Minusio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Minusio
Wappen von Minusio
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Locarnow
Kreis: Navegna
BFS-Nr.: 5118i1f3f4
Postleitzahl: 6648
UN/LOCODE: CH MIO
Koordinaten: 706127 / 11487746.1778.813246Koordinaten: 46° 10′ 37″ N, 8° 48′ 47″ O; CH1903: 706127 / 114877
Höhe: 246 m ü. M.
Fläche: 5.85 km²
Einwohner: 7090 (31. Dezember 2011)[1]
Einwohnerdichte: 1212 Einw. pro km²
Website: www.minusio.ch
Karte
Lago di Mognólia Lago di Tomè Lago Barone Lago Laghetto Bagina di Val Malvaglia Lago di Vogorno Lago Delio Lago d'Orglio Lago Maggiore Italien Italien Kanton Graubünden Bellinzona (Bezirk) Blenio (Bezirk) Leventina (Bezirk) Lugano (Bezirk) Riviera (Bezirk) Vallemaggia (Bezirk) Gambarogno TI Ascona Brissago TI Losone Ronco sopra Ascona Locarno Locarno Muralto Orselina Centovalli TI Terre di Pedemonte Brione sopra Minusio Cugnasco-Gerra Cugnasco-Gerra Gordola Mergoscia Minusio Tenero-Contra Gresso Gresso Isorno TI Mosogno Onsernone Vergeletto Brione (Verzasca) Corippo Frasco Lavertezzo Lavertezzo Sonogno VogornoKarte von Minusio
Über dieses Bild
ww

Minusio , (dt. veraltet: Maniss, schweizerdeutsch Minüüs, aus dem lokalen lombardischen Dialekt) ist eine politische Gemeinde am Lago Maggiore im Kreis Navegna im Bezirk Locarno im Kanton Tessin in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Minusio ist ein Nachbarort von Locarno und liegt zwischen Lago Maggiore und dem Monte Cardada. Minusio grenzt an Muralto, Orselina, Avegno, Brione, Tenero-Contra und besteht aus den Ortsteilen Borenco, Brighirolo, Cadogno, Ceresol, Ciossi, Fontile, Frizzi, Mappo, Mezzo, Mondacce und Rivapiana.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

In Rivapiana, dem Seeufer, liegt die katholische Kirche San Quirico. Die 1313 erstmals erwähnte Kirche wurde im 18. Jahrhundert im barocken Stil neu erbaut. Im Kircheninnern sind an der Südwand Reste romanischer Malereien aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Der romanische Glockenturm aus dem 13.–15. Jahrhundert diente früher als Wachturm. Zu der Kirche gehört ein öffentlicher Park mit Ausblick auf den See.

Nicht weit davon befindet sich direkt am See die Wehranlage Cà di Ferro, ein schlossartiges Gebäude. Dieses liess der Urner Militärunternehmer Peter A Pro von 1540 bis 1580 als Anwerbungskaserne für Schweizer Söldner (Reisläufer) erbauen. Die Kapelle stammt aus dem Jahre 1630.

Von 1873 bis 1874 bewohnte der vorher in Locarno ansässige Revolutionär Michail Alexandrowitsch Bakunin die von seinem italienischen Freund Carlo Cafiero finanzierte Villa La Baronata in Minusio, die zum Zufluchtsort für polizeilich gesuchte Revolutionäre werden sollte.

Hermann Hesse bewohnte 1919 für ein paar Wochen ein kleines Bauernhaus am Ortseingang, bevor er nach Sorengo zog und schliesslich in Montagnola eine zweite Heimat fand.

Auf dem Friedhof von Minusio befindet sich das Grab von Stefan George. An seinem Begräbnis nahmen unter anderem Claus Schenk Graf von Stauffenberg und sein Bruder Berthold teil, die zu dem George-Kreis gehörten.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Minusio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
Wehranlage Cà di Ferro in Minusio, 16. Jahrhundert
Kath. Kirche San Quirico in Minusio, 13. Jahrhundert