Mittel-Grundfink

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Mittel-Grundfink
Geospiza fortis.jpg

Mittel-Grundfink (Geospiza fortis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Darwinfinken (Geospizinae)
Gattung: Grundfinken (Geospiza)
Art: Mittel-Grundfink
Wissenschaftlicher Name
Geospiza fortis
Gould, 1837

Der Mittel-Grundfink (Geospiza fortis) ist eine der Singvogelarten, die Charles Darwin auf den Galápagos-Inseln fand. Er gehört zu den nach ihm benannten Darwinfinken.

Er besitzt einen kräftigen Schnabel, mit dessen Hilfe er Samen knacken kann. Er bevorzugt kleinere Samen, weil er nur diese mit geringerem Kraftaufwand knacken