Minneapolis

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Minneapolis (Begriffsklärung) aufgeführt.
Minneapolis
Skyline von Minneapolis
Skyline von Minneapolis
Siegel von Minneapolis
Siegel
Flagge von Minneapolis
Flagge
Lage im Hennepin County und in Minnesota
Lage im Hennepin County und in Minnesota
Basisdaten
Gründung: 1867
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Minnesota
County:

Hennepin County

Koordinaten: 44° 59′ N, 93° 16′ W44.980194444444-93.264075264Koordinaten: 44° 59′ N, 93° 16′ W
Zeitzone: Central (UTC−6/−5)
Einwohner:
– Metropolregion:
382.578 (Stand: 2010)
3.279.833 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 2.690,4 Einwohner je km²
Fläche: 153,3 km² (ca. 59 mi²)
davon 142,2 km² (ca. 55 mi²) Land
Höhe: 264 m
Postleitzahlen: 55401-55487
Vorwahl: +1 612
FIPS:

27-43000

GNIS-ID: 0655030
Website: www.ci.minneapolis.mn.us
Bürgermeister: Betsy Hodges (DFL)
Minneapolis federal courthouse.jpg
Minneapolis Federal Courthouse

Minneapolis [ˌmɪnɪˈæpəlɪs] ist mit rund 382.500 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im US-Bundesstaat Minnesota. Zusammen mit St. Paul bildet sie die Metropolregion der Twin Cities.

Der Name der Stadt entstammt einer Wortkombination aus zwei Sprachen, dem Wort der Dakota-Indianer für Wasser („minne“) und dem Wort der Griechen für Stadt („polis“).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Regionen um das heutige Minneapolis gehörte zu den Siedlungsgebieten der Dakota. Gegen 1680 erreichten französische Pelzhändler das Gebiet. Fortan beanspruchten zunehmend europäische Siedler die Region am Mississippi für sich. In verschiedenen Verträgen mit den Mdewakanton wurden diese von den Europäern immer weiter verdrängt. Mit dem Bau von Fort Snelling an der Stelle des Zusammenfluss des Minnesota und des Mississippi Rivers im Jahre 1819 entstanden mehrere europäische Siedlungen. 1867 wurde das nördlich an den Saint Anthony Falls gelegene Minneapolis zur Stadt, im selben Jahr wurde die Eisenbahnstrecke nach Chicago in Betrieb genommen. 1872 schloss sich Minneapolis mit der östlich des Mississippi gelegenen Stadt St. Anthony zusammen.

Mit dem Bau von Getreidemühlen an den Saint Anthony Falls konnte sehr feines Mehl produziert werden. Zwischen 1880 und 1930 wurde die Stadt eine der wichtigsten Mehlproduzenten der Vereinigten Staaten. Die hohe Effektivität der mit Wasserkraft betriebenen Mühlen galt als innovativ und machten Minneapolis weltweit bekannt. Zahlreiche Siedler aus dem Osten der Vereinigten Staaten kamen in die Stadt und ließen sie rasch wachsen. Zwischen 1880 und 1930 verzehnfachte sich die Zahl der Einwohner auf über 460.000. Neben vielen Getreidemühlen entstanden an den Wasserfällen auch zahlreiche Sägewerke, die das aus dem Norden von Minnesota stammende Holz weiterverarbeiteten. 1905 wurden knapp zehn Prozent des in den Vereinigten Staaten verbrauchten Mehls und Schrots in Minneapolis hergestellt.

In den 1950er Jahren wurde mit der Erneuerung der Stadtmitte begonnen. Über 200 neue Gebäude wurden erbaut, zahlreiche alte – teils auch historische Bauwerke – abgerissen. So wurde auch das 1890 erbaute Metropolitan Building abgerissen, eines der ersten und bedeutendsten Hochhäuser der Stadt.

