Misumalpa

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Misumalpa ist eine Sprachfamilie in Amerika. Sie kommt hauptsächlich in Mittelamerika vor und umfasst vier Einzelsprachen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über El Salvador, Nicaragua und Honduras. Die sprecherreichste Sprache ist das überwiegend in Nicaragua gesprochene Miskito mit ca. 140.000 Sprechern.
Eine eventuelle Verwandtschaft mit den Chibcha-Sprachen ist nicht ausgeschlossen, aber bisher nicht bewiesen.

Aufgliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Ab dem späten 16. Jahrhundert begann der Aufstieg des Miskito zur vorherrschenden Sprache an der Moskitoküste. Ursache war ein Bündnis, dass die Miskito mit dem britischen Empire schlossen. Im nordöstlichen Nicaragua verdrängt es bis heute das Sumo. Hingegen verliert es im südöstlichen Nicaragua gegenüber dem auf dem englischen basierenden Kreolisch zunehmend an Bedeutung. Sumo ist in allen Gegenden, in denen es noch gesprochen wird, gefährdet. Allerdings wird angenommen, dass Sumo vor dem Aufstieg des Miskito die vorherrschende Sprache in der Region war. Die Matagalpan-Sprachen sind seit langem ausgestorben und nur unzureichend dokumentiert.

Alle Misumalpa-Sprachen haben dieselbe Phonologie mit Ausnahme der Phonotaktik. Die Konsonanten sind p, b, t, d, k, s, h, w, y sowie stimmhafte und nicht stimmhaftige Versionen von m, n, ng, l, und r; die Vokale sind lange und kurze Versionen von a, i, und u.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elena Benedicto: Verbal Classifier Systems: The Exceptional Case of Mayangna Auxiliaries. In: Proceedings of WSCLA 7th. UBC Working Papers in Linguistics 10. Vancouver 2002, pp. 1–14.
  • Elena Benedicto, Kenneth Hale: Mayangna, A Sumu Language: Its Variants and Its Status within Misumalpa. In: E. Benedicto (Hrsg.): The UMOP Volume on Indigenous Languages, UMOP 20.: University of Massachusetts, Amherst MA (2000), pp. 75–106.
  • Colette Craig, Kenneth Hale: A Possible Macro-Chibchan Etymon. In: Anthropological Linguistics Vol. 34, 1992.
  • Adolfo Constenla Umaña: Elementos de Fonología Comparada de las Lenguas Misumalpas. In: Revista de Filología y Lingüística de la Universidad de Costa Rica, 13 (1), 1987, S. 129–161.
  • A. Constenla Umaña: Acerca de la relación genealógica de las lenguas lencas y las lenguas misumalpas, Communication presented at the First Archeological Congress of Nicaragua (Managua, 20-21 July 1998), to appear in 2002 in Revista de Filología y Lingüística de la Universidad de Costa Rica 28 (1).
  • Ken Hale: El causativo misumalpa (miskitu, sumu). In: Anuario del Seminario de Filología Vasca „Julio de Urquijo“ 1996, 30:1-2.
  • Ken Hale: Misumalpan Verb Sequencing Constructions. In: C. Lefebvre (Hrsg.): Serial Verbs: Grammatical, Comparative, and Cognitive Approaches, John Benjamins, Amsterdam 1991.
  • Ruth Rouvier: Infixation and reduplication in Misumalpan: A reconstruction (B.A., Berkeley, 2002)
  • Phil Young, T. Givón: The puzzle of Ngäbére auxiliaries: Grammatical reconstruction in Chibchan and Misumalpan. In: William Croft, Suzanne Kemmer, Keith Denning, (Hrsg.): Studies in Typology and Diachrony: Papers presented to Joseph H. Greenberg on his 75th birthday, Typological Studies in Language 20, John Benjamins, 1990.

Siehe auch[Bearbeiten]