Mirjam Pressler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mirjam Pressler bei einer Lesung im Berliner Anne Frank Zentrum, 2012.
Mirjam Pressler nach einer Lesung ihres Romans „Rosengift“ in der Duisburger Zentralbibliothek, 2004

Mirjam Pressler (* 18. Juni 1940 in Darmstadt) ist eine deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin.

Mirjam Pressler gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen, sie schreibt aber auch Bücher für Erwachsene. Als Übersetzerin übertrug sie mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, dem Englischen und dem Niederländischen ins Deutsche, darunter Werke von Peter van Gestel, Anton Quintana, Uri Orlev, Amos Oz oder Zeruya Shalev. Als ein Hauptwerk gilt die von ihr übertragene Kritische Werkausgabe der Tagebücher von Anne Frank.

Leben[Bearbeiten]

Mirjam Pressler ist das uneheliche Kind einer jüdischen Mutter. Sie wuchs bei Pflegeeltern auf. In Darmstadt und Bensheim besuchte sie das Gymnasium, dann studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main sowie Sprachen in München und verbrachte ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Aus einer gescheiterten Ehe mit einem Israeli hat sie drei Töchter. 1970 kehrte Mirjam Pressler nach München zurück und arbeitet seitdem als freie Schriftstellerin. Derzeit lebt sie in Landshut. Mirjam Pressler ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1980: Bitterschokolade, Text: Mirjam Pressler, Beltz & Gelberg (Weinheim), ISBN 978-3407806307
  • 1981: Kratzer im Lack, Roman
  • 1981: Nun red doch endlich, Kinderroman
  • 1981: Stolperschritte, Text: Mirjam Pressler, Spectrum (Stuttgart), ISBN 978-3797613547, Roman
  • 1982: Novemberkatzen, Kinderroman
  • 1982: Zeit am Stiel, Roman
  • 1984: Katharina und so weiter, Erzählung
  • 1984: Nickel Vogelpfeifer, Erzählung
  • 1984: Riesenkuß und Riesenglück
  • 1986: Mit vierundsechzig stirbt man nicht, Kriminalroman
  • 1987: Goethe in der Kiste
  • 1987: Jessi, ich schenk dir meinen Wackelzahn
  • 1988: Bär Brumm Bär
  • 1990: Jessi – Lutzibutzi spinnt
  • 1990: Wer sich nicht traut, ist ein Feigling. Geschichten zum Mutmachen
  • 1992: Der schönste Hund der Welt
  • 1992: Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank
  • 1992: Sieben und eine Hex. Hexengeschichten
  • 1994: Auch Vampire können sich irren und andere Geschichten zum Gruseln
  • 1994: Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen, Text: Mirjam Pressler, Beltz & Gelberg (Weinheim), ISBN 978-3407796486, Roman
  • 1995: Jessi, Eine Sekunde nicht aufgepasst
  • 1995: Jessi und die Tante Dorothea
  • 1997: Ben und Lena im Kindergarten
  • 1997: Ben und Lena und das Kätzchen
  • 1998: Ben und Lena gehen einkaufen
  • 1999: Ben und Lena gehen zum Arzt
  • 1999: Geschichten von Jessi
  • 1999: Shylocks Tochter. Venedig im Jahre 1568, Ghetto von Venedig 5327/8, Roman
  • 2000: Ben und Lena freuen sich auf Weihnachten
  • 2000: Neues von Jessi
  • 2001: Malka Mai, Roman
  • 2002: Für Isabel war es Liebe, Roman
  • 2003: Die Zeit der schlafenden Hunde, Roman
  • 2004: Rosengift, Roman
  • 2005: Wundertütentage, Roman für Kinder
  • 2007: Golem, stiller Bruder, Roman
  • 2009: Nathan und seine Kinder, Text: Mirjam Pressler, Beltz & Gelberg (Weinheim), ISBN 978-3407810496, Roman für Kinder
  • 2009: Grüße und Küsse an alle. Die Geschichte der Familie von Anne Frank (zusammen mit Gerti Elias), S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, ISBN 978-3-10-022303-6
  • 2011: Ein Buch für Hanna, Text: Mirjam Pressler, Beltz & Gelberg (Weinheim), ISBN 978-3407810793, Roman
  • 2011: Guten Morgen, gute Nacht, Text: Mirjam Pressler, Illustration: Helga Bansch, Gedichte
  • 2013: Wer morgens lacht, Roman, Beltz & Gelberg (Weinheim), ISBN 978-3-407-81143-1

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten]

  • 1985: Novemberkatzen. Regie: Sigrun Koeppe.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Daum (Bearb.): Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz 2001: Mirjam Pressler. Eine Würdigung. Brandes und Apsel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-933086-80-9

Weblinks[Bearbeiten]