Misan Haldin

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Basketballspieler
Misan Haldin
Spielerinformationen
Voller Name Eyinmisan Edward
Ogharanemeye Haldin
Geburtstag 7. Juli 1982
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 192 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
NBA Draft undrafted (2004)
Vereine als Aktiver
1998–2001 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde
2000–2001 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
2001–2002 GriechenlandGriechenland Olympiakos Piräus
2002–2003 ItalienItalien Snaidero Udine
2003–2004 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher Basketball Club
2004–2005 ItalienItalien Sedima Roseto
2005 0 000 ItalienItalien Vertical Vision Cantù
2006–2007 ItalienItalien Premiata Montegranaro
2007–2008 DeutschlandDeutschland Köln 99ers
2008–2009 ItalienItalien Pallacanestro Varese
2010–2011 DeutschlandDeutschland DBV Charlottenburg
2011–2012 DeutschlandDeutschland LTi Gießen 46ers
Nationalmannschaft1
2002–2007 Deutschland 69 Spiele
1Stand: 4. Juli 2009
Medaillenspiegel
Basketball (Männer)
DeutschlandDeutschland Deutschland
Weltmeisterschaft
Bronze 2002 Vereinigte Staaten Deutschland
Europameisterschaft
Silber 2005 Serbien und Montenegro Deutschland

Eyinmisan Edward Ogharanemeye Haldin (* 7. Juli 1982 in Berlin) ist ein deutscher Basketballspieler. Der Sohn eines nigerianischen Vaters und einer finnischen Mutter spielte neben einer Spielzeit in Griechenland und Stationen in Deutschland insbesondere für italienische Vereine. Im Januar 2012 entschlossen sich Haldin und seine Geschwister, von denen seine Schwester Roli-Ann Haldin ebenfalls eine deutsche Nationalspielerin in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Damen gewesen ist, den Familiennamen ihrer Mutter anzunehmen, nachdem sie zuvor ihre größten Erfolge unter dem Familiennamen ihres Vaters Nikagbatse gefeiert hatten.[1]

Karriere[Bearbeiten]

Haldin entstammt dem Farmteam von Alba Berlin, TuS Lichterfelde. Beim TuSLi machte er seine ersten Spiele im Seniorenbereich und erreichte mit der Mannschaft 2000 die sportliche Qualifikation für die erste Basketball-Bundesliga. Beim Albert-Schweitzer-Turnier 2000 hatte er mit der deutschen Jugendnationalmannschaft einen starken Auftritt, der ihn auch für ausländische Vereine interessant machte. Obwohl er mit Alba einen Fünfjahresvertrag geschlossen hatte, verlangte er die Auflösung des Vertrages, um in Italien zu spielen. Nachdem sich Alba nicht auf die Ablösemodalitäten mit den Interessenten einigen konnte, sorgte zudem eine Knieverletzung bei Haldin dafür, dass er praktisch eine Saison komplett ausfiel.[2]

In der Saison 2001/02 wurde er dann schließlich vom griechischen Spitzenklub Olympiakos Piräus unter Vertrag genommen. Mit dem Verein aus Piräus konnte er 2002 den Pokalsieg feiern und die Vizemeisterschaft erringen. Während der folgenden Saison wechselte er nach wenigen Spielen für Piräus nach Italien. In Udine bekam er deutlich mehr Spielzeit. In der Saison 2003/04 kehrte er nach Deutschland und spielte für den MBC aus Weißenfels. Mit dem MBC konnte er die FIBA EuroCup Challenge gewinnen. Im Anschluss machte er sich große Hoffnungen auf eine Verpflichtung durch einen NBA-Klub, welche sich nicht erfüllten.[3] Nach der Insolvenz des MBC spielte er in der folgenden Saison wieder in Italien, diesmal in Roseto degli Abruzzi. Mit Roseto Basket konnte er die Play-Offs um die italienische Meisterschaft erreichen, wo man im Viertelfinale ausschied. In der folgenden Saison war er zunächst für 12 Spiele bei Pallacanestro Cantù aktiv, deren größte Erfolge in den 80er Jahren mit zwei Titeln im Europapokal der Landesmeister lagen. Zu Beginn des Jahres 2006 wechselte er zu den Sutor Baskets aus Montegranaro in die zweite italienische Liga und stieg mit dem Verein in die Lega Basket Serie A auf. In der Spielzeit 2006/07 verpasste er mit dem Aufsteiger die Play-Offs um die Meisterschaft nur knapp.

2007 kehrte Haldin schließlich wiederum nach Deutschland zurück und spielte in Köln. Wie bei seiner Spielzeit für den MBC war die Saison in Köln von finanziellen Problemen überschattet, die im Januar 2008 zur Auflösung einer Vielzahl von Verträgen mit Spitzenspielern wie Immanuel McElroy und Aleksander Nadjfeji führten. Bei Haldin scheiterte ein Wechsel zu einem anderen Verein. Statt dessen wurde er positiv auf THC getestet und nur wegen einer aktuellen Verletzung nicht wegen Dopings gesperrt.[4] Dies hatte zur Folge, dass er von der Nachfolgegesellschaft der Köln 99ers nicht mehr unter Vertrag genommen wurde. Er kehrte erneute nach Italien zurück und half Pallacanestro Varese, fünffacher Europapokalsieger der 70er Jahre, in der Saison 2008/09 zur Meisterschaft in der LegaDue und zur Rückkehr in die oberste italienische Spielklasse. Nach Verletzungsproblemen machte er einen Neuanfang in seiner Heimatstadt in der 2. Regionalliga beim DBV Charlottenburg, dem Nachfolgeverein des ehemaligen Bundesligisten DTV Charlottenburg, der ebenfalls ein Vorgängerverein von Alba Berlin war.[5] Nach einem Jahr verließ er den Verein und schloss sich zur Saison 2011/12 den LTi Gießen 46ers an. Am 20. Februar 2012 wurde er dort freigestellt. Trainer Björn Harmsen begründete die Maßnahme mit einem im Vergleich zum Gesamtkader unzureichenden Einsatz für den Klassenerhalt[6].

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Haldin nahm mit der deutschen Basketballnationalmannschaft unter seinem ursprünglichen Familiennamen Nikagbatse an drei Endrunden teil. Dabei konnte er bei der WM 2002 die Bronzemedaille erringen. Nach einer enttäuschenden EM 2003 konnte er mit der Mannschaft bei der EM 2005 das Finale erreichen, wo sich die Mannschaft gegen Griechenland geschlagen geben musste.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikagbatse ändert Namen. Sport1, 18. Januar 2012, abgerufen am 10. Februar 2012.
  2. Dino Reisner: Basketball-Profi Nikagbatse: „Viele werden sich wundern“. Die Welt, 18. Oktober 2001, abgerufen am 28. März 2010.
  3. Martin Geissler: Nikagbatse mit Wahnsinns-Spiel beim NBA Pre-Draft-Camp. Schoenen-Dunk.de, 23. April 2004, abgerufen am 28. März 2010 (Pressemitteilung Mitteldeutscher Basketball Club von Martin Geissler).
  4. Maike Westphal: Basketball: Kiffer unterm Korb. Der Tagesspiegel, 28. Mai 2008, abgerufen am 18. Mai 2012.
  5. Peter Bieg: Misan Nikagbatse in der 2. Regionalliga. Crossover-Online.de, 18. November 2010, abgerufen am 20. Februar 2011.
  6. Lti Gießen 46ers: Haldin und McCullough verlassen LTi 46ers. giessen46ers.de, 20. Februar 2012, abgerufen am 20. Februar 2012.