Mithridat

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Mithridat (Electuarium Mithridatis, ältere Schreibweise Metridat[1]) war eine Rezeptur, die ehemals ein Universalheilmittel (besonders als Gegengift) darstellte.

Der Legende zufolge fürchtete König Mithridates VI. Eupator in Kleinasien Giftanschläge aus seiner Familie, da er als Jugendlicher seine Eltern vergiftete, um an die Macht zu gelangen. Er erweiterte mithilfe seines Leibarztes eine bereits bestehende Kräutermixtur aus Anis, Fenchelsamen und Kümmel (deren Rezept in die Mauer des Asklepieion von Kos eingemeißelt war) auf 54 Ingredienzien, darunter „magische“ Zutaten wie Entenblut, Schlangen- und Krötenfleisch und nahm es als Vorbeugung gegen Giftanschläge. Nach ihm wurde es Mithridatium genannt.

Die Zusammenstellung wurde später um Opium als weitere Zutat erweitert. Die persische bzw. turkmenische Bezeichnung "Teriak" bzw. "Theriaak" für die aus dem Mohn gewonnene Substanz führte zu dem Namen Theriac für die erweiterte Rezeptur.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gilbert Watson: Theriac and Mithridatium: A study in therapeutics, London 1966 (= Publications of the Wellcome Historical medical library, Neue Folge, 9)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Siehe Oeconomische Encyclopädie, Lemma Metridat