Mississippi (Bundesstaat)

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Mississippi
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Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Jackson
Staatsmotto: Virtute et armis
(lat.: mit Tugend und Waffen)
Fläche: 125.443 km²
Einwohner: 2.984.926(Schätzung 2012)[1] (24/km²)
Mitglied seit: 10. Dezember 1817
Zeitzone: Central: UTC−6/−5
Höchster Punkt: 246 m (Woodall Mountain)
Durchsch. Höhe: 91 m
Tiefster Punkt: 0 m Golf von Mexiko
Gouverneur: Phil Bryant (R)
Post / Amt / ISO MS / MS / US-MS
Karte von Mississippi (Bundesstaat)
Karte von Mississippi (Bundesstaat)

Mississippi (engl. Aussprache [ˌmɪsɪˈsɪpi]) ist ein Bundesstaat in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er zählt zu den Südstaaten und hat knapp drei Millionen Einwohner auf einer Fläche von 125.443 km². Die Hauptstadt von Mississippi ist Jackson.

Der Staat hat seinen Namen vom Mississippi River, der mit dem indianischen Wort für „großer Fluss“ bezeichnet ist. Der Beiname Mississippis ist „Magnolia State“ – Magnolienstaat.

Geografie[Bearbeiten]

Mississippi liegt östlich des gleichnamigen Flusses an dessen Unterlauf. Das Gebiet ist größtenteils flach mit einigen niedrigen Erhebungen im äußersten Nordosten. Im Süden hat der Staat eine schmale Küste zum Golf von Mexiko. Mississippi grenzt an die US-Bundesstaaten Tennessee im Norden, Alabama im Osten, und auf der westlichen Seite des Flusses Mississippi liegen Arkansas und Louisiana.

Das Staatsgebiet hat Anteil an zwei Tiefländern (der Flussebene des Mississippi River und der Küstenebene am Golf von Mexiko) und umfasst zudem eine Hügellandschaft im Nordosten des Staates. Neben dem dominierenden Fluss, dem Mississippi, ist auch einer seiner Zuflüsse, der Yazoo River, von gewisser Bedeutung.

Gliederung[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Mississippi kann in die subtropische Zone eingeordnet werden, mit milden Wintern und sehr warmen Sommern. Im Sommer ist die Niederschlagsmenge größer als im Winter. Für bleibenden Schnee ist es im Winter (9 °C bis 18 °C) zu warm.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Census Einwohner ± in %
1800 7600
1810 31.306 300 %
1820 75.448 100 %
1830 136.621 80 %
1840 375.651 200 %
1850 606.526 60 %
1860 791.305 30 %
1870 827.922 5 %
1880 1.131.597 40 %
1890 1.289.600 10 %
1900 1.551.270 20 %
1910 1.797.114 20 %
1920 1.790.618 -0,4 %
1930 2.009.821 10 %
1940 2.183.796 9 %
1950 2.178.914 -0,2 %
1960 2.178.141 -0,04 %
1970 2.216.912 2 %
1980 2.520.638 10 %
1990 2.573.216 2 %
2000 2.844.658 10 %
2010 2.967.297 4 %
Vor 1900[2]

1900–1990[3] 2000 + 2010[4]

Mississippi hat 2.910.540 Einwohner (Stand: Census 1. Juli 2006), davon sind 60,1 Prozent Weiße, 37,4 Prozent Schwarze und Afroamerikaner, 0,4 Prozent Indianer, 0,8 Prozent Asiaten, 1,6 Prozent Hispanics.[5]

Die Lebensbedingungen der Einwohner von Mississippi sind im Vergleich zu anderen Bundesstaaten eher schlecht. In den Bereichen Armut, Zugang zu guter gesundheitlicher Versorgung, Bildung und Lebenserwartung belegte der Bundesstaat 2009 den schlechtesten Platz innerhalb der Vereinigten Staaten. Einer von fünf Menschen lebt von weniger als 22.000 US-Dollar im Jahr und damit unterhalb der nationalen Armutsgrenze. In einigen Countys leben bis zu 48 Prozent der Bevölkerung unterhalb dieser Armutsgrenze.[6]

Religionen[Bearbeiten]

Die wichtigsten Religionsgemeinschaften im Jahr 2000:[7]

Es gibt viele andere, vor allem protestantisch geprägte Konfessionen.