Geographie[Bearbeiten]

Minneapolis liegt im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten am Mississippi River. Es hat eine Fläche von rund 151 Quadratkilometern. Davon sind sechs Prozent Wasserflächen und 15 Prozent Parkanlagen. Südlich des Stadtzentrums verläuft der 45. Breitengrad. Die geringste Höhe über dem Meeresspiegel ist am Zusammenfluss des Minnehaha Creek und des Mississippi Rivers mit einer Höhe von 209 Metern. Der höchste Punkt befindet sich in Prospect Park-Gegend mit 282 Metern.

In Minneapolis herrscht das für den Mittleren Westen typische Klima. Die Winter sind sehr kalt und trocken, die Sommer warm und zeitweise feucht. In der Klimaklassifikation nach Köppen/Geiger fällt die Stadt in das humide Kontinentalklima (Dfa).

Die höchste jemals gemessene Temperatur liegt bei 42,2 Grad Celsius im Juli 1936, die niedrigste bei -40,6 Grad Celsius im Januar 1888. Der Winter 1983/84 war der schneereichste, als 2,5 Meter Schnee fielen. Aufgrund der vor Wettereinflüssen ungeschützten Lage im Norden der Vereinigten Staaten gelangt Minneapolis im Winter oftmals unter den Einfluss polarer Kaltluftmassen. Die jährliche Durchschnittstemperatur der Region Minneapolis-St. Paul von 7 Grad Celsius ist zudem die niedrigste aller Metropolregionen innerhalb der USA.

Minneapolis
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
24
 
-6
-16
 
 
22
 
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9
 
 
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27
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56
 
15
4
 
 
39
 
5
-4
 
 
27
 
-4
-12
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: WMO; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Minneapolis
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -6,3 -3,0 4,0 13,6 20,8 26,0 28,9 27,1 21,5 14,9 5,0 -3,6 Ø 12,5
Min. Temperatur (°C) -16,2 -12,7 -5,2 2,3 8,7 14,2 17,3 15,7 10,2 3,8 -3,8 -12,1 Ø 1,9
Niederschlag (mm) 24,1 22,4 49,3 61,5 86,1 102,9 89,7 91,9 69,1 55,6 39,4 27,4 Σ 719,4
Sonnenstunden (h/d) 5,1 6,3 7,0 8,1 9,5 10,7 11,3 9,9 7,8 5,8 3,8 3,7 Ø 7,4
Regentage (d) 5,3 4,8 6,9 8,0 9,0 9,4 7,2 7,6 7,7 6,0 5,5 5,7 Σ 83,1
Luftfeuchtigkeit (%) 70 70 67 60 60 64 65 68 71 68 73 74 Ø 67,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
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-6,3
-16,2
-3,0
-12,7
4,0
-5,2
13,6
2,3
20,8
8,7
26,0
14,2
28,9
17,3
27,1
15,7
21,5
10,2
14,9
3,8
5,0
-3,8
-3,6
-12,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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24,1
22,4
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61,5
86,1
102,9
89,7
91,9
69,1
55,6
39,4
27,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ethnische Herkunft der Bevölkerungsgruppen
Ethnische Gruppen Prozentualer Anteil
Weiße Bevölkerung
(Europa, Naher Osten, Nordafrika)
65,1 %
Afroamerikaner 18,0 %
Asiatische Amerikaner 6,1 %
Mehrere Gruppen 4,4 %
Ureinwohner 2,2 %
Pazifische Insulaner 0,1 %

In den 1850er und 1860er Jahren siedelten sich Geschäftsleute, Spekulanten, Geistliche und Stadtentwickler aus Neuengland und New York in der Gegend des heutigen Minneapolis am Mississippi River an. Ab Mitte der 1860er Jahre folgten Einwanderer aus den skandinavischen Ländern Schweden, Norwegen und Dänemark. Später kamen Immigranten aus Deutschland, Italien, Griechenland, Polen und dem südöstlichen Europa in die Stadt. Auch Juden, Russen und Osteuropäer siedelten sich an. Asiatische Einwanderer ließen sich in zunehmendem Maße seit Beginn des 20. Jahrhunderts in Minneapolis nieder. Hierzu zählten vor allem Chinesen, Philippiner, Japaner und Koreaner. Nachdem ab den 1970er Jahren sich die Zuwanderung der Asiaten verstärke, setzte zu Beginn der 1990er Jahre eine starke Bevölkerungszunahme der Hispanics und afroamerikanischen Bevölkerung ein, so leben in der Metropolregion etwa 100.000 Menschen somalischer Herkunft. [1]

