Mirandela

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Mirandela
Wappen Karte
Wappen von Mirandela
Mirandela (Portugal)
Mirandela
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Alto Trás-os-Montes
Distrikt: Bragança
Concelho: Mirandela
Koordinaten: 41° 29′ N, 7° 11′ W41.483333333333-7.1833333333333Koordinaten: 41° 29′ N, 7° 11′ W
Einwohner: 11.924 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 32,45 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 367 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 5370
Politik
Bürgermeister: José Manuel Lemos Pavão (PSD)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Mirandela
Praça 5 Outubro
5370-284 Mirandela[3]
Kreis Mirandela
Flagge Karte
Flagge von Mirandela Position des Kreises Mirandela
Einwohner: 23.913 (Stand: 30. Juni 2011)[4]
Fläche: 658,96 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 37
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Mirandela
Praça do Município
5370-288 Mirandela
Präsident der Câmara Municipal: António Almor Branco (PSD)
Webpräsenz: www.cm-mirandela.pt



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Mirandela ist eine Gemeinde und Stadt im Distrikt Bragança in Portugal. Die Gemeinde umfasst 32,4 km² mit 11.924 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011). Die Stadt Mirandela zählt etwa 5700 Einwohner.[5]

Blick auf Mirandela und seine mittelalterliche Brücke über den Tua (mit Fontäne)

Geografie[Bearbeiten]

Mirandela liegt am Fluss Tua am Rande des Hochlands von Trás-os-Montes, etwa 60 km südwestlich der Distrikthauptstadt Bragança, im Nordosten Portugals.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf die alte Römerbrücke (heute nur Fußgängerbrücke)

Zumindest seit der Bronzezeit existierte hier eine Siedlung, in deren Umgebung Metallerze gefördert wurden (Zinn, Kupfer, Arsen, Gold). Keltiberer und Römer hinterließen im damals Caladunum genannten Mirandela Spuren. Insbesondere für die Römer war der Ort eine stark bevölkerte Siedlung und wichtiger Produzent landwirtschaftlicher Güter. Nach dem Einfall der Westgoten wurde das heutige Kreisgebiet im 6. Jahrhundert Teil des Laetera-Verwaltungsbezirks der Sueben.

König D.Afonso III. gab Mirandela 1250 Stadtrechte (Foral) und erhob den Ort zur Vila (Kleinstadt). König D.Dinis bestätigte 1291 die Stadtrechte, die König Manuel I. im Jahr 1512 erneuerte.

1984 wurde Mirandela zur Cidade (Stadt) erhoben. [6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im historischen Zentrum von Mirandela

Zu den Baudenkmälern des Ortes zählen eine Reihe historischer öffentlicher Gebäude, zwei mittelalterliche Brücken, und verschiedene Sakralbauten. Zu nennen sind dabei insbesondere der manieristische Palast der Távoras aus dem 17. Jahrhundert, in dem heute die Stadtverwaltung (Câmara Municipal) residiert,[7] und die Burg aus dem 13. Jahrhundert, von der das letzte der drei Stadttore den augenfälligsten Überrest darstellt.[8]

Das städtische Museum Museu Municipal Armindo Teixeira Lopes ist dem bekanntesten Künstler der Stadt gewidmet und gilt als ein bedeutendes Kunstmuseum in Portugal. Zu sehen sind 460 Gemälde und Plastiken von 286 Künstlern aus dem In- und Ausland, darunter Almada Negreiros, Artur Bual, Abel Manta, Domingos de Sequeira, João Hogan, und Maria Helena Vieira da Silva.[9][10]

Neben der Stadtbibliothek (Biblioteca Municipal) und dem Auditório Municipal (mit Kino und Konzertsaal) existieren mit dem ethnografischen Museum Museu Etnográfico de Suçães in der Gemeinde Suçães, und dem Kuriositätenmuseum Museu de Curiosidades do Romeu in der Gemeinde Romeu weitere kulturelle Einrichtungen.

Verschiedene Wanderwege führen in das Umland und in einige umliegende Dörfer. U.a. können Wassermühlen und Olivenölpressen besichtigt werden. Karten gibt das Fremdenverkehrsamt (Turismo) neben dem Bahnhof von Mirandela aus.

Verwaltung[Bearbeiten]

Das Rathaus im historischen Herrenhaus Paços dos Távoras

Kreis[Bearbeiten]

Mirandela ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Vinhais, Macedo de Cavaleiros, Alfândega da Fé, Vila Flor, Carrazeda de Ansiães, Murça sowie Valpaços.

Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Mirandela:

Blick vom Fluss auf Mirandela

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Mirandela (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
5 579 5 180 20 789 23 007 29 912 28 879 25 209 25 819 23 850

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • 25. Mai

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen, Eisenbahn, Flughafen[Bearbeiten]

Die Überlandstraße IP4 (Teil der Europastraße 82) quert den Ort, und die etwa 50 km lange Nationalstraße N213 führt von Mirandela nach Chaves.

Seit der teilweisen Einstellung der Eisenbahnstrecke Linha do Tua 2008 ist Mirandela nicht mehr an das landesweite Bahnnetz angeschlossen. Mirandela ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.

Mit dem Flugplatz Mirandela verfügt die Stadt über einen Flugplatz für Sport- und Privatmaschinen.

Der Metropolitano Ligeiro im Bahnhof Mirandela

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Metropolitano Ligeiro de Mirandela (dt.: leichte Stadtbahn von Mirandela) ist eine nur sechs Haltestellen zählende kommunale Schmalspurbahn, auf Basis der teilweise eingestellten Eisenbahnstrecke Linha do Tua. Die Stadt Mirandela unterhält zudem zwei farblich unterschiedene städtische Buslinien (Linha Azul = Blaue Linie, Linha Vermelha = Rote Linie), die werktags von etwa 7:00 bis 19:00 (am Wochenende abweichend) zirkulieren.[12] Weitere, private Buslinien bieten regionale Verbindungen an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mirandela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. http://codigopostal.ciberforma.pt/dir/empresa2.asp?emp=3615
  4. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  5. http://www.igeo.pt/atlas/Cap2/Cap2d_p107_image.html
  6. www.verportugal.net, abgerufen am 10. Februar 2013
  7. www.monumentos.pt, abgerufen am 10. Februar 2013
  8. dito
  9. www.cm-mirandela.pt, abgerufen am 10. Februar 2013
  10. Lydia Hohenberger, Jürgen Strohmaier: Portugal. 2.Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2009, S.302
  11. www.anmp.pt, abgerufen am 10. Februar 2013
  12. www.cm-mirandela.pt, abgerufen am 10. Februar 2013