Größte Städte[Bearbeiten]

Liste der Ortschaften in Mississippi
Pascagoula (Mississippi) Columbus (Mississippi) Vicksburg (Mississippi) Starkville Ridgeland (Mississippi) Madison (Mississippi) Pearl (Mississippi) Clinton (Mississippi) Horn Lake Olive Branch Greenville (Mississippi) Tupelo (Mississippi) Meridian (Mississippi) Biloxi (Mississippi) Hattiesburg Southaven Gulfport (Mississippi) Jackson (Mississippi)

Geschichte[Bearbeiten]

Fischerboote in Biloxi

Traditionell wurde das Gebiet des heutigen Mississippi von Natchez, Caddo und Chickasaw bewohnt. Die ersten Europäer, die das Gebiet betraten, waren die Expeditionsteilnehmer mit Hernando de Soto. Die erste europäische Ansiedlung war französisch und in der Gegend von Biloxi.

18. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ausgehend von New Orleans stießen die französischen Kolonisten weiter ins Territorium des heutigen Staates vor. Dabei kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Natchez. 1729 schließlich kam es zu einer militärischen Konfrontation, in deren Folge die Natchez fast ausgerottet wurden, die Franzosen aber das Staatsgebiet ebenfalls verließen.

1763 kam das Gebiet östlich des Mississippi River an Großbritannien. Die südliche Gegend profitierte ökonomisch noch stark von den Franzosen in New Orleans. Sie brachten ebenso die Holzindustrie in die Gegend wie Viehzucht, viele Früchte, Reis, Tabak, Indigo und eine bestimmte wertvolle Baumwollart, die ursprünglich aus Siam stammte. Aus ihren karibischen Kolonien brachten die Franzosen auch das Plantagensystem mit Sklavenarbeit ins Land.

Größere Siedlerzahlen kamen aber erst mit den Briten nach Mississippi. Zuerst bekamen Veteranen des Franzosen- und Indianerkriegs dort Land zugesprochen. Es handelte sich also von Anfang an um eine Migration aus wirtschaftlichen Gründen von Menschen mit einem größtenteils mittelständischen Hintergrund. Die Siedler gründeten als erste Stadt Natchez. Infolge des von den Siedlern in Mississippi größtenteils abgelehnten Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges fiel das Gebiet an Spanien. Die spanische Krone wollte ihren Einfluss sichern und gewährte den Siedlern der Gegend deshalb viele Privilegien: Steuerfreiheit, einen festen hohen Preis für angebauten Tabak und eine großzügige Landvergabe an Neusiedler. Die Siedler reagierten darauf, indem sie erstmals nennenswerte Mengen an Sklaven anschafften und sich gleichzeitig im Vertrauen auf die hohen Tabakpreise verschuldeten.

Als die Tabaksubventionen schließlich eingestellt wurden, sahen sich die meisten Siedler von plötzlicher Armut bedroht. Erst nach diversen Experimenten kamen sie darauf, im großen Stil Baumwolle anzubauen, die schließlich zur bestimmenden Ertragsbasis der Südstaatenökonomie werden sollte. Begünstigt wurde der Erfolg zum einen durch die Erfindung der Egreniermaschine durch Eli Whitney, zum anderen durch schwere Sklavenaufstände und Rassenunruhen, die den primären Produzenten der damaligen Zeit, Santo Domingo lähmten. Um 1800 hatten die meisten Plantagen im südlichen Mississippi auf Baumwolle umgestellt.

Präsident Andrew Jackson vertrieb die Muskogee, die Chickasaw und die Choctaw, die noch im Staat lebten. Auch im Norden und Osten Mississippis wurden auf diese Weise große Flächen zur Besiedlung durch Europäer frei. Fast alle Siedler waren bereits vorher in den USA angesiedelt; sie hofften in Mississippi auf ein wirtschaftliches Weiterkommen durch freies und sehr fruchtbares Land im Staat sowie durch die Anbindung an den Mississippi River und damit auch an die europäischen Märkte.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der Staat Mississippi wurde am 10. Dezember 1817 als 20. Staat in die Union aufgenommen. Vor dem Bürgerkrieg war Mississippi der größte Produzent von Baumwolle in den USA.