Die höchste Bevölkerungszahl wurde bei der Volkszählung 1950 mit 521.718 Einwohnern erreicht, seitdem nahm sie bis 1990 stetig ab. Grund hierfür ist eine starke Suburbanisierung. Seit 2000 liegt die Bevölkerungszahlen konstant bei rund 382.500 Einwohnern. Für das Jahr 2010 wurde während der Volkszählung eine Bevölkerung von 382.578 ermittelt, was einem Rückgang gegenüber 2000 von lediglich 40 Einwohnern entspricht. Die Anteile an Afroamerikanern, asiatischen Amerikanern und Hispanics an der Gesamtbevölkerung steigen stetig. Die ethnischen Minderheiten weisen jedoch im Vergleich zur weißen Bevölkerung eine Bildungsrückstand auf. Während 42 Prozent der weißen Bevölkerung einen Bachelor-Abschluss besitzen, so liegt dieser Wert bei der afroamerikanischen Bevölkerung bei 15 Prozent und der latino-amerikanischen bei 13 Prozent. Der Lebensstandard nahm im Vergleich zu 2000 weiter zu, das Prokopfeinkommen gehört zu den höchsten im Mittleren Westen, wobei auch hier ein starkes Gefälle zwischen den unterschiedlichen ethnischen Gruppen herrscht. So leben knapp ein Drittel der asiatischen Amerikaner unterhalb der Armutsgrenze, während dieser Wert innerhalb der weißen Bevölkerung bei neun Prozent liegt.[2]

Bevölkerungsentwicklung
1860 1870 1880 1890 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
3.000 13.000 46.887 164.738 202.718 301.408 380.582 464.356 492.370 521.718 482.872 434.400 370.951 368.383 382.618 382.578

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Orchestra Hall in Minneapolis

Minneapolis bildet zusammen mit seiner Zwillingsstadt St. Paul einen kulturellen Schwerpunkt im Mittelwesten der Vereinigten Staaten. Beide Städte weisen nach New York City die höchste Pro-Kopf-Dichte an Theatern in den USA auf. Für das traditionsreiche Guthrie Theater entwarf Architekt Jean Nouvel 2006 ein neues Theatergebäude. Neben den bekannten Theatern, wie dem restaurierten State Theater, dem Orpheum Theatre oder dem Pantages Theatre existieren auch zahlreiche kleinere Theater und Bühnen, auf denen Shows, Ballette und Konzerte aufgeführt werden.

Das Minnesota Orchestra unter Leitung des Hauptdirigenten Osmo Vänskä gilt als eines der besten Symphonieorchester des Landes und tritt regelmäßig in der Orchestra Hall auf.

Das Minneapolis Institute of Arts ist ein 1915 im Süden der Stadt erbautes Kunstmuseum mit über 80.000 Ausstellungsstücken. Das Walker Art Center wurde von Newsweek als eines der besten zeitgenössischen Museen des Landes bezeichnet. Es war das erste öffentliche Kunstmuseum im oberen Mittlerern Westen und wurde von 1999 bis 2005 renoviert und erweitert.

Architektur und ungewöhnliche Bauwerke[Bearbeiten]

In Minneapolis gibt es daneben eine Reihe von architektonisch anspruchsvoll gestalteten Gebäuden, z. B.:[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Unternehmenssitz der Target Corporation

Die Stadt bildet mit der umliegenden Metropolregion ein bedeutendes Wirtschaftszentrum im mittleren Westen der Vereinigten Staaten. In Minneapolis sind unter anderem die Nahrungsmittel- und verarbeitende Industrie, die Bank- und Finanzwirtschaft, Unternehmen aus dem Gesundheits- und Speditionswesen sowie Eisenbahngesellschaften ansässig.

