Mirko Bortolotti

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Mirko Bortolotti (2009)

Mirko Bortolotti (* 10. Jänner 1990 in Trient) ist ein österreichischer Rennfahrer mit italienischer Staatsbürgerschaft. 2008 gewann er die italienische Formel-3-Meisterschaft und 2011 die Formel 2.

Karriere[Bearbeiten]

In den Jahren 1995 bis 2005 war er hauptsächlich im Kartsport aktiv. Anfangs in der österreichischen Meisterschaft, welche er mehrfach gewinnen konnte. Gegen Ende seiner Kartlaufbahn war er dann vermehrt in Italien unterwegs, sowie auch in der Kart-Europameisterschaft. 2005 wagte er den Aufstieg in den Formelsport und gab sein Debüt in der Winterserie der italienischen Formel Renault. Nachdem er in seiner ersten Saison den 13. Gesamtrang belegte, wurde er 2006 Vierter in der Gesamtwertung. Darüber hinaus gewann der Italiener den Vizemeistertitel der Formel Azzurra. 2007 stieg er in die italienische Formel-3-Meisterschaft auf. Dort holte schon im Debütjahr einen vierten Platz in der Meisterschaft und seinen ersten Sieg. 2008 sollten weitere neun Siege, sowie der Meistertitel, folgen.

Als Belohnung für den italienischen Formel-3-Meistertitel durfte Bortolotti an Formel-1-Testfahrten der Scuderia Ferrari in Fiorano teilnehmen. Dabei gelang es ihm einen neuen Rundenrekord aufzustellen.[1] 2009 startete Bortolotti in der wiederbelebten Formel 2. Mit einem Sieg, den der Italiener beim zweiten Lauf in Brünn einfuhr, belegte er am Saisonende den vierten Gesamtrang. Außerdem nahm er als Gastfahrer an einem Rennwochenende der Formel-3-Euroserie teil und kam als Dritter beim Sonntagsrennen ins Ziel. 2010 wechselte Bortolotti zum Addax Team in die neugegründete GP3-Serie.[2] Nachdem er nur bei einigen Rennen in die Punkte fahren konnte, beendete er das letzte Rennen der Saison auf dem zweiten Platz. Im Gesamtklassement wurde er Elfter. Außerdem war er in diesem Jahr Mitglied im Nachwuchsprogramm von Ferrari.[2][3] 2011 kehrte Bortolotti in die Formel 2 zurück. Er gewann auf Anhieb und auf dem Nürburgring sowie in Barcelona gelang es ihm sogar, beide Rennen für sich zu entscheiden, beide Pole-Position zu holen sowie jeweils die schnellste Runde zu erzielen. Bortolotti kam immer unter den ersten sechs Piloten ins Ziel. Bei seinem Heimrennen in Monza sicherte er sich mit einem Sieg vorzeitig den Formel-2-Meistertitel. Insgesamt erzielte er in diesem Jahr 7 Siege und 14 Podest-Platzierungen aus 16 Rennen. Als Preis für den Titelgewinn erhielt er die Möglichkeit, für Williams an Formel-1-Testfahrten teilzunehmen.[4]

Persönliches[Bearbeiten]

Bortolottis Eltern betreiben einen Eissalon in Wien, weshalb er viel Zeit in Österreich verbracht hat.[5]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

Einzelergebnisse in der GP3-Serie[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Punkte Rang
2010 Addax Team SpanienSpanien ESP TurkeiTürkei TUR SpanienSpanien ESP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR DeutschlandDeutschland GER UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA 16 11.
16 DNF 25 12 18 10 8 13 6 4 11 8 DNF 14 5 2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Bortolotti: „Die Formel 1 ist das Ziel““ (Motorsport-total.com am 2. Dezember 2008)
  2. a b „Ferrari beruft weitere Piloten ins Nachwuchsprogramm“ (Motorsport-Total.com am 5. März 2010)
  3. „Ferrari-Fahrerakademie feiert Geburtstag“ (Motorsport-Total.com am 15. Dezember 2010)
  4. „Bortolotti: ‚Hätte schneller fahren können‘“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2011)
  5. „Bortolotti-Kolumne: Wiener Blut in der Formel 2“ (Motorsport-Total.com am 8. Juli 2011)

Weblinks[Bearbeiten]