Als Folge der gewaltsamen Indianer-Vertreibung erlebte Mississippi in den 1830er Jahren einen Wirtschaftsboom. Dieser Aufschwung wurde zusätzlich noch durch den schuldenfinanzierten Ausbau der Verkehrswege befördert. 1840 war die Staatsverschuldung Mississippi daher deutlich angestiegen. Auch wenn die Schuldenstandsquote von 16 Prozent der Wirtschaftsleistung deutlich niedriger lag als etwa in Florida mit 77 Prozent, meldete Mississippi 1840 infolge der Wirtschaftskrise drei Jahre zuvor Staatsbankrott an und bediente seine Staatsanleihen nicht weiter.

Am 9. Januar 1861 sagte sich Mississippi als zweiter Staat nach South Carolina von der Union los. Jefferson Davis, der Präsident der Konföderierten Staaten von Amerika, war Bürger Mississippis. Bis heute spielt dieser Teil der Geschichte eine wichtige Rolle in der Selbstwahrnehmung. In Mississippi fand 1863 die Schlacht um Vicksburg statt. In Vicksburg, das sich am 4. Juli den Unionstruppen ergeben musste, wurde der Unabhängigkeitstag bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg von den meisten Einwohnern und von einigen bis heute nicht gefeiert. Erwähnenswert ist, dass Mississippi den 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, mit dem die Sklaverei in allen amerikanischen Bundesstaaten abgeschafft wurde, 1865 ablehnte. Diese Ratifizierung wurde erst 1995 nachgeholt. Wegen eines Formfehlers war die Sklaverei aber offiziell noch bis Februar 2013 in Kraft.[8] Die Staatsflagge enthält als einziger US-Bundesstaat die Kriegsflagge der Konföderierten Staaten von Amerika.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Missippi war im 20. Jahrhundert Schauplatz von Rassenunruhen. Zahlreiche Schwarze wurden gelyncht, ohne dass die Täter dafür belangt wurden. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen und der fehlenden rechtlichen Sicherheit wanderten viele Schwarze zwischen 1910 und 1970 in die Nordstaaten ab. Theodore G. Bilbo, zweimaliger Gouverneur des Staates (von 1916 bis 1920, von 1928 bis 1932) und von 1935 bis 1947 Senator des Bundesstaates Mississippi, war ein rabiater Verfechter der Überlegenheit der weißen Rasse und setzte sich unter anderem dafür ein, den Lynchmord zu legalisieren – allerdings ohne Erfolg. Ebenfalls äußerte er sich antisemitisch. 1956 wurde das Southern Manifesto aufgesetzt, ein Protestschreiben gegen die Rassenintegration, das auch von zahlreichen Politikern Mississippis unterschrieben wurde. Im Zusammenhang mit den Morden an drei Bürgerrechtlern fanden die Behörden weitere Leichen ermordeter Schwarzer in Neshoba County.[9] In diesem Zusammenhang weigerte sich der Gouverneur Mississippis, Paul B. Johnson junior, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, und verdächtigte die vermissten Aktivisten, irgendwo auf Kuba zu sein. 1962 kam es zu Unruhen, die als Ole Miss Riots bekannt wurden.[10]

1966 widerrief Mississippi als letzter Staat in den USA die Prohibition. Mississippi blieb aus Sicht der Kämpfer für die Gleichberechtigung einer der rückständigsten Staaten. Erst 1967 wurde Mississippi durch den Obersten Gerichtshof dazu gezwungen, als einer der letzten Staaten der USA das Verbot der Mischehen aufzuheben. Am 17. August 1969 traf der Hurrican Camille auf die Küste Mississippis und hinterließ 248 Tote und 1,5 Milliarden US-Dollar Schaden. Am 16. März 1995 stimmte Mississippi als letzter Bundesstaat der Vereinigten Staaten der Unterzeichnung des 13. Verfassungszusatzes zur Abschaffung der Sklaverei zu. Die offizielle Ratifizierung fand am 7. Februar 2013 statt. [11][12]

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ende August 2005 löste der Hurrikan Katrina enorme Zerstörungen aus, die noch über viele Jahre Folgen haben sollten.

