Minnesota Lynx

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Minnesota Lynx
Logo der Minnesota Lynx
Gründung 1998
Geschichte Minnesota Lynx
seit 1999
Stadion Target Center
Standort Minneapolis, Minnesota
Vereinsfarben blau, grün, weiß und silberfarben
Liga WNBA
Conference Western Conference
Cheftrainer Don Zierden
General Manager Roger Griffith
Besitzer Glen A. Taylor
Meisterschaften 2011
Conferencetitel 2011, 2012

Die Minnesota Lynx sind eine US-amerikanische Damen-Basketball-Mannschaft der Women’s National Basketball Association mit Sitz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota.

Seine Heimspiele trägt das Team im Target Center in Minneapolis, Minnesota aus.

Die Lynx sind das Schwesterteam der Minnesota Timberwolves in der National Basketball Association.

Der Teamname stammt vom englischen Wort für Luchs.

Geschichte[Bearbeiten]

Im April 1998 gab die WNBA bekannt, dass eine neue Franchise in Minneapolis errichtet wird, die bereits in der Saison 1999 in der WNBA spielen soll. Brian Agler wurde zum ersten Cheftrainer der Minnesota Lynx ernannt. Am 6. April 1999 fand für die Miracle und Lynx ein Expansion Draft statt, wo jedes Team vier Spielerinnen von acht WNBA Mannschaften nach einer gewissen Reihenfolge auswählen konnte.

Die Lynx starteten ihre erste Saison wie geplant 1999. In ihrem ersten Saison-Spiel trafen sie auf die Detroit Shock im Target Center, das die Lynx mit 68–51 gewannen. Die Lynx konnten in ihrer ersten WNBA-Saison 15 von 32 Spielen gewinnen, verpassten jedoch die Playoffs klar. Die Heimspiele der Lynx besuchten durchschnittlich 12.000 Zuschauer pro Spiel.

Da sich die Lynx in den beiden darauffolgenden Saisons nicht verbessern konnte wurde Agler während der Saison 2002 entlassen. Heidi VanDerveer übernahm für die restliche Saison Aglers Posten. Für die Saison 2003 wurde Suzie McConnell Serio zur neuen Cheftrainerin der Lynx ernannt. Bereits in ihrer ersten Saison als Cheftrainerin konnte sie mit den Lynx 18 von 34 Spielen gewinnen und erreichte mit den Lynx sogar die Playoffs. In den Playoffs scheiterten die Lynx knapp an den Los Angeles Sparks mit 1:2 nach Spielen. In der Saison 2004 konnten die Lynx wieder 18 von 34 Spielen gewonnen und qualifizierten sich damit zum zweiten Mal in Folge für die Playoffs, wo sie in den Conference Semifinals klar mit 0:2 an den Seattle Storm scheiterten.

Nach zwei relativ erfolgreichen Saisons in der WNBA wurde überraschend mit Katie Smith, die zu diesem Zeitpunkt beste Spielerin der Lynx war, zu den Detroit Shock transferiert. Die Lynx verloren in der Saison 2005 ohne Smith die meisten ihrer Spiele. Das schlechte abschneiden in dieser Saison verhalf ihnen jedoch den ersten Pick im WNBA Draft 2006 zu sichern. Die Lynx entschieden sich im Draft für Seimone Augustus von der Louisiana State University.

Obwohl Augustus eine gute erste WNBA-Saison spielte, konnten die Lynx in der Saison 2006 nicht überzeugen. Nach dem die Lynx 15 von 23 Spielen verloren hatten, gab Suzie McConnell Serio am 23. Juli ihren Rücktritt als Cheftrainerin der Lynx bekannt. Serio wurde durch Carolyn Jenkins ersetzt. Die Lynx gewannen unter Jenkins nur zwei der restlichen elf Saison-Spiele. Somit war diese Saison, die bis dato schlechteste der Lynx. Am Ende dieser Saison wurde Augustus zum WNBA Rookie of the Year gewählt. Augustus ist nach Betty Lennox, die zweite Spielerin der Lynx die diese Auszeichnung verliehen bekam.

Am 13. Dezember 2006 ernannten die Lynx Don Zierden zum insgesamt fünften Cheftrainer der Lynx. Am 4. April fand der WNBA Draft 2007 statt. Die Lynx entschieden sich in der ersten Runde für Noelle Quinn. Die Lynx transferierten noch am selben Tag die von den Lynx im Dispersal Draft ausgewählt Tangela Smith zu den Phoenix Mercury für Lindsey Harding, die an diesem Tag im Draft an der ersten Stelle von den Mercury ausgewählt wurde. Die Lynx verloren ihre ersten sieben Spiele in der Saison 2007. Im Juli verloren die Lynx sogar zehn Spiele in Folge. Die Lynx beendeten wie die vorherige Saison mit 10 Niederlagen aus insgesamt 34 Spielen.

Erfolge und Ehrungen[Bearbeiten]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Den bisher größten Erfolg in der Franchisegeschichte feierten die Lynx in der Saison 2011, als sie zum ersten Mal die Meisterschaft gewinnen konnten. Dabei besiegten sie in der Finalserie die Atlanta Dream in drei Spielen.

Saisonstatistik[Bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen

Saison GP W L Siege in % Platz Play-offs
1999 32 15 17 46,9 5., Western Conference nicht qualifiziert
2000 32 15 17 46,9 6., Western Conference nicht qualifiziert
2001 32 12 20 37,5 6., Western Conference nicht qualifiziert
2002 32 10 22 31,3 8., Western Conference nicht qualifiziert
2003 34 18 16 52,9 4., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 1:2 (Los Angeles Sparks)
2004 34 18 16 52,9 3., Western Conference Niederlage in den Conference Semifinals, 0:2 (Seattle Storm)
2005 34 14 20 41,2 6., Western Conference nicht qualifiziert
2006 34 10 24 29,4 7., Western Conference nicht qualifiziert
2007 34 10 24 29,4 6., Western Conference nicht qualifiziert
2008 34 16 18 47,1 6., Western Conference nicht qualifiziert
2009 34 14 20 41,2 5., Western Conference nicht qualifiziert
2010 34 13 21 38,2 5., Western Conference nicht qualifiziert
2011 34 27 7 79,4 1., Western Conference Sieg in den Conference Semifinals, 2:1 (San Antonio Silver Stars)
Sieg in den Conference Finals, 2:0 (Phoenix Mercury)
WNBA-Meister, 3:0 (Atlanta Dream)
2012 34 27 7 79,4 1., Western Conference Sieg in den Conference Semifinals, 2:1 (Seattle Storm)
Sieg in den Conference Finals, 2:0 (Los Angeles Sparks)
Niederlage in den WNBA Finals, 1:3 (Indiana Fever)
Gesamt 468 219 249 46,8 4 Playoff-Teilnahmen
8 Serien: 5 Siege, 3 Niederlagen
22 Spiele: 13 Sieg, 9 Niederlagen (59,1 %)

Trainer[Bearbeiten]

Name Saison Reguläre Saison Playoffs
GC W L GC W L
Brian Agler 1999 bis 2002 96 33 63
Heidi VanDerveer 2002 13 4 9
Suzie McConnell Serio 2003 bis 2006 125 58 67 5 1 4
Carolyn Jenkins 2006 11 2 9
Don Zierden 2007 bis 2008 68 26 42
Jennifer Gillom 2009 34 14 20
Cheryl Reeve seit 2010 68 40 28 8 7 1

Brian Agler war der erste Cheftrainer in der Geschichte der Lynx. Da die Lynx unter Agler sportlich kaum Fortschritte verzeichnen konnten wurde er entlassen und Heidi VanDerveer übernahm für die restlichen 13 Spiele das Amt des Cheftrainers. 2003 übernahm Suzie McConnell Serio den Trainerposten. Unter der Führung von McConnell Serio beendeten die Lynx nicht nur erstmals die reguläre Saison mit einer positiven Bilanz, sondern erreichten auch erstmals in ihrer Geschichte die Playoffs. Diesen Erfolg konnte McConnell Serio 2004 wiederholen. Nachdem die sportlichen Erfolge der Mannschaft ab 2005 wieder abnahmen wurde McConnell Serio schließlich 2006 entlassen und Carolyn Jenkins übernahm interimistisch das Traineramt. Auch unter Don Zierden, Cheftrainer von 2007 bis 2008, sowie unter Jennifer Gillom, Cheftrainerin 2009, konnten die Playoffs nicht erreicht werden. Seit 2010 betreut Cheryl Reeve das Team. Nach einer mäßigen Saison 2010, beendeten die Lynx unter der Führung von Reeve die Saison 2011 mit 27 Siegen in 34 Spielen mit der besten Bilanz der gesamten Liga. In den Playoffs verloren die Lynx nur ein einziges Spiel (Conference Semifinals gegen die San Antonio Silver Stars), wodurch Reeve die Lynx zum ersten Titel des Franchise führte. Am Ende der Saison wurde Reeve für ihre herausragende Leistung mit dem Coach of the Year Award ausgezeichnet.

Spielerinnen[Bearbeiten]

Aktueller Kader der Saison 2011[Bearbeiten]

Stand: 8. Oktober 2011

Nr. Name Position Geburtsdatum Im Team seit College
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jessica Adair Center 19. Dezember 1986 2010 George Washington University
33 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Seimone Augustus Guard/Forward 30. April 1984 2006 Louisiana State University
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rebekkah Brunson Forward 11. Dezember 1981 2010 Georgetown University
6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amber Harris Forward 16. Januar 1988 2011 Xavier University
14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alexis Hornbuckle Guard 16. Oktober 1985 2011 University of Tennessee
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charde Houson Forward 10. April 1986 2008 University of Connecticut
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Taj McWilliams-Franklin Forward/Center 20. Oktober 1970 2011 St. Edwards University
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maya Moore Center 11. Juni 1989 2011 University of Connecticut
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsay Whalen Guard 9. May 1982 2010 University of Minnesota
11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Candice Wiggins Guard 14. Februar 1987 2008 Stanford University
22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Monica Wright Guard/Forward 15. Juli 1988 2010 University of Virginia

Bekannte ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten]

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Die vierfache Olympiasiegerin spielte ihre einzigen beiden Saisons in der WNBA für die Lynx.
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Betty Lennox
    (2000–2002, Guard/Forward)
Die wertvollste Spielerin der Finals 2004 begann ihre WNBA-Karriere in Minnesota, wo sie unter anderem den WNBA Rookie of the Year Award gewann.
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Katie Smith
    (1999–2005, Forward)
Die zweifache Gewinnerin der WNBA-Meisterschaft begann 1999 ihre WNBA-Karriere in Minnesota, mit ihr am Feld erreichte das Team in der Saison 2003 erstmals die Playoffs.

Weblinks[Bearbeiten]