Mitchell River (Queensland)

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Mitchell River
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Blick flussaufwärts an den kleinen Wasserfällen zwischen Oriners und Kulata

Blick flussaufwärts an den kleinen Wasserfällen zwischen Oriners und Kulata

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Lage Queensland (Australien)
Flusssystem Mitchell River
Abfluss über Mitchell River → Golf von Carpentaria
Quelle nördlich von Mareeba in den Atherton Tablelands (Great Dividing Range)
16° 46′ 43″ S, 145° 18′ 9″ O-16.778575145.302572376
Quellhöhe 376 m[1]
Mündung Golf von Carpentaria nördlich von Kowanyama-15.202202141.5922980Koordinaten: 15° 12′ 8″ S, 141° 35′ 32″ O
15° 12′ 8″ S, 141° 35′ 32″ O-15.202202141.5922980
Mündungshöhe m[1]
Höhenunterschied 376 m
Länge ca. 520 km[2]
Einzugsgebiet 71.757 km²[3]
Abfluss[4] MQ
358 m³/s
Linke Nebenflüsse Dora Creek, Charcoal Creek, Pennyweight Creek, Wolstencroft Creek, Hodgkinson River, Little Watson Creek, Thirsty Creek, Big Watson Creek, Dry River, Blackfellow Creek, Emu Creek, Walsh River, Brown Creek, Sandy Creek, Bull Creek, Lynd River, Kilpatrick Creek
Rechte Nebenflüsse Rifle Creek, Mary Creek, McLeod River, St. George River, Running Creek, Boomer Creek, Packhorse Creek, Camp Creek, Little Mitchell River, Rocky Creek, Reid Creek, Lagoon Creek, Rosser Creek, Palmer River, Mosquito Creek, Burrum Channel, Alice River, Mottle Creek
Durchflossene Stauseen Lake Mitchell
Kleinstädte Mount Molloy, Mount Carbine
Gemeinden Hurricane, Karma Waters, St. George Outstation, Mount Mulgrave, Gamboola, Highbury

Der Mitchell River ist ein Fluss im Norden des australischen Bundesstaates Queensland, in der Region Far North Queensland. Der Flussname stammt von dem preußischen Entdecker Ludwig Leichhardt.

Name[Bearbeiten]

Den Mitchell River benannte Ludwig Leichhardt auf seiner ersten Australienexpedition von 1844 bis 1845 im Juni 1845 nach dem britischen Sir Thomas Livingstone Mitchell, dem Obersten Landvermesser von New South Wales.[5]

Geografie[Bearbeiten]

Flusslauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt in den Atherton Tablelands, ca. 50 km nordwestlich von Cairns und durchquert die Kap-York-Halbinsel von Mareeba zum Golf von Carpentaria.

Das Einzugsgebiet des Mitchell River beträgt 71.757 km².[3] Er liefert die größte Wassermenge aller Flüsse in Queensland, aber sie schwankt stark, sodass der Fluss einen Teil des Jahres sogar trocken liegt. Der Lake Mitchell ist der wichtigste Wasserspeicher am Fluss. [6]

Nebenflüsse[1] mit Mündungshöhen[Bearbeiten]

  • Dora Creek – 362 m
  • Rifle Creek – 360 m
  • Charcoal Creek – 357 m
  • Mary Creek – 351 m
  • Pennyweight Creek – 340 m
  • McLeod River – 327 m
  • Wolstencroft Creek – 304 m
  • Hodgkinson River – 248 m
  • Little Watson Creek – 246 m
  • Thirsty Creek – 227 m
  • Big Watson Creek – 227 m
  • St. George River – 190 m
  • Dry River – 162 m
  • Running Creek – 161 m
  • Boomer Creek – 157 m
  • Packhorse Creek – 153 m
  • Blackfellow Creek – 153 m
  • Emu Creek – 151 m
  • Camp Creek – 149 m
  • Little Mitchell River – 147 m
  • Rocky Creek – 131 m
  • Reid Creek – 122 m
  • Walsh River – 116 m
  • Brown Creek – 116 m
  • Sandy Creek – 110 m
  • Bull Creek – 98 m
  • Lynd River – 98 m
  • Lagoon Creek – 94 m
  • Rosser Creek – 76 m
  • Palmer River – 63 m
  • Mosquito Creek – 58 m
  • Kilpatrick Creek – 39 m
  • Burrum Channel – 35 m
  • Alice River – 15 m
  • Mottle Creek – 15 m

Durchflossene Seen[1][Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Fluss wurde von Ludwig Leichhardt auf seiner Expedition von der Moreton Bay nach Port Essington am 16. Juni 1845 nach Sir Thomas Mitchell benannt. Offenbar war der Mitchell River schon im Jahre 1623 vom holländischen Kaufmann und Seefahrer Jan Carstensz entdeckt und Vereenighde River genannt worden.

