Mission des Nations Unies pour la stabilisation en Haïti

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MINUSTAH
Einsatzgebiet Haiti
Deutsche Bezeichnung Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti
Englische Bezeichnung United Nations Stabilization Mission in Haiti
Französische Bezeichnung Mission des Nations Unies pour la stabilisation en Haïti
Spanische Bezeichnung Misión de Estabilización de las Naciones Unidas en Haití
Basierend auf UN-Resolution 1542 (30. April 2004)
Weitere UN-Resolutionen 1576 (29. November 2004)
1601 (31. Mai 2005)
1608 (22. Juni 2005)
1658 (14. Februar 2006)
1702 (15. August 2006)
1743 (15. Februar 2007)
1780 (15. Oktober 2007)
1840 (14. Oktober 2008)
1892 (13. Oktober 2009)
1908 (19. Januar 2010)
Art der Mission Friedensmission
Beginn 1. Juni 2004
Ende andauernd
Leitung bis 12. Januar 2010: Hédi Annabi† (Tunesien); amtierend seit 14. Januar 2010: Edmond Mulet (Guatemala)
Einsatzstärke (max.) ca. 12.650
Militär aus ArgentinienArgentinien BolivienBolivien BrasilienBrasilien ChileChile EcuadorEcuador FrankreichFrankreich GuatemalaGuatemala JordanienJordanien KanadaKanada MarokkoMarokko NepalNepal PakistanPakistan ParaguayParaguay PeruPeru PhilippinenPhilippinen Sri LankaSri Lanka UruguayUruguay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Polizei aus AgyptenÄgypten ArgentinienArgentinien BeninBenin BrasilienBrasilien Burkina FasoBurkina Faso ChileChile China VolksrepublikChina KroatienKroatien El SalvadorEl Salvador FrankreichFrankreich GrenadaGrenada GuineaGuinea JemenJemen JordanienJordanien KamerunKamerun KanadaKanada KolumbienKolumbien MadagaskarMadagaskar MaliMali MauritiusMauritius NepalNepal NigerNiger NigeriaNigeria PakistanPakistan PhilippinenPhilippinen RuandaRuanda RumänienRumänien RusslandRussland SenegalSenegal Sierra LeoneSierra Leone SpanienSpanien TogoTogo TschadTschad TurkeiTürkei UruguayUruguay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten VanuatuVanuatu
Todesfälle 84 bestätigt (Stand: 29. Januar 2010)[1]
Lage des Einsatzgebietes

Die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (französisch Mission des Nations Unies pour la stabilisation en Haïti, MINUSTAH) ist eine Friedensmission der Vereinten Nationen in Haiti. Mit seiner Resolution 1542 vom 30. April 2004 schuf der UN-Sicherheitsrat die Mission als Maßnahme gegen die von Haiti ausgehende Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit in der Region.[2] MINUSTAH nahm zum 1. Juni 2004 die Arbeit auf. Das Mandat wurde mehrfach verlängert, zuletzt durch Resolution 1892 vom 13. Oktober 2009 bis zum 15. Oktober 2010.[3] 57 Missionsangehörige kamen bis zum 12. Januar 2010 in Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben, davon 37 Soldaten, sieben Polizeibeamte sowie acht internationale und fünf einheimische zivile Mitarbeiter.[4]. Die Zahl der durch das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 getöteten Missionsangehörigen steht noch nicht fest, bis zum 29. Januar waren 84 Todesfälle, darunter mindestens drei Deutsche, und 30 Verletzte offiziell bestätigt; 44 zivile Mitarbeiter bleiben vermisst.[5][6]

Führung[Bearbeiten]

Das Hauptquartier von MINUSTAH befand sich bis zu dem Erdbeben im Christopher Hotel in Port-au-Prince. Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs und Leiter der Mission war Hédi Annabi aus Tunesien. Annabi und sein Erster Stellvertreter Luiz Carlos da Costa aus Brasilien starben in den Trümmern des Gebäudes, wie auch der Leiter der UN-Polizeieinheiten, Doug Coates von der Royal Canadian Mounted Police[7] sowie Dutzende weiterer Mitarbeiter, Soldaten und Polizisten.

