Mirjam Unger

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Mirjam Unger (2013)

Mirjam Unger (* 9. August 1970 in Klosterneuburg bei Wien, Österreich) ist eine österreichische Filmregisseurin, Moderatorin und Fotografin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Mirjam Unger maturierte 1987 am Lycee Francais de Vienne. Von 1988 bis 1989 verbrachte sie ein Jahr in Brasilien mit AFS.[1] Anschließend gelangte sie zum ORF, wo sie bis 1995 bei der Ö3-Sendung ZickZack als Reporterin und Moderatorin tätig war. Die ORF-Jugendsendung X-Large moderierte und gestaltete sie von 1991 bis 1995, das TV MagazinNitebox moderierte sie von 1996 bis 1997. Seit 1995 moderiert sie beim österreichischen Radiosender FM4 regelmäßig die Sendungen Connected und Homebase.

Von 1993 bis 2001 studierte sie außerdem Regie bei Wolfgang Glück an der Filmakademie Wien und produzierte in diesem Rahmen mehrere Kurzfilme. Auch entstanden Auftragsarbeiten wie Image- oder Werbefilme sowie Musikvideos wie Es ist so schade für die Band Lassie Singers oder 2009 Into the Future für die österreichische Electroformation Bunny Lake. Ihren ersten Spielfilm stellte sie im Jahr 2000 fertig: Ternitz, Tennessee (siehe auch Ternitz und Tennessee). Darin spielen Persönlichkeiten ihres FM4-Umfeldes, wie Gerald Votava als „Elvis“-Imitator oder Clemens Haipl, genauso wie (Nina Proll in der Hauptrolle, Roland Düringer und Doris Schretzmayer in Nebenrollen) mit. 2005 gründete sie gemeinsam mit Pamela Russmann die Fotopartnerschaft :miupar. 2007 brachte sie ihren ersten Dokumentarfilm Vienna’s Lost Daughters in die Kinos. Der Film gewann den Publikumspreis bei der Diagonale 2007 und erscheint 2010 als DVD im Rahmen der Standard Edition „Der österreichische Film“. Als Autorin (Co-Autorin Veronika Weidinger) und Regisseurin stellte sie mit der Wiener Mobile Filmproduktion den Kinodokumentarfilm, Oh Yeah, She performs! über die österreichischen Musikerinnen Gustav, Clara Luzia, Teresa Rotschopf und Luise Pop her. Der Film hatte 2012 seine Uraufführung bei der Viennale.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1994: Sonnenaufgang (Kurzfilm, 8 min)
  • 1995: House of Sirius (Kurzfilm, 13 min)
  • 1996: Nachricht von H. (Kurzfilm, 15 min)
  • 1997: Speak Easy (Kurzfilm, 20 min)
  • 1999: Mehr oder weniger (Kurzfilm, 18 min)
  • 2000: Ternitz, Tennessee (Spielfilm, 80 min)
  • 2002: Die Ganze Nacht (Kurzfilm, 14 min)
  • 2007: Vienna's Lost Daughters (Dokumentarfilm, 87 min)
  • 2012: Oh Yeah, She Performs (Dokumentarfilm, 101 min)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1998: „Jim Klein Award“ (Arcata) und „The Golden Spire“ (San Francisco) für Speak Easy
  • 2007: Publikumspreis an der Diagonale für Vienna’s Lost Daughters

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemappe zu Vienna's Lost Daughters (PDF), ohne Datum, S. 14 (abgerufen am 21. August 2009)

Weblinks[Bearbeiten]