Miosis

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Klassifikation nach ICD-10
H57.0 Pupillenfunktionsstörungen
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Adaptation eines menschlichen Auges

Miosis oder Stenokorie ist der medizinische Begriff für eine Verengung der Pupille durch die Kontraktion des Musculus sphincter pupillae, einem Ringmuskel in der Iris (Auge). Die Miosis wird parasympathisch bei Lichteinfall, aber auch bei der Naheinstellungsreaktion ausgelöst und kann durch ein Mydriatikum (z. B. Atropin bzw. Hyoscyamin) gehemmt werden. Sie gehört zu einem neurophysiologischen Regelkreis, zu dem neben der Akkommodation auch die Konvergenz gehört, und der sich Naheinstellungstrias nennt.

Eine Miosis kann auch durch die Wirkung von Opiaten oder Opioiden ausgelöst werden. Zudem wird sie mit pharmakologischen Mitteln (Pilocarpin) gezielt zu therapeutischen Zwecken herbeigeführt (Glaukom), sowie zur differentialdiagnostischen Abklärung bei der pharmakodynamischen Untersuchung einer Pupillotonie.

Eine ausgeprägte Miosis (um 2,0 mm) kann, selbst bei linsenlosen (aphaken) Menschen, zu einer gewissen Verbesserung der Sehschärfe führen. Dieses Phänomen ist bekannt durch die, die Schärfentiefe erhöhende, Blendenwirkung beim Fotografieren und ähnlich der Wirkungsweise einer Lochkamera (Camera obscura).

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Herbert Kaufmann: Strabismus. Unter Mitarbeit von W. de Decker u. a., Stuttgart: Enke, 1986, ISBN 3-432-95391-7
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