Fünf im Fortune 500 gelistete Unternehmen haben ihren Unternehmenssitz in Minneapolis: die Handelskette Target Corporation, das Kreditinstitut U.S. Bancorp, das Energieunternehmen Xcel Energy, der Finanzdienstleister Ameriprise Financial und die lutherische Versicherungsgesellschaft Thrivent Financial for Lutherans. Weitere Unternehmen im Fortune 1000 sind PepsiAmericas, Valspar Corporation und die Donaldson Company.[5]

Die Mall of America (MoA) knapp südlich von Minneapolis gilt mit ihren 42 Millionen Besuchern jährlich als das meistbesuchte Einkaufszentrum der Welt.

Die Metropolregion der Twin Cities erwirtschaftet rund 63,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Minnesota. Dies entspricht rund 145,8 Milliarden Dollar. Das Pro-Kopf-Einkommen ist das vierzehnthöchste der Metropolregionen in den Vereinigten Staaten. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,3 Prozent (Januar bis September 2007).[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der Minneapolis-Saint Paul International Airport (MSP) ist ein internationaler Verkehrsflughafen, welcher sich über den Südosten hinaus erstreckt. In der Vergangenheit wurde er immer weiter erweitert und ausgebaut und ist mit 35,6 Millionen Passagieren (2007) ein international bedeutender Flughafen. Er wird von drei internationalen, zwölf nationalen, sieben Charter- und vier regionalen Fluggesellschaften bedient.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Die Eisenbahn spielte in der frühen Entwicklung Minneapolis’ eine bedeutende Rolle. Große Eisenbahngesellschaften sind oder waren die BNSF Railway, Union Pacific Railroad, Canadian Pacific Railway und die Dakota, Minnesota and Eastern Railroad. Obwohl das Aufkommen nach dem Zweiten Weltkrieg sank und einige Bahnhöfe und Strecken stillgelegt wurden, ist die Eisenbahn gerade für den Güterverkehr bis heute ein wichtiges Transportmittel.

Einmal täglich hält mit dem von Amtrak betriebenen Empire Builder ein überregionaler Personenzug auf seinem Weg von Seattle nach Chicago an der Midway Station in St. Paul. Am 16.November 2009 wurde die sogenannten Northstar-Pendlerlinie eröffnet, eine Nahverkehrsverbindung zwischen Minneapolis und Big Lake von etwa 65 km Länge. Ein Erweiterung nach Norden ist geplant, jedoch aufgrund der schlechten Fahrgastzahlenentwicklung derzeit gestoppt.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Infolge des Wachstums der Metropolregion und der Entstehung des Automobilverkehrs im 20. Jahrhundert entstand ein dichtes und gut ausgebautes Straßennetz in und rund um Minneapolis, welches jedoch vor allem zur Hauptverkehrszeit an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Zu den wichtigsten Schnellstraßen in Minneapolis gehören der Interstate 94 und der Interstate 35 W.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Busse[Bearbeiten]

Das wichtigste Fortbewegungsmittel im öffentlichen Nahverkehr ist trotz der zunehmenden Beliebtheit der Schnellbahn immer noch der Bus. Es gibt etwa 130 Busrouten im Großraum Minneapolis-Saint Paul, die oft eigene Busspuren auf breiten Straßen haben. Besonders beliebt ist das Hi-Frequency Network, das sind Teile von zwölf Buslinien, die in stark befahrene Gebieten untertags von Montag bis Samstag in Intervallen von weniger als 15 Minuten verkehren.