Politik[Bearbeiten]

Der Staat Mississippi wird von vielen Ostküstenamerikanern als „The Lost South“ bezeichnet. Der Staat im tiefen Süden hat das geringste Pro-Kopf-Einkommen aller US-Bundesstaaten, allerdings auch die geringsten Lebenshaltungskosten. Der aktuelle (2013) Bericht des American Legislative Exchange Council zu den wirtschaftlichen Aussichten der Bundesstaaten sieht Mississippi auf Platz 10.[13] Mississippi gilt politisch wie auch gesellschaftlich als konservativ. Nach einer Umfrage des Gallup Organization ist Mississippi der konservativste aller US-Staaten. 50,5 % der Befragten bezeichneten sich als konservativ.[14] Eine Umfrage vor der Präsidentenwahl 2012 ergab, dass ca. 50 % der aktiven Wähler glaubten, Barack Obama sei ein Muslim.[15] Nach dessen Wiederwahl demonstrierten Studenten der Universität von Mississippi mit rassistischen Sprechchören gegen den alten und neuen Präsidenten.[16] 2012 wurde in Jackson die letzte Klinik geschlossen, die Abtreibungen erlaubte.[17] 2012 ergab eine Umfrage, dass 29 % der möglichen Wähler der Republikanischen Partei der Meinung sind, dass gemischtrassige Ehen verboten werden sollten.[18] Der Staat Mississippi schreibt in seiner Verfassung vor, dass jeder, der ein öffentliches Amt bekleide, an Gott glauben müsse,[19] jedoch hat dieses Gesetz faktisch keinen Bestand mehr. Eine Umfrage ergab, dass 66 % der Bürger Mississippis nicht an die Evolutionstheorie glauben.[20]

Der Staat Mississippi ist aber auch ein Land der Gegensätze. Hier gibt es immer noch wie vor 150 Jahren einen Agraradel, der nach wie vor riesige Plantagen sein Eigen nennt. Die ehemaligen afro-amerikanischen Landarbeiter, die mittlerweile von Maschinen ersetzt worden sind, leben größtenteils in extremer Armut. In Mississippi traten einige Demokraten, wie in den meisten anderen Südstaaten auch, teilweise bis in die 1980er Jahre offen für die Rassentrennung ein. Trotz der bis in die 1980er Jahre währenden Überlegenheit der Demokraten bei Gouverneurs- und Senatswahlen, gaben die Demokraten ihre führende Rolle bei Präsidentschaftswahlen bereits 1960 ab. John F. Kennedy entsprach damals nicht den Vorstellungen eines WASP. Außerdem galt er in Rassenfragen aus ihrer Sicht als zu gemäßigt. Daher gaben die Wahlmänner Mississippis ihre Stimmen im Electoral College geschlossen für Harry F. Byrd ab, einen demokratischen Senator aus Virginia, der zwar nicht kandidiert hatte, aber im Gegensatz zu Kennedy eindeutig auf der Rassentrennung bestand. Nach dieser Wahl gewann Jimmy Carter 1976 als letzter Demokrat in Mississippi; seitdem sind die Demokraten nur in Wahlbezirken mit schwarzer Bevölkerungsmehrheit (Bennie Thompson) oder durch quasi-republikanisches Wahlverhalten (Gene Taylor) punktuell erfolgreich gewesen.

Der Staat stellte bereits profilierte Republikaner im Kongress, etwa den langjährigen Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Trent Lott. Derzeit vertreten die beiden Republikaner Thad Cochran und Roger Wicker den Staat im Senat; im US-Repräsentantenhaus besteht die Delegation aus Mississippi im 112. Kongress aus drei Republikanern und einem Demokraten. Im Electoral College stellte Mississippi 2004 sechs Wahlmänner. Davor waren es 1960 acht und zwischen 1964 und 2000 sieben Wahlmänner.[21]

Gouverneure[Bearbeiten]

Kongress[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Die wichtigsten staatlichen Universitäten in Mississippi sind die Mississippi State University in Starkville, die University of Mississippi in Oxford sowie die University of Southern Mississippi in Hattiesburg.

Musik und Literatur[Bearbeiten]

Mehrere der bekanntesten Blues- und Rock-’n’-Roll-Künstler stammen ursprünglich aus Mississippi. Häufig gelang ihnen der Durchbruch in Städten, die zwar außerhalb Mississippis, jedoch unmittelbar hinter der Grenze des Bundesstaats liegen, so etwa in New Orleans/Louisiana oder in Memphis/Tennessee. Der bekannteste aus Mississippi stammende Interpret ist Elvis Presley.