Hydrologie[Bearbeiten]

Der Mitchell River und seine Nebenflüsse haben lange Zeit ihren Weg nach Westen durch die wilden, verwitterten Hochebenen der Great Dividing Range gegraben und haben Sedimente fortgeschwemmt, die sich in den weiten Flussauen und Feuchtgebieten des Gulf Country abgelagert haben.[7]

Die Flüsse “pulsieren” jedes Jahr mit den Monsunregen und sammeln in der Regenzeit das Wasser der tropischen Regenwälder des Hochlandes im Osten, der feuchten Hartlaubwälder der zentralen Hochebenen, etlicher lichter Wälder und der Savannen im Westen. Sie überschwemmen jährlich das Watt, die Feuchtgebiete, die Ästuare und die Mangrovenwälder im Unterlaufs des Mitchell River und in den Küstenebenen mit Frischwasser.[7]

Fauna und Flora[Bearbeiten]

'Reiche Vielfalt aquatischer Lebensräume' – Die Magnificent Lagoon bei der Kleinstadt Kowanyama

Das Flusssystem Mitchell River beherbergt eines von Australiens ökologisch am meisten differenzierten aquatischen Systemen, das sowohl aus feuchten, als auch aus trockenen monsunbeeinflussten Lebensräumen besteht.[7]

Die Ökologie des Einzugsgebietes wird allgemein, wie folgt, beschrieben:[7]:

“Die Vegetation im Einzugsgebiet des Mitchell River variiert von den als Welterbe geschützten feuchten, tropischen Regenwäldern im östlichen Hochland bis zu den Savannen im Westen und den Ebenen des Unterlaufes. Die ausgedehnten Mangrovenwälder und Lagunensysteme im Delta des Mitchell River sind weltweit als einmalig anerkannt. Am Oberlauf sorgen Quellen und Wasserlöcher für eine ganzjährige Wasserführung....“

Das ökologisch diversifizierte Flusssystem ist zwar noch größtenteils unerforscht, aber man kennt mindestens 18 seltene, gefährdete oder empfindliche Tierarten dort, wie z.B. den Goldschultersittich, die Gouldamadine und den Nördlichen Bettong (Bettongia tropica).[7] Die Flussmündung liegt in der Gulf Plains Important Bird Area.[8]

Siedlungen[Bearbeiten]

Die wichtigsten (Klein)städte im Einzugsgebiet des Mitchell River sind Kowanyama, Chillagoe, Duimbulah, Mount Carbine und Mount Molloy.[9] Weitere Siedlungen sind Mutchilba und Almaden.[9]

Nationalparks[Bearbeiten]

Folgende Nationalparks liegen im Einzugsgebiet des Mitchell River:[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Map of Mitchell River, QLD. Bonzle.com
  2. Steve Parish: Australian Touring Atlas. Steve Parish Publishing, Archerfield QLD 2007. ISBN 978-1-74193-232-4. S. 12 + 13
  3. a b Mitchell Basin: Wetland Summary Information. The State of Queensland (Environmental Protection Agency). Abgerufen am 26. Januar 2008.
  4. Queensland Department of Natural Resources and Water (2008) Mitchell Water Resource Plan Consultation Report. Queensland State Government. Brisbane
  5. Alec Hugh Chisholm: Strange New World. The Adventure of John Gilbert and Ludwig Leichhardt. S. 193. Zweite revidierte und mit Bildern versehene Auflage 1955. Sydney. London. Melbourne. Wellington. (Englisch)
  6. Water resources - Overview - Queensland - Basin & Surface Water Management Area: Mitchell River (QLD). In: Australian Natural Resources Atlas. Department of the Environment, Water, Heritage and the Arts. Abgerufen am 6. Dezember 2009.
  7. a b c d e f About the Mitchell River Catchment. Mitchell Waterhed Management Groups
  8. Important Bird Areas factsheet: Gulf Plains. BirdLife International (2011)
  9. a b Map of Stations, Towns, Communities, Waterways & Roads. Mitchell River Watershed Management Group