Light Rail und Straßenbahnen[Bearbeiten]

Eine Bahn der Hiawatha Line am Government Plaza

Seitdem 1953 der Fahrbetrieb der Straßenbahnen in Minneapolis eingestellt wurde, mussten sich die Einwohner der Stadt auf ein immer schlechter werdendes Netz von Bussen verlassen. Allerdings gibt es schon seit den 1970er Jahren Forderungen nach einer Schnellbahn (Light Rail) oder einer Wiedereinführung von Straßenbahnen.

Im Januar 2001 begann man mit dem Bau der ersten Schnellbahnlinie (Light Rail) von Minneapolis, die Hiawatha Line genannt wurde. Sie wurde am 26. Juni 2004 zum Teil eröffnet, und ist seit dem 4. Dezember 2004 in ihrer heutigen Größe vorhanden. Seit 2011 ist ihre Bezeichnung METRO Blue Line. Die Linie beginnt nördlich der Innenstadt an der Kreuzung von 5th Street North und Hennepin Avenue im historischen Warehouse District, folgt dann der 5th Street durch Downtown bis zum Metrodome, einem großen Footballstadion im Südosten der Innenstadt, und verläuft dann südöstlich entlang der Hiawatha Avenue durch Wohnviertel von Minneapolis, bis zum Flughafen, wo sie unterirdisch verläuft und zwei Terminals miteinander verbindet. Danach führt die Strecke durch den Vorort Bloomington bis zur Mall of America. Von dort aus führt mittlerweile eine andere Linie, die sogenannte Red Line, weiter aus der Stadt heraus. Für 2009 wurde eine Verlängerung um eine Station Richtung Nordwesten im Warehouse District geplant. Diese Station ("Taget Field Station & Rail Platform") ist mittlerweile in Betrieb genommen. Dort besteht Anschluss an den Nahverkehrszug "Nothstar" Richtung Nord/Nord-Westen.

Als nächstes wurde die sog. Green Line, ehem. bezeichnet als Central Corridor, gebaut, die die Innenstädte von Minneapolis und Saint Paul verbindet. Mit den Bauarbeiten für diese Linie wurde Ende 2010 begonnen, der reguläre Betrieb begann Mitte 2014. Die Strecke ist bis zum Metrodome gleich mit der Hiawatha Line, geht dann aber durch den Campus der University of Minnesota, überquert den Mississippi, und geht dann an der University Avenue entlang durch Saint Paul, vorbei am State Capitol von Minnesota bis nach Downtown Saint Paul.

Auch in Planung ist der Southwest Corridor, als Verlängerung der sog. Green Line. Er soll von Downtown aus südwestlich durch Uptown und die Vororte St. Louis Park und Hopkins bis nach Edina führen. Der Fahrbetrieb ist nach dem Stand von 2011 für die späten 2010er Jahre vorgesehen.

2007 wurde eine Studie zur Wiedereinführung von Straßenbahnen fertiggestellt. In den folgenden Jahren könnten bis zu acht Straßenbahnlinien an zentral gelegenen Straßen entlangführen.

Skyways[Bearbeiten]

Eine städtebauliche Besonderheit in Minneapolis stellen die sogenannten Skyways dar, kilometerlange geschlossene Fußwege in den straßenseitigen Obergeschossen der Häuser mit Fußgängerbrücken über die Straßen, die in der Innenstadt die städtischen Besorgungen ermöglichen, ohne je ins Freie gehen zu müssen. Sie verbinden alle städtischen Ziele, wie Parkhäuser, Läden, Banken, Behörden, Gaststätten, Hotels usw. miteinander und bieten Schutz vor der extremen Kälte im Winter genauso wie vor der möglichen Hitze im Sommer.

Sport[Bearbeiten]

Die Minnesota Twins im Metrodome

Zu den bekanntesten Sportteams der Stadt gehören die Minnesota Vikings in der National Football League, die Minnesota Timberwolves in der National Basketball Association und die Minnesota Twins in der American League der MLB. Die Eishockeymannschaft der Minnesota Wild und das Fußballteam Minnesota Thunder sind in St. Paul beheimatet.

