Miranda (Venezuela)

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Miranda
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Symbole
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Venezuela
Hauptstadt Los Teques
Fläche 7950 km²
Einwohner 2.789.073 (2005)
Dichte 351 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 VE-M
Politik
Gouverneur Henrique Capriles Radonski
Partei Primero Justicia

Miranda ist einer der 23 Bundesstaaten Venezuelas. Die Hauptstadt ist Los Teques.

Zum Staat Miranda gehört auch die kleine vorgelagerte Insel Farallón Centinela. Im Norden grenzt Miranda an der Karibik, im Nordwesten an Vargas, im Westen an Aragua, im Süden an Guárico und im Südosten an Anzoátegui.

Geographie[Bearbeiten]

Nationalpark Laguna de Tacarigua

Landschaften[Bearbeiten]

Das Gebiet ist sehr bergig mit engen Tälern. Im Osten befindet sich eine tiefer gelegene Ebene. Der Guaire-Fluss trennt die Region in die Täler von Tuy und das Tiefland von Barlovento.

Gewässer[Bearbeiten]

Der wichtigste Fluss ist der Tuy. Ferner kann man folgende Flüsse zählen: Guaire, Caucagua, Cuira, Chuspita, Grande, Guarenas, Guapo, San Pedro, Taguacita, Taguaza, Tacariguay und el Valle.

Miranda hat drei wichtige Seen: Tacarigua, Buche und La Reina.

Wegen der hohen Bevölkerungsdichte ist die Wasserversorgung ein großes Problem. Dafür dienen die Stauseen von La Mariposa, Lagartijo, La Pereza, Ocumarito, Agua Fría, Taguaza, El Guapo und Quebrada Seca.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei der Ankunft der Spanier lebten hier vorwiegend Kariben. Unter anderen zählten hier die Stämme der Caracas, Teques, Cumanagotos, Mariches und Quiriquires.[1] Die Teques bewohnten die Region südwestlich vom Fluss Guaire. Die Mariches lebten in der Region östlich vom Caracas-Tal.

Während der Kolonialzeit war dieses Gebiet ein Teil der Provincia de Caracas. Am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurden die hochgelegenen Gebiete für den Anbau von Getreide, u.a. Weizen, benutzt. Weizen wurde bis nach Cartagena de Indias und zu den Inseln der Karibik ausgeführt. Klimaveränderungen und die Konkurrenz von anderen Gebieten, die für Weizenanbau besser geeignet waren, führten dazu, dass Kakao das wichtigste landwirtschaftliche Produkt wurde. Vom Anfang des 17. Jahrhunderts begannen die Siedler, die indianischen Arbeiter durch schwarze Sklaven zu ersetzen.

Altstadt von Petare
Miranda war im Jahr 1840 immer noch Teil der Provinz von Caracas

Im Jahr 1900 wurde der Bundesstaat Miranda aus Caracas und benachbarten Regionen errichtet. Der Verwaltungssitz war Santa Lucía. Im Jahr 1901 wurde der Verwaltungssitz Petare und 1904 Ocumare del Tuy.

Im Jahr 1909 wurden die letzten Grenzänderungen unternommen, und der Bundesstaat erhielt seine jetzigen Grenzen.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Der Staat setzt sich aus 21 Bezirken (Municipios) zusammen:

Bezirk Hauptstadt
Acevedo Caucagua
Andrés Bello San José de Barlovento
Baruta Nuestra Señora del Rosario de Baruta
Brión Higuerote
Buroz Mamporal
Carrizal Carrizal
Chacao Chacao
Cristóbal Rojas Charallave
El Hatillo El Hatillo
Guaicaipuro Los Teques
Independencia Santa Teresa del Tuy
Lander Ocumare del Tuy
Los Salias San Antonio de los Altos
Páez Río Chico
Paz Castillo Santa Lucía
Pedro Gual Cúpira
Plaza Guarenas
Simón Bolívar San Francisco de Yare
Sucre Petare
Urdaneta Cúa
Zamora Guatire

Weitere wichtige Städte[Bearbeiten]

Flagge des Bundesstaats Miranda bis 2006

Politik[Bearbeiten]

Der Gouverneur ist seit 2008 Henrique Capriles, von der Partei Primero Justicia. Das Bundesstaat hat zwölf Abgeordnete in der Nationalversammlung. Sechs von ihnen sind Mitglieder der Regierungspartei PSUV und sechs von der Opposition. Von diesen sind zwei von Un Nuevo Tiempo, einer von COPEI, zwei von Primero Justicia und eine ist unabhängig.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gibt viele Industrien im Bezirk Sucre und in Los Teques. Landwirtschaft und Tourismus spielen auch eine wichtige Rolle für den Bundesstaat.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Es werden, u. a. Kakao, Früchte, Blumen, Gemüse und Getreide angebaut

Tourismus[Bearbeiten]

Einer der tanzenden Teufel Yares mit Maske

Die Barloventoküste hat mehrere populäre Strände. Los Diablos de Yare ist eine sehr bekannte Feierlichkeit, die viele Touristen anzieht.[2]

Higuerote

Unter den natürlichen Sehenswürdigkeiten befinden sich folgende:

  • Higuerote
  • Monumento Natural Cueva Alfredo Jahn (Höhle Alfredo Jahn)
  • Monumento Natural Pico Codazzi (Codazzigipfel)
  • Parque Cuevas del Indio (Höhlen des Indianers)
  • Nationalpark Guatopo
  • Nationalpark Laguna de Tacarigua
  • Nationalpark Macarao
  • Carenero-Strand
  • Chirimena-Strand
  • Barlovento-Strand
  • Buche und Los Totumos-Strände

Sehenswert sind auch:

  • Acuario Agustín Codazzi (Aquarium)
  • Dorf Birongo
  • Dorf El Jarillo

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Fernando Arellano: Una introducción a la Venezuela prehispánica: culturas de las naciones. UCAB, 1987, S. 445
  2. Die tanzenden Teufel von Yare

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Miranda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

10.250479-66.42715Koordinaten: 10° N, 66° W