Am 14. Januar 2010 entsandte die Führung der UN-Friedenseinsätze in New York den Beigeordneten Generalsekretär für Friedenseinsätze, Edmond Mulet, und den Beigeordneten Generalsekretär für Einsatzunterstützung, Anthony Banbury, um vorübergehend die Führung der Mission zu übernehmen. Die stellvertretende Sondergesandte Kim Bolduc blieb unverletzt und dient weiterhin als humanitäre und entwicklungspolitische Koordinatorin sowie UNDP-Vertreterin.

Kommandeur der MINUSTAH-Blauhelmtruppen ist nach dem brasilianischen Generalmajor Floriano Peixoto Vieira Neto seit dem 11. März 2010 der ebenfalls brasilianische Generalmajor Luiz Guilhermo Paul Cruz;[8] Chef der UN-Polizei ist Mamadou Mountaga Diallo aus Guinea.

Einsatzstärke[Bearbeiten]

Eingesetzt waren zu Beginn von MINUSTAH bis zu 6.700 Militärangehörige, rund 1.600 Polizeibeamte und ein ziviler Stab, bestehend aus knapp 550 internationalen Mitarbeitern, rund 150 Freiwilligen der Vereinten Nationen sowie fast 1.000 Ortskräften. Mit der Resolution 1608 vom 22. Juni 2005 wurde die Zahl der Militärs auf 7.500 und die der Polizeiangehörigen auf knapp 1.900 erhöht. Am 15. August 2006 beschloss der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 1702 rund 50 zusätzliche Polizeibeamte einzusetzen und reduzierte die Anzahl der Militärangehörigen wieder auf 7.200. Ferner wurden 16 Beamte der Mitgliedsstaaten zur Fehlerkorrektur bewilligt. Seit dem 31. Januar 2007 waren insgesamt 8.550 Uniformierte im Einsatz, davon knapp 6.800 Militärs und fast 1.770 Polizeibedienstete. Der zivile Unterstützungsstab bemisst sich auf 432 internationale und 642 ortsansässige zivile Mitarbeiter sowie 166 Freiwillige der Vereinten Nationen.

Nach dem verheerenden Erdbeben beschloss der Sicherheitsrat die Aufstockung der Mission um 2.000 Soldaten und 1.500 Polizisten auf einen Gesamtumfang von ca. 12.650 Personen.[9]

Internationale Beteiligung[Bearbeiten]

Truppensteller der militärischen Komponente von MINUSTAH sind Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Frankreich, Guatemala, Jordanien, Kanada, Korea, Nepal, Paraguay, Peru, Philippinen, Sri Lanka, Uruguay und die U.S.A..

Die Polizeibediensteten der Mission werden durch Ägypten, Argentinien, Bangladesch, Benin, Brasilien, Burkina Faso, Chile, China, Cote d'Ivoire, El Salvador, Frankreich, Guinea, Indien, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kanada, Kroatien, Kolumbien, Madagaskar, Mali, Nepal, Niger, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Ruanda, Rumänien, Russland, Schweiz, Senegal, Serbien, Spanien, Sri Lanka, Togo, Tschad, Türkei, die U.S.A. und die Zentralafrikanische Republik gestellt.

Vorausgegangene UN-Missionen in Haiti[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mission des Nations Unies pour la stabilisation en Haïti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UN death toll from Haitian earthquake climbs to 84 (Englisch), United Nations. 29. Januar 2010. 
  2. UN Security Council Resolution 1542 (2004) (Englisch) Vereinte Nationen. Abgerufen am 29. Januar 2010.
  3. UN Security Council Resolution 1892 (2009) (Englisch) Vereinte Nationen. Abgerufen am 29. Januar 2010.
  4. MINUSTAH Facts and Figures (Englisch) Abgerufen am 29. Januar 2010.
  5. UN death toll from Haitian earthquake climbs to 84 (Englisch), United Nations. 29. Januar 2010. 
  6. Confirmed UN Peacekeeping Fatalities of 12 January 2010 (Englisch) Vereinte Nationen. Abgerufen am 29. Januar 2010.
  7. Ban mourns deaths of top UN officials in Haiti quake (Englisch) Vereinte Nationen. 16. Januar 2010. Abgerufen am 17. Januar 2010.
  8. http://www.un.org/News/Press/docs//2010/sga1225.doc.htm
  9. Security Council authorizes 3,500 more UN peacekeepers for Haiti (Englisch) United Nations. 19. Januar 2010. Abgerufen am 19. Januar 2010.