Die erste professionelle Sportmannschaft waren die Minneapolis Millers in der Minor League Baseball. Sie waren zwischen 1884 und 1960 in Minneapolis beheimatet. In den 1940er bis 1950er konnten die Minneapolis Lakers als erstes Team aus Minneapolis einen Titel in einer der großen amerikanischen Sportligen gewinnen. Zwischen 1948 und 1954 gewannen die Lakers insgesamt sechs Titel in NBA und NBL. 1960 verließ das Team die Stadt und zog nach Los Angeles um. Die American Wrestling Association spaltete sich 1957 von der NWA ab und hatte bis zu ihrer Schließung 1991 ihren Sitz in Minneapolis.

Die Vikings und Twins kamen 1961 nach Minnesota. Während die Vikings ein Expansion Team in der NFL waren, entstanden die Twins durch den Umzug der Washington Senators nach Minneapolis. Beide Mannschaften trugen ihre Heimspiele zunächst im Metropolitan Stadium in Bloomington aus. Dies änderte sich erst 1982 mit der Eröffnung des Hubert H. Humphrey Metrodome in der Innenstadt von Minneapolis. Dieser ist mit einer Kapazität von bis zu 64.111 Plätzen das größte Sportstadion in Minnesota. Im Metrodome feierten die Twins ihre bisher größten Erfolge, als sie 1987 und 1991 die World Series gewannen. Seit 2010 spielen sie in dem neuerbauten Target Field. Auch die Vikings planen den Umzug in ein neues Stadion. Das Vikings Stadium befindet sich in der Planung. Der Zeitpunkt der Eröffnung ist allerdings noch offen. Mit den Timberwolves erhielt Minneapolis 1989 erneut ein Team in der NBA. Zusammen mit den 1999 gegründeten Minnesota Lynx, einer professionellen Damenbasketballmannschaft in der WNBA, tragen sie ihre Heimspiele im Target Center aus.

Darüber hinaus erfreuen sich auch die Sportmannschaften der University of Minnesota großer Beliebtheit und konnte in der Vergangenheit zahlreiche nationale Titel erringen. Die Footballmannschaft der Golden Gophers trägt ihre Heimspiele im 2009 eröffneten TCF Bank Stadium aus. Dieses bietet 50.000 Zuschauern Platz. Die Eishockeymannschaften spielen in der Mariucci Arena und der Ridder Arena.

Seit 1982 findet der Twin Cities Marathon mit Start in Minneapolis und Ziel in Saint Paul statt.

Politik[Bearbeiten]

Minneapolis gehört dem fünften Kongresswahlbezirk von Minnesota an und stellt sich bei Wahlen zumeist als Hochburg der Minnesota Democratic-Farmer-Labor Party (DFL) dar. Der Stadtrat (Minneapolis City Council) setzt sich aus 13 Vertretern der einzelnen Stadtbezirke (wards) zusammen. In diesem gehören zwölf Mitglieder der DFL und ein Mitglied der Green Party an. Bürgermeister von Minneapolis ist seit dem 1. Januar 2002 der Demokrat R.T. Rybak.

Zu den übergeordneten Verwaltungseinheiten gehören neben den Hennepin County auch das Metropolitan Council, welches für regionale Angelegenheiten in der Metropolregion Minneapolis-Saint Paul verantwortlich ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Darüber hinaus bestehen noch informelle Partnerschaften mit Hiroshima (Japan) und Kampala (Uganda).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Informationsquellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Minneapolis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur über die Geschichte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A History of Minneapolis: Residents of the City; Minneapolis Public Library (mpls.lib.mn.us) (2001)
  2. American Fact Finder; U.S. Census Bureau (2005)
  3. Volker Mehnert: Design City Minneapolis - Avantgarde in der Prärie. In: FAZ vom 6. Juli 2007
  4. Lage der eingestürzten Brücke auf startribune.com
  5. Fortune 500: Minnesota Cable News Network LP, LLLP, Time Warner Company (2007)
  6. U.S. Department of Labor - Minneapolis-St. Paul-Bloomington, MN-WI