Buffalo Soldiers ’44 – Das Wunder von St. Anna

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Filmdaten
Deutscher Titel Buffalo Soldiers ’44 – Das Wunder von St. Anna
Originaltitel Miracle at St. Anna
Produktionsland Vereinigte Staaten, Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 160 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Spike Lee
Drehbuch James McBride
Produktion Spike Lee,
Marco Valerio Pugini,
Roberto Cicutto,
Luigi Musini,
Jon Kilik
Musik Terence Blanchard
Kamera Matthew Libatique
Schnitt Barry Alexander Brown
Besetzung

Buffalo Soldiers ’44 – Das Wunder von St. Anna ist ein Kriegsfilm aus dem Jahr 2008, der ein kaum bekanntes Kapitel des Zweiten Weltkriegs erzählt: den Einsatz von afroamerikanischen Soldaten an der Front. Neben Derek Luke, Joseph Gordon-Levitt, John Turturro sind auch Valentina Cervi und Alexandra Maria Lara zu sehen. Die Regie des US-amerikanischen Spielfilms führte Spike Lee. Gedreht wurde der Film unter anderem in New York City und in der Toskana.

Handlung[Bearbeiten]

In dem Film wird die Geschichte von vier afroamerikanischen Soldaten, die der 92. Infanteriedivision angehören, erzählt. Diese besteht nur aus Afroamerikanern. Als die Männer bei einem Einsatz in der Toskana getrennt werden, müssen sie in ein Bergdorf flüchten und werden dort von den Einheimischen aufgenommen. Sie kümmern sich um einen italienischen Jungen, der in einem Haus bei einem Granattreffer eingeklemmt worden war. Inzwischen planen die Deutschen einen Angriff und die Kommandozentrale der Amerikaner beauftragt über Funk die vier Soldaten, einen deutschen Soldaten gefangen zu nehmen, um dies zu bestätigen. Die italienischen Partisanen um den berüchtigten „Schmetterling“ kommen zur selben Zeit in das Dorf und haben einen deutschen Gefangenen mitgebracht. Sie einigen sich zwar auf eine Auslieferung, ein Verräter unter den Partisanen bringt den Gefangenen jedoch vorher um, da dieser von seinem Verrat und seiner Mithilfe an einem Massenmord der Deutschen weiß. Als dann das Dorf überfallen wird, überleben nur einer der farbigen Soldaten (Hector) und der kleine Junge, Angelo.

In der Rahmenhandlung wird erzählt, wie Hector 1983 den Verräter der Partisanen tötet, als er ihn zufällig in New York wiedertrifft. Der kleine italienische Junge ist inzwischen reich und hat viel Einfluss, so dass er für Hector die Kaution stellen kann. In der Schlussszene treffen Hector und Angelo sich auf den Bahamas und Angelo gibt Hector die Kette zurück, die er dem kleinen Jungen gab, als er während des Angriffs dachte, er würde sterben.[1]

Bedeutung[Bearbeiten]

Der Film behandelt die Rassenproblematik im damaligen Amerika. Die vier Soldaten haben unterschiedliche Meinungen über die Weißen und die „Buffalo Soldiers“. Alle gemeinsam ist die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Ihre Kinder in den USA. In einer Rückblende und vielen Gesprächen sprechen sie über ihre Gefühle von Freiheit, Zusammengehörigkeit und Glauben. Darüber hinaus nimmt die Filmhandlung deutlichen Bezug auf das Massaker der deutschen Waffen-SS in dem Dorf Sant’Anna di Stazzema vom 12. August 1944, bei dem zwischen 400 und 560 italienische Zivilisten ermordet wurden, und wirft damit die Frage des "Menschseins" auf die deutschen Soldaten weißer Hautfarbe zurück.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. moviepilot