Miserere (Liturgie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Psalm 51 und Miserere (Liturgie) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. FordPrefect42 (Diskussion) 22:56, 6. Apr. 2015 (CEST)

Miserere ist die Bezeichnung für den 51. Psalm (Ps 50 Vul der Bibel in der Zählung der Septuaginta und der Vulgata), der als Bußgebet in der Liturgie verwendet wird. Der Name kommt von den lateinischen Anfangsworten (Vulgata): Miserere mei Deus secundum magnam misericordiam tuam – „Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen“.

In der Karwoche wurde der Psalm in den Karmetten als erster Psalm der Laudes gesungen. Berühmte Vertonungen stammen von Orlando di Lasso, Giovanni Pierluigi da Palestrina, E. T. A. Hoffmann und Gregorio Allegri. Letztere, Allegris doppelchöriges Miserere, ist nicht zuletzt dadurch bekannt geworden, dass Wolfgang Amadeus Mozart deren vom Vatikan geheim gehaltene (neunstimmige) Partitur 1770 nach nur einmaligem Anhören des Werks aus dem Gedächtnis fehlerfrei niederschreiben konnte.

Der Text des protestantischen Chorals „Erbarm dich mein o Herre Gott“ ist eine deutsche Nachdichtung dieses Psalms von Erhard Hegenwald aus dem Jahr 1524. Das Lied war seinerseits Vorlage für Kompositionen, unter anderem von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und Heinrich Scheidemann.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Miserere – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen