zentraler Bestandteil eines weit verzweigten Netzwerkes von Musikern verschiedenster Bands, was in einer Vielzahl von Nebenprojekten resultierte (unter anderem Veröffentlichungen mit Mitgliedern von Front 242 (als Revolting Cocks); mit dem Dead-Kennedys-Vokalisten Jello Biafra als Lard; mit Trent Reznor (Nine Inch Nails) als 1000 Homo DJs, um nur die wichtigsten zu nennen). Darüber hinaus war Jourgenson am Skinny Puppy-Album "Rabies" beteiligt, dessen Stil er entscheidend (und deutlich hörbar) prägte.

Der Untertitel ihres Songs Psalm 69 (The Way to Succeed and the Way to Suck Eggs) zitiert ein Wortspiel aus „Magick“ von Aleister Crowley. Die Band Ministry ist durch den Charakter Jourgensens geprägt, der durch häufige Drogenexzesse auffiel. So wurde er beispielsweise schon zweimal aufgrund von Heroinkonsum reanimiert. Diese Phase hat er aber überwunden und beispielsweise mit dem zynischen Albumtitel „Dark Side of the Spoon“ (engl. „die dunkle Seite des Löffels“, angelehnt an Pink Floyds „Dark Side of the Moon“) persifliert.

Auffallend ist Jourgensens politisches Engagement gegen die republikanische Regierung. So ist Ministrys Referenzwerk „Psalm 69“ (1992) gespickt mit Originaltönen von u.a. George Bush senior, die in Form von Samples in die Songs integriert sind. Auf dieses Stilmittel greift Jourgensen auch auf anderen Alben zurück. Das 2004 erschienene Album „Houses of the Molé“ enthält ebenfalls O-Töne, diesmal von George W. Bush. Ebenfalls viele Bush-Samples sind im Album "Rio Grande Blood" zu finden, besonders im gleichnamigen Song. Dies ist als harsche Kritik an dessen Politik zu deuten. Sie wird auch durch Jourgensens Teilnahme an dem von Fat Mike initiierten Punkvoter-Projekt bestätigt, für welches er den Song No W zum Rock Against Bush-Sampler (2004, Fat Wreck Chords) beisteuerte. 2006 spielte Slipknot-Schlagzeuger Joey Jordison als Tour-Drummer bei Ministry.


Im Mai 2006 kündigte Jourgensen an, dass er in Anschluss an die kommende Welttour sofort mit den Arbeiten zu seinem voraussichtlich letzten Ministry-Album (Arbeitstitel: "The Last Sucker") beginnen und sich danach mehr seinem neu gegründeten Label zuwenden wolle.[1]

Am 20. Oktober 2007 wurde Bassist Paul Raven tot in seinem Haus in Frankreich, nahe an der Grenze zur Schweiz, aufgefunden. Raven erlag einem Herzinfarkt und wurde 46 Jahre alt.

Am 10. Juni 2008 brach die Band ein Konzert ihrer Abschiedstournee in Hamburg ab, nachdem das Publikum die Gruppe und auch die Crewmitglieder der Band mit (teils vollen) Getränkebechern bewarf.

Am 24. Juni 2008 griff ein unter Drogeneinfluss stehender Fan die Band während der Show im französischen Toulouse mit Tränengas an worauf das Konzert für 15 Minuten unterbrochen wurde. Nachdem der Täter vom Truckfahrer der Band gestellt und der Polizei übergeben wurde bestand Al Jourgensen darauf, die Show fortzusetzen. In der Folge der Tournee wurden die Sicherheitsmassnahmen für die Band und Crew drastisch verstärkt, da viele der Konzertbesucher bereits unter erheblichem Drogeneinfluss zum Veranstaltungsort angereist waren.

Der letzte Deutschlandauftritt der Band fand am 5. Juli 2008 auf dem With Full Force-Festival statt. Dort fungierte die Band als Co-Headliner. Am 19. und 20. Juli 2008 spielte die Band im Tripod-Club in Dublin, Irland ihre letzten Konzerte.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Studioalben

Jahr Titel Chart-Positionen Anmerkung
DE [2] AT [3] CH [4] UK [5] US [6]
1983 With Sympathy - - - - - LP auch unter dem Titel „Work For Love“ erschienen
1985 Twitch - - - - 194
1988 The Land of Rape and Honey - - - - 164
1989 The Mind is a Terrible Thing to Taste - - - - 163
1992 Psalm 69: The Way to Succeed and the Way to Suck Eggs 69 - - 33 27
1995 Filth Pig 28 47 50 19
1999 Dark Side of the Spoon 57 - - - 92
2003 Animositisomina 93 - - - 157
2004 Houses of the Molé - - - - -
2006 Rio Grande Blood 60 - - - 134
2007 The Last Sucker 95 - - - 130
2008 Cover Up - - - - - enthält nur Coverversionen

[Bearbeiten] Livealben

  • 1990: In Case You Didn't Feel Like Showing Up
  • 1995: Just Another Fix
  • 2002: Sphinctour

[Bearbeiten] Kompilationen, Best-Ofs und Remixes

  • 1987: Twelve Inch Singles
  • 2001: Greatest Fits (Best-Of)
  • 2004: Early Trax
  • 2004: Side Trax
  • 2005: Rantology
  • 2007: Rio Grande Dub (Remix)
  • 2009: NCIS Theme (Remix) [7]

[Bearbeiten] Erfolge und Auszeichnungen

  • Grammy-Nominierungen:
    • 1993 Best Metal Performance für "N.W.O."
    • 2000 Best Metal Performance für "Bad Blood"
    • 2006 Best Metal Performance für "The Great Satan"
    • 2007 Best Metal Performance für "Lies, Lies, Lies"

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gary Graff: Ministry Plots Final Disc. Billboard, May 26, 2006. Abgerufen am 2007-02-24.
  2. musicline.de: Chartverfolgung / Ministry / Longplay (abgerufen am 12. März 2008)
  3. austriancharts.at: Ministry in der österreichischen Hitparade (abgerufen am 12. März 2008)
  4. hitparade.ch: Ministry in der Schweizer Hitparade (abgerufen am 12. März 2008)
  5. everyhit.com (abgerufen am 12. März 2008)
  6. Billboard.com: Artist Chart History (abgerufen am 12. März 2008)
  7. NCIS - The Official TV Soundtrack: Tracklist
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