Minox
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Minox ist eine Marke des Kamera- und Optikherstellers Minox GmbH, Wetzlar. Mit den Kleinstbildkameras dieses Namens verbindet sich das klassische Modell einer Geheim- oder Spionagekamera. Nach den erfolgreichen Zeiten der 1970er-Jahre, als Minox gut 1000 Mitarbeiter hatte, arbeiten inzwischen gut 30 Beschäftigte unter dem Geschäftsführer Thorsten Kortemeier in Wetzlar.[1]
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[Bearbeiten] Negativgröße 8 mm × 11 mm
Die Minox 8x11-Serie ist eine Familie verschiedener Kleinstbildkameras, die auf einem Filmformat von 8 mm × 11 mm basiert. Sie geht zurück auf einen Prototypen, den der Konstrukteur Walter Zapp im Jahre 1936 in Reval/Tallinn, Estland entwickelte. Diese "Ur-Minox" verwendete zunächst ein noch kleineres Filmformat von 6,5 mm × 9 mm.
Ab 1938 wurde die Kamera, nun im 8 x 11-Format zunächst in Riga und nach dem Zweiten Weltkrieg in Hessen produziert. Auf das ursprüngliche Nachkriegs-Modell (Minox A) folgten zahlreiche verbesserte Versionen mit neuen Funktionen (unter anderem Minox B mit Selenzellen-Belichtungsmesser ab 1958, Minox C mit elektronischer Belichtungsautomatik ab 1969, Minox LX ab 1978). Eine noch kleinere Variante ist die ab 1981 hergestellte Minox EC.
Siehe Hauptartikel: Minox 8x11
[Bearbeiten] Negativgröße 24 mm × 36 mm
[Bearbeiten] Minox 35
1974 wurde die erste Kleinbildkamera von Minox, die Minox 35 EL vorgestellt. Sie übernahm den Titel der kleinsten Kamera für Kleinbildfilm von der Rollei 35. Der Erfolg der kleinen, leichten und durch Objektivschutz auch taschengeeigneten Kamera überraschte selbst Minox. In den folgenden Jahren wurden etliche weitere Modelle der 35er-Serie entwickelt, die teils bis zum Oktober 2002 produziert wurden. Lagerbestände werden bis heute (Stand: Juli 2007) verkauft. Eine Auto-Fokus-Version blieb allerdings ohne Erfolg.
Siehe Hauptartikel: Minox 35
[Bearbeiten] APS-Format
[Bearbeiten] Minox CD
Aktuell produziert Minox eine Reihe Kompaktkameras, die das APS-Format verwenden. Alle Kameras der CD-Serie sind mit hochwertigen Objektiven (etwa den aus der Minox-35-Serie bekannten Minoxar-Systemen), automatischem Filmtransport, programmgesteuertem Zentralverschluss, Autofokus und Elektronenblitz mit Vorblitztechnik ausgestattet.
[Bearbeiten] Digitale Fotografie
Minox ist seit 2003 mit einigen auf eigenen Entwürfen basierenden Modellen im Bereich der Digitalfotografie vertreten (DC-Serie). Derzeit (Februar 2008) werden 29 unterschiedliche Modelle hergestellt. Die Kameras sind überwiegend mit Autofokus-Minoctar-Objektiven ausgerüstet, die auf die traditionsreichen Minotar- und Minoxar-Objektive der Minox-35-Serie zurückgehen. Beispiele sind die Kompaktkamera DC 8122 mit 8,1 Megapixel Auflösung und 6-fach optischem Zoom sowie die DC 1011 mit 10 Megapixel Bildauflösung. MINOX veredelt zudem Digitalkameras mit 24 Karat vergoldeten und mit Diamanten besetzten Gehäusen (DC 1011 Carat/DC 4211 Gold). In der mittlerweile vierten Generation gibt es seit der photokina 2006 die Digital Classic Camera Leica M3 - eine von MINOX miniaturisierte Ausgabe der legendären Leica als Digitalkamera.
2008 führte Minox für den Anwendungsbereich der Digiskopie das Digitale Kamera Modul DCM ein. Dieses ermöglicht digitale Fotos und Videos mit einem Spektiv aufzunehmen.
[Bearbeiten] Sonstige Produkte
1990 kam das von Zapp entwickelte Taschenteleskop Minox T8 auf den Markt.
Zwischenzeitlich stellt Minox auch historische Nachbauten berühmter Kameras, wie beispielsweise der Leica M 3 – in maßstabsgerechten Miniaturformaten – her, die gewöhnlich sowohl in einer Variante als Kleinstbildkamera (Minox-8x11-Film) als auch als Digitalkamera angeboten werden.
1993 wurde das Minox Produktprogramm um die Produktkategorie Ferngläser erweitert, 1999 folgten Spektive.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ dpa: Leica und Minox wollen Boden gut machen, In: Gießener Allgemeine Zeitung vom 16. September 2008, S. 32
[Bearbeiten] Literatur
- Hubert E. Heckmann: MINOX – Variationen in 8x11. 2. Auflage. Wittig Fachbuchverlag, Hückelhoven 2004, ISBN 3-88984-122-8, gilt heute weltweit als das beste MINOX Buch (auch in engl. Sprache lieferbar) auf dem Markt!
- Rolf Kasemeier: Kleine MINOX – Große Bilder. ISBN 3-89506-153-0
- Morris Moses: Spycamera – The Minox Story. ISBN 0-906447-43-7
- Gerhard Krüll: Der MINOX-Freund 1-20. gebundener Nachdruck der Hefte, die zwischen 1958-1970 erschienen sind, Gustav Hinsen GmbH, Düsseldorf
- 1. Deutscher MINOX-Club e.V. (Herausgeber): MINOX Freund, ab 1993 regelmäßig erscheinendes Insidermagazin (wird ab 2007 nur noch an Clubmitglieder ausgegeben)
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Minox – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien - Website des Unternehmens
- Bedienungsanleitungen, Tipps und Sammlerliteratur

