Mischwald

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Herbst im Mischwald

Mischwald ist ein vorwiegend umgangssprachlicher Begriff, der Wälder bezeichnet, in denen Laub- und Nadelbäume gemeinsam vorkommen. Aus ökologischer Sicht ist Voraussetzung, dass jede Baumart ausreichend vorhanden ist, um eine artspezifische Rolle im Ökosystem zu übernehmen. Die Forsteinrichtung spricht von Mischbeständen, sobald die Beimischung mindestens 5 % beträgt. Geringere Beimischungen werden als ökologisch unbedeutend betrachtet und somit nicht berücksichtigt.

Mischwälder können unterteilt werden in Laubmischwälder, in denen vorwiegend oder ausschließlich verschiedene Laubbaumarten vorkommen, und in Nadelmischwälder, in denen vorwiegend oder ausschließlich verschiedene Nadelbaumarten vorkommen.

In Forstwissenschaft und Vegetationskunde findet die Bezeichnung Mischwald ohne weitere Zusätze nur sehr selten Verwendung. Stattdessen werden exaktere Begriffe wie beispielsweise Stieleichen-Hainbuchen-Wald oder Erlen-Eschen-Auwald benutzt (siehe auch Waldgesellschaften Mitteleuropas).

Der Begriff Mischbestand wird als Unterschied zum Reinbestand verwendet. Hier wird keine Unterscheidung zwischen Laub- und Nadelgehölzen vorgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Mixed forests – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Mischwald – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen