Mireille Darc

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Mireille Darc (2014)

Mireille Darc (* 15. Mai 1938 in Toulon/Var; eigentlich Mireille Aigroz) ist eine französische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Die Tochter eines Gärtners und einer Lebensmittelverkäuferin absolvierte die Kunsthochschule von Toulon mit Auszeichnung und arbeitete anschließend in Paris als Mannequin. Aufmerksamkeit erregte sie zunächst in einigen Rollen für das Fernsehen, bevor ihr Talent für den Kinofilm entdeckt wurde.

Mireille Darc hatte ihr Kinodebüt 1960 in dem Film Riskanter Zeitvertreib (mit Jean-Paul Belmondo). Im Jahr darauf war sie eine der Partnerinnen von Brigitte Bardot in dem in der Welt der Models spielenden Film In Freiheit dressiert. Danach folgten bereits Hauptrollen in Filmen mit Louis de Funès (Gauner, Gags und Geldgeschäfte, 1963) und Jean Gabin (Monsieur, 1964). Den Durchbruch zum Star brachte ihr die Titelrolle in Georges Lautners psychologischen Thriller Galia (dt.: Liebe zu dritt). Insgesamt sollte Mireille Darc dreizehn Filme mit Lautner drehen, so auch im darauffolgenden Jahr die Krimikomödie Nimms leicht, nimm Dynamit mit Lino Ventura.

Die oft als „kühle Blondine“, aber auch als Komödiantin eingesetzte Mireille Darc war bereits zu einer der bekanntesten Darstellerinnen des französischen Kinos geworden, als sie 1968 Alain Delon kennenlernte. Die Beziehung zu ihm sollte in den nächsten fünfzehn Jahren beruflich und privat ihr Leben bestimmen. Mit Delon und Jean-Paul Belmondo drehte sie 1970 den epischen Film Borsalino über den Auf- und Abstieg zweier Krimineller. Ihren größten, auch internationalen Kinoerfolg feierte Mireille Darc allerdings 1972 mit Pierre Richard in Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh. 1974 drehten die beiden mit Der große Blonde kehrt zurück eine ähnlich erfolgreiche Fortsetzung.

In den 1980er Jahren wurden Mireille Darcs Leinwandauftritte seltener. In dieses Jahrzehnt fielen eine Herzoperation, ein Verkehrsunfall mit schweren Verletzungen, die Trennung von Alain Delon und der Tod ihres ersten Ehemannes. 1989 führte sie – nach eigenem Drehbuch – erstmals Regie in La Barbare, einem Film über eine vernachlässigte Tochter, die Rache an ihrem Vater nimmt, indem sie einen seiner Freunde verführt und dadurch sein Leben ruiniert.

In den 1990er Jahren feierte Mireille Darc Triumphe im französischen Fernsehen. Die Familiensaga Les Coeurs brulés fand bis zu acht Millionen Zuschauer. Anfang des neuen Jahrhunderts drehte sie viel beachtete Fernsehreportagen und trat in der Serie um den Polizisten Frank Riva auch wieder an der Seite von Alain Delon auf.

Nach ihrer langjährigen Beziehung mit Alain Delon (1968–1983) heiratete sie 1984 den Journalisten und Autor Pierre Barret († 1989). Seit 2002 ist sie mit dem Architekten Pascal Desprez verheiratet. Sie ist die Patentante des Schriftstellers Romain Sardou.

2005 veröffentlichte Mireille Darc ihre Autobiografie Tant que battra mon coeur. Im gleichen Jahr wurde sie zur Ritterin der französischen Ehrenlegion ernannt.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mireille Darc – Sammlung von Bildern