Mit teuflischen Grüßen

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Filmdaten
Originaltitel Mit teuflischen Grüßen /
Diaboliquement vôtre
Produktionsland Frankreich, Italien, Deutschland
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Julien Duvivier
Drehbuch Julien Duvivier
Roland Girard
Jean Bolvary
Paul Gégauff
Produktion Raymond Danon
Musik François de Roubaix
Kamera Henri Decaë
Schnitt Paul Cayatte
Besetzung
Synchronisation

Mit teuflischen Grüßen ist ein deutsch-italienisch-französischer Thriller von Julien Duvivier aus dem Jahr 1967 mit Alain Delon und Senta Berger in den Hauptrollen. Als literarische Vorlage diente der Roman Manie de la Persécution von Louis C. Thomas.

Handlung[Bearbeiten]

Seit einem schweren Autounfall leidet Georges Campo an Amnesie. Selbst seine schöne Frau Christiane, die bei dem Unfall unversehrt blieb, vermag er nicht wiederzuerkennen, als diese ihn zusammen mit seinem Freund Dr. Frédéric Launay aus dem Krankenhaus abholt. Zu Georges’ großer Überraschung handelt es sich bei seinem Haus um eine prächtige Villa mit angrenzendem Park. Dort will ihn Christiane nun gesund pflegen. Um ihn zu schonen, verzichtet sie gar darauf, das Bett mit ihm zu teilen. Auch Frédéric kommt häufig vorbei, um sich Georges’ Verletzungen anzusehen und ihm Medizin zu verabreichen. Einzig der hauseigene Butler, ein Halbchinese namens Kim, scheint Georges nicht wohlwollend gegenüberzustehen.

Mit der Zeit kommen Georges jedoch Zweifel, tatsächlich ein wohlhabender Geschäftsmann zu sein, der angeblich erst kürzlich von einer Geschäftsreise aus Hongkong zurückgekehrt ist. Er beginnt, sich an ein Leben als Fremdenlegionär in Nordafrika zu erinnern. Auch der Name Pierre Lagrange schwirrt nunmehr wiederholt durch seinen Kopf. Doch niemand scheint einen Mann mit diesem Namen zu kennen. Dass er Christiane in der Vergangenheit mehrfach betrogen haben soll, kann Georges auch nicht glauben.

Das Tor seines Anwesens ist unterdessen stets verschlossen und selbst ein Telefon ist nicht verfügbar, weshalb sich Georges zunehmend wie ein Gefangener fühlt. In Albträumen wird er zudem von Stimmen verfolgt, die ihn drängen sich umzubringen. Es wird ihm schließlich bewusst, dass alle Informationen bezüglich seiner Person, die er nach dem Unfall erhalten hat, einzig und allein von Christiane und Frédéric stammen.

Wie sich herausstellt, ist Georges in ein Netz aus Lügen und Betrug geraten. Er ist weder ein wohlhabender Geschäftsmann, noch ist er mit Christiane verheiratet. Diese hatte zusammen mit ihrem Liebhaber Frédéric ihren eigentlichen Ehemann ermordet. Georges, der in Wirklichkeit Pierre Lagrange heißt, sollte daraufhin ihren Ehemann spielen und durch einen Unfall oder Selbstmord ums Leben kommen, worauf sich Christiane und Frédéric das Erbe teilen wollten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Mit teuflischen Grüßen war der letzte Film von Regisseur Julien Duvivier. Er starb bei einem Autounfall, noch ehe der Film unter seinem französischen Titel Diaboliquement vôtre am 22. Dezember 1967 in Frankreich uraufgeführt wurde. In Deutschland wurde der in Eastman Color gedrehte Thriller erstmals am 20. August 1968 in den Kinos gezeigt. Am 7. Oktober 1978 wurde er unter dem DDR-Titel Teuflisches Spiel erstmals im deutschsprachigen Fernsehen auf DFF 1 ausgestrahlt. 2007 erschien der Film auf DVD.

Kritiken[Bearbeiten]

„Raffiniert konzipierter und kühl-elegant in Szene gesetzter Psychokrimi“, befand das Lexikon des Internationalen Films.[1] Cinema zog ein ähnliches Fazit: „Raffiniertes Spiel um Schein und Sein.“[2] Der Evangelische Film-Beobachter hält den Streifen für ein „auf Hochglanz poliertes Stück Traumfabrik [...], dem es in erheblichem Maße an Logik und psychologischer Glaubwürdigkeit mangelt.“[3]

Deutsche Fassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1968 durch die Aura Film Synchron GmbH Berlin. Die Synchronregie und das Dialogbuch übernahm Conrad von Molo.[4]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Georges Campo / Pierre Lagrange Alain Delon Wolfgang Draeger
Christiane Senta Berger Senta Berger
Dekorateur Claude Piéplu Klaus Miedel
Arzt Albert Augier Edgar Ott
Krankenschwester Renate Birgo Uta Hallant
Dr. Frédéric „Freddie“ Launay Sergio Fantoni Jürgen Thormann

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mit teuflischen Grüßen im Lexikon des Internationalen Films
  2. vgl. cinema.de
  3. Evangelischer Film-Beobachter, herausgegeben vom Evangelischen Presseverband München, Kritik Nr. 404/1968
  4. vgl. synchrondatenbank.de