Mississippi ist sehr ländlich geprägt, Kirchen (insbesondere fundamentalistisch-baptistische) spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Kultur. Mississippi ist die Heimat des Literaturnobelpreisträgers William Faulkner. Viele seiner Romane spielen in einem fiktiven Yoknapatawpha County, das im Hügelland von Mississippi liegt. Auch der in Arkansas geborene Bestsellerautor John Grisham lebt seit seiner Kindheit in Mississippi, viele seiner Geschichten spielen im fiktiven Ort Clanton im ebenfalls fiktiven Ford County, Mississippi.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Mississippi ist das wirtschaftliche Schlusslicht der USA. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei 24.062 Dollar (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 37.714 Dollar; nationaler Rangplatz: 50).[22]

Wichtige Wirtschaftszweige sind:

  • Anbau von Baumwolle, Mais, Weizen, Reis, Sojabohnen
  • Erdöl-, Erdgasförderung
  • Holzwirtschaft
  • Möbelindustrie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Papierindustrie
  • Rinderzucht

Glücksspiel[Bearbeiten]

Mississippi war der dritte Staat der USA, der das Glücksspiel im 20. Jahrhundert wieder zuließ. Seit 1990 entwickelte sich die nach Nevada zweitgrößte Glücksspielindustrie der USA, die sich in Biloxi konzentrierte, sich inzwischen aber die gesamte Golfküste entlang erstreckt. Im Jahr 1997 betreuten etwa 30.000 Angestellte in 29 Casinos 33.876 Spielautomaten und 1.370 Tischspiele. Mississippi kann dabei auf eine lange Erfahrung mit illegalem Glücksspiel zurückgreifen: seit den 1960ern betrieb die sogenannte Dixie Mafia bereits große und gut gehende Casinos, das Ausmaß illegalen Glücksspiels in Biloxi überstieg das von Atlantic City. Seit 1990 ist das Glücksspiel auf Schiffen legal. Die Schiffe müssen dafür an einem Kai festgemacht sein und selbsttätig schwimmen, echte Seetüchtigkeit hingegen ist nicht vonnöten. Den Schiffen ist es sogar verboten, sich loszumachen.[23] Hurrikan Katrina allerdings traf die Bootscasinos so schwer, dass sich die Industrie seitdem immer noch in einer Erholungsphase befindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.census.gov/popest/data/state/totals/2012/tables/NST-EST2012-01.csv List of population estimates for the us staates between 2010 and 2012 by the U.S. Census Bureau
  2. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  3. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  4. Auszug aus census.gov (2000+2010) Abgerufen am 4. April 2012
  5. factfinder.census.gov
  6. www.hrw.org: Rights at Risk: State Response to HIV in Mississippi - IV. Background
  7. The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
  8. http://www.sueddeutsche.de/panorama/peinliche-buerokratiepanne-letzter-us-bundesstaat-schafft-sklaverei-ab-1.1603344
  9. http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,897227-1,00.html
  10. http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/october/1/newsid_2538000/2538169.stm
  11. Mississippi finally ratifies 13th Amendment outlawing slavery, The Washington Times, 18. Feb. 2013 (englisch)
  12. Mississippi Finally Ratifies 13th Amendment To Ban Slavery, The Inquisitr, 18. Feb. 2013 (englisch)
  13. Arthur B. Laffer, Stephen Moore, Jonathan Williams: Rich States, Poor States - ALEC-Laffer State Economic Competitiveness Index. American Legislative Exchange Council, 2013, online
  14. http://www.gallup.com/poll/146348/Mississippi-Rates-Conservative-State.aspx
  15. Artikel im Ceasefiremagazine (engl.)
  16. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mississippi-studenten-protestieren-gegen-wiederwahl-von-obama-a-865985.html
  17. Kreuzzug gegen Abtreibungen, in die tageszeitung
  18. Interracial Marriage: Many Deep South Republican Voters Believe Interracial Marriage Should Be Illegal in Huffington Post
  19. Verfassung Mississippis (engl.)
  20. Mississippi and Alabama primary day – Tuesday 13 March in The Guardian
  21. www.270towin.com
  22. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
  23. Thomas Barker und Marije Britz: Jokers Wild. Legalized Gambling in the Twenty-First Century Greenwood Publishing 2000 ISBN 0-275-96587-2 S. 71f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mississippi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

32.783333333333-89.633333333333Koordinaten: 33° N, 90° W