Minoru Yamasaki

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Minoru Yamasaki (* 1. Dezember 1912 in Seattle, Washington, USA; † 6. Februar 1986 in Detroit, Michigan) war ein US-amerikanischer Architekt. Zu seinen bekanntesten Projekten gehörte das World Trade Center in New York.

Er studierte von 1930 bis 1934 an der Universität von Washington, D.C. und 1934–1935 an der Universität New York. Durch seine Reisen entwickelte er einen Stil, der von indischen und japanischen Einflüssen geprägt war. 1961 zeichnete er für den Entwurf des Dharan Air Terminals verantwortlich. Fünf Jahre später wurde sein berühmtester Entwurf, das World Trade Center in New York realisiert. Interessant dabei ist, dass Minoru Yamasaki an Höhenangst litt. Am 11. September 2001 wurde dieses Bauwerk durch einen Anschlag zum Einsturz gebracht.

[Bearbeiten] Exkurs: Die Bedeutung des Werkes Yamasakis für die Baugeschichte

Der Architekt Yamasaki hat eine Reihe größerer und an sich schon bemerkenswerter Bauwerke geplant. Die Bedeutung des Architekten wird jedoch vermutlich durch die Koinzidenz zweier Vorgänge viel stärker beleuchtet, deren Verhältnis zu seinem Werk und seiner Formensprache zu hinterfragen wäre. Yamasaki war sowohl der Architekt des New Yorker World Trade Centers als auch der Sozialsiedlung Pruitt-Igoe in St. Louis, 1950. Auch letztere wurde in einem architekturhistorisch bedeutsamen Zusammenhang zerstört: Sie wurde gezielt gesprengt, da die Sozialstruktur in einen derartigen Zerfall geraten war, dass eine andere Lösung zur Rettung des Viertels nicht absehbar schien. Die Sprengung der Siedlung ist als Fanal der sogenannten funktionalistischen Moderne sowohl in dem Film Koyaanisqatsi zum Anlass gegenwartskritischer Betrachtung genommen worden, als auch eines der Bezugsobjekte in Tom Wolfes From Bauhaus To Our House gewesen, worin der Autor eine vernichtende Kritik der architektonischen Moderne abarbeitet. Der kulturkritische Begriff der „Einstürzenden Neubauten“ bezieht sich vor allem auf die Bilder aus der gut dokumentierten Sprengungsmaßnahme der Siedlung Pruitt Igoe. Die Frage, ob die Architektursprache der WTC-Türme eine Bedeutung für die Auswahl als Zielobjekt eines Anschlags war, kann immerhin diskutiert werden, da unter den Beteiligten u. a. der fachkundige Hamburger Stadtplanungsstudent Mohammed Atta war. Dass die Gebäude bereits vorher im Fokus des Interesses stand (vgl. Vorgängeranschlag Tiefgarage), muss dies nicht widerlegen. Tatsächlich verkörperten die Türme des WTC eine Architekturhaltung, die sie wegen ihrer geradezu abstrakten Erscheinung jenseits jeder Funktionalitätsaussage und gerade wegen ihrer extremen Schmucklosigkeit (in der Fernwirkung) auch zusätzlich zu ihrer Größe bemerkenswert machten. Die Doppelung hat ihren Teil zur Wirkung beigetragen. Diese Argumentationen werden in Teilen spekulativ bleiben, zugleich muss jedoch angemerkt werden, dass zwei hochgradig bedeutende Objekte der Architektur-Zerstörungs-Geschichte eben Werke Yamasakis waren. Diese Bauten sind Teil des architekturhistorischen Gedächtnisses, womit sie es wert sind, mit dem Namen des Architekten verbunden zu werden. Eine ironisierende oder zynische Haltung bei dieser Beurteilung verbietet sich allein aufgrund der tragischen Bedeutung des 11. Septembers 2001.

[Bearbeiten] Bauten

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