Mitlödi

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Mitlödi
Wappen von Mitlödi
Staat: Schweiz
Kanton: Glarus (GL)
Bezirk: (Der Kanton Glarus kennt keine Bezirke.)w
Gemeinde: Glarus Südi2
Postleitzahl: 8756
UN/LOCODE: CH MIT
Koordinaten: 724862 / 20813447.0124979.080832504Koordinaten: 47° 0′ 45″ N, 9° 4′ 51″ O; CH1903: 724862 / 208134
Höhe: 504 m ü. M.
Fläche: 6.25 km²
Einwohner: 1000 (31.12.2010)
Einwohnerdichte: 160 Einw. pro km²
Website: www.mitloedi.ch
Karte
Mitlödi (Schweiz)
Mitlödi
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2011

Mitlödi ist eine ehemalige politische Gemeinde des Kantons Glarus in der Schweiz.

Das Dorf wurde im Rahmen der Glarner Gemeindereform auf den 1. Januar 2011 mit den Gemeinden Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Haslen, Linthal, Luchsingen, Matt, Rüti (GL), Schwanden (GL), Schwändi, und Sool, zur neuen Gemeinde Glarus Süd zusammengelegt.

Wappen[Bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurde eine Abbildung des Kirchen- oder Schäflibrunnens zum Dorfwappen bestimmt.

Geographie[Bearbeiten]

Mitlödi liegt zwischen Glarus und Schwanden. Die Dorfteile Mitlödi und Horgenberg liegen auf der linken, Ennetlinth auf der rechten Seite der Linth, welche hier nordwärts fliesst. Das Dorf ist südexponiert und befindet sich zwischen zwei Runsen auf prähistorischen Bergsturzmassen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in steilen Hängen links der Linth bis zum Vorder Glärnisch auf 2327 m ü.M. und rechts des Flusses bis zur Chrisegg 1987 m ü.M.. Von der Gemeindefläche sind 32,1 % landwirtschaftliche Nutzflächen, 56,1 % ist Wald, 7,4 % ist Siedlungsfläche und 4,5 % ist unproduktiv.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 649
1900 736
1950 821
1980 981
2000 1030

Die Wohnbevölkerung verteilt sich auf 457 Haushaltungen.

Politik[Bearbeiten]

Die SP hat 59.3 % der Wählerstimmen, 40.7 % der Stimmen gehen an andere Parteien.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf bestand um 1300 aus den drei Weilern Nieder-Mitlödi, Ober-Mitlödi und Horgenberg. Bis 1395 war der Ort dem Kloster Säckingen abgabenpflichtig. In der Mitte des 15. Jahrhunderts stellte Mitlödi in der Person von Konrad Rietler den Landammann. Im Jahre 1527 war Mitlödi Tagungsort der Landsgemeinde.

1528 setzte sich in Mitlödi die Reformation durch. Die Dorfkirche wurde im Jahre 1725 eingeweiht. Der Kirchturm bekam nach einem Brand im Jahr 1752 durch den bekannten Baumeister Hans Ulrich Grubenmann einen schlanken Helm.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es durch Produktion und Handel mit Tischen und mit Watte sowie durch die Herstellung von Baumwollprodukten im Verlagssystem zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Im 19. Jahrhundert wurde eine große Textildruckerei gegründet. Dieser Produktionszweig besteht heute noch neben der Produktion von Arzneimitteln, Margarine, Werkzeugen und Maschinen.

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mitlödi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]