Mirko Englich

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Mirko Englich (* 28. August 1978 in Witten) ist ein deutscher Ringer, der vornehmlich im griechisch-römischen Stil kämpft. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann er die Silbermedaille.

Leben[Bearbeiten]

Seit dem Rückzug seines Stammvereins KSV Witten 07 aus der Ringer-Bundesliga im Jahr 2009 kämpfte Englich für den 1. Luckenwalder Sportclub in der 1. Bundesliga. 2013 kehrte er nach Witten zurück. Bei Einzelmeisterschaften war er für den RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) aktiv. Von 2007 bis 2009 absolvierte er an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt/ Brandenburg eine Ausbildung zum Feuerwehrmann. Diese spezielle Ausbildung ließ die Karriere im Hochleistungssport zu. Heute ist er dort als Lehrender tätig.

Englich wurde 1985 im Rahmen des Landesprogrammes „Talentsichtung und -förderung NRW“ in Witten für den Ringkampfsport entdeckt. Bei seiner ersten Deutschen Jugendmeisterschaft 1991 gewann er die Silbermedaille, von 1992 bis 1998 dann in Folge jeweils die Meistertitel der C-, B- und A-Jugend- sowie der Juniorenklasse Gewichtsklassen (38 bis 90 kg).

Den ersten Titel bei den Männern konnte er 1998 bei der Deutschen Meisterschaft in Witten erringen (90 kg), weitere dann in den Jahren 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2007 und 2010 (96 kg).

Seine internationale Karriere begann 1993, als er bei den „Cadetten-Weltmeisterschaften“ den 6. Platz belegte (Gewichtsklasse 51 kg). Die größten Erfolge sind zwei Vize-Europameisterschaften in der 96-kg-Klasse (griechisch-römischer Stil) 2003 in Belgrad und 2008 in Tampere (Finnland), die Junioren-Europameisterschaft 1998 (90 kg, Goldmedaille in Tirana) und der Titel bei der Militär-Weltmeisterschaft 2003 in Istanbul. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann Englich die Silbermedaille im griechisch-römischen Stil bis 96 kg.[1]

Weitere erfolgreiche internationale Stationen waren die Olympischen Spiele in Athen 2004 (11. Platz), die Weltmeisterschaften 2002 (8.), 2003 (10.), 2005 (5.) und 2010 (11.), die Europameisterschaften der Männer 2001 (9.) und 2010 (5.) sowie die Grand Prix von Deutschland 2005 (3.), 2007 und 2010 (jeweils 2.). Zu den herausragenden Ereignissen gehört das Olympische Qualifikationsturnier 2008 in Novi Sad (Serbien), wo er sich mit seinem Erfolg in der letzten Begegnung den 3. Platz und damit den letzten Startplatz für die Olympischen Spiele in Peking sicherte.

Den Einstand in der Ringer-Bundesliga gab er im November 1992, als er mit 14 Jahren in der 48 kg-Klasse gegen den Schifferstädter Stefan Gartmann mit 3:9 verlor. Es folgten in der Saison weitere Begegnungen in der 48- und 52 kg-Klasse, u. a. gegen Freddy und Markus Scherer, Frank Heinzelbecker, Rosario Schmitt oder André Zoschke. Nach zwei Jahren in der Oberligamannschaft des KSV Witten 07 wechselte er zum AC Köln-Mülheim, wo er zwei Jahre in der 2. Bundesliga aktiv war. Anschließend folgte ein Jahr in der 1. Liga beim KSK Konkordia Neuss, ehe er 1999 zum KSV Witten zurückkehrte, für den er bis 2009 in der kämpfte.

2008 wurde Mirko Englich mit dem Hermann-Weingärtner-Preis der Stadt Frankfurt (Oder) geehrt. In diesem Jahr wurde er außerdem zu Deutschlands Ringer des Jahres gewählt.[2]

Mirko Englich wurde von den Trainern Frank Bartel, Andreas Ehnert, Bodo Lukowski , Günter Reichelt, Jörn Levermann und Maik Bullmann trainiert.

Bei seiner letzten Deutschen Meisterschaft 2014 erkämpfte Englich die Bronzemedaille.

Er ist mit der Ringerin Yvonne Englich verheiratet und hat zwei Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mirko Englich gewinnt Silber im Ringen Focus online, 14. August 2008, abgerufen am 7. Dezember 2013.
  2. Gerhard's Ringerdatenbank abgerufen am 7. Dezember 2013.