Misgav-Ladach-Methode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Misgav-Ladach-Methode bezeichnet man eine Kaiserschnitt-Technik, die im Vergleich zu den herkömmlichen Techniken als schonender gilt. Die Methode ist nach dem Misgav-Ladach-Krankenhaus in Jerusalem/Israel benannt, in dem sie entwickelt wurde. Es erfolgt zunächst ein querverlaufender Bauchschnitt an der Schamhaargrenze. Im Gegensatz zu anderen Methoden erfolgt die Eröffnung der weiteren Bauchschichten anschließend möglichst stumpf durch Reißen und Dehnen und nicht durch Schnitt mittels Schere oder Skalpell. Nach der Entbindung des Kindes erfolgt der Verschluss der Bauchschichten in vereinfachter Weise: Der Schnitt der Gebärmutter wird einreihig genäht, anschließend werden die Bauchfaszie und die Haut genäht. Das Bauchfell und die Bauchmuskulatur werden nicht verschlossen.

Der Vorteil dieser Technik liegt in einer Verkürzung der Operationszeit und einer Reduktion des Nahtmaterials. Weiterhin gilt der postoperative Verlauf als unkomplizierter und die Verweildauer kann reduziert werden.

Quellen[Bearbeiten]

  • E. A. Joura und P. Husslein: Eine kritische Bewertung der Sektiotechnik nach Misgav-Ladach. In: Der Gynäkologe 33, 2000, S. 298–302. DOI 10.1007/s001290050549
  • Hofmeyr GJ, Mathai M, Shah A, Novikova N: Techniques for caesarean section. Cochrane Database Syst Rev. 2008 Jan 23;(1):CD004662. Review. PMID 18254057
  • Hagen A., e.a.: Kann die „sanfte Sektio“ nach Misgav Ladach für die Klinikroutine empfohlen werden?. In: GebFra Thema: Posterpräsentationen Pränatal- und Geburtsmedizin Peripartale Betreuung (P3.06.12), Georg Thieme Verlag, Stuttgart, hier online
Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!