Miraflores (Lima)

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Miraflores ist einer der 43 Stadtbezirke von Lima in Peru. Auf seinen 9,62 km² Fläche leben rund 93.000 Einwohner. Miraflores gilt zusammen mit San Isidro als einer der reichsten Stadtteile Limas.

Miraflores

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Miraflores umfasst 9,62 km² und liegt auf durchschnittlich 79 Metern Meereshöhe. Es ist einer von insgesamt 43 Stadtbezirken der Region Lima Metropolitana. Miraflores grenzt im Norden an San Isidro, im Nordosten an Surquillo, im Südosten an Santiago de Surco und im Süden an Barranco. Im Westen liegt die Küste zu Pazifik.

Klima[Bearbeiten]

In Miraflores herrscht ein gemäßigtes, maritimes Klima. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 18,2 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge bei nur 9 Millimeter. Der August ist der kälteste Monat mit durchschnittlich 15,1 Grad Celsius, der Februar ist der wärmste Monat mit 22,3 Grad Durchschnittstemperatur.

Miraflores auf einer Karte von 1888

Geschichte[Bearbeiten]

Am 2. Januar 1857 wurde Miraflores offiziell zu einem Stadtbezirk von Lima.

Am 15. Januar 1881 fand im Salpeterkrieg die sog. Schlacht von Miraflores statt. An diesem Tag wurden in Miraflores mit Verlusten von rund 2000 Menschen die peruanischen Einheiten von der chilenischen Armee zurückgedrängt. In Erinnerung an dieser Schlacht nennt man Miraflores bis heute Ciudad Heroica - Stadt der Helden. Dennoch fiel einen Tag nach der Schlacht von Miraflores die Hauptstadt Lima.

Noch 1887 hatte Miraflores nach Berichten von Paz Soldan nicht mehr als etwa 100 Einwohner, eine Zählung aus dieser Zeit beziffert die Bevölkerung auf 636 Menschen. Heute zählt Miraflores dagegen rund 93.000 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Der amtierende Bürgermeister des Stadtbezirks heißt Manuel Masias(2007-2010).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Durch den Wohlstand des Stadtbezirks befinden sich einige der namenhaftestesen Schulen in Miraflores, so das Markham College, die Deutsche Schule Alexander von Humboldt, die Pestalozzi-Schule und die Carmelitas-Schule.

Kultur[Bearbeiten]

Miraflores ist ein wohlhabender Stadtbezirk und hat daher viele Kulturzentren, Theater, Kinos und Kunstmuseen.

Das einzige prähispanische Gebäude in Miraflores ist der Huaca Pucllana, ein Tempel aus der Zeit vor den Inkas.

Tourismus[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

In Miraflores haben sich die meisten internationalen Hotels angesiedelt, wie etwa das Hilton oder das Ritz.

Huaca Pucllana[Bearbeiten]

Pyramiden von Huaca Pucllana

Das einzige prähispanische Gebäude in Miraflores ist der Huaca Pucllana. Die Tempelanlage aus dem 6. Jahrhundert nach Christus umfasst etwa 15 Hektar. Sie wird seit 1983 restauriert.

Parque Kennedy[Bearbeiten]

Der Parque Kennedy ist das alte Zentrum von Miraflores. An seiner Begrenzung befindet sich die alte Kirche Virgen Milagrosa und das Rathaus. In dem Park finden sich viele Straßenkünstler und fliegende Händler.

Centro Comercial Larcomar[Bearbeiten]

Das Centro Comercial Larcomar ist ein großes Einkaufszentrum mit einem Multiplexkino. Es befindet sich an einem der malerischsten Flecken in Miraflores. Direkt hinter dem Einkaufszentrum liegen die berühmten Torres Telmex y Marriott.

Costa Verde[Bearbeiten]

Der Strand von Miraflores

Die Costa Verde ist ein Küstenabschnitt mit mehreren Sand- und Kiesstränden, der zum Teil in Miraflores liegt. Von der Steilküste kann man Paragliding betreiben und das Wasser eignet sich gut zum Surfen.

Insbesondere das Wellenreiten hat eine lange Tradition in Miraflores. In den 1930er Jahren brachte Carlos Dogny von einem Besuch in Hawaii das erste Surfbrett mit und gründete in der Folge den bekannten Surfclub Waikiki am Strand von Miraflores.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

-12.1175-77.043055555556Koordinaten: 12° 7′ S, 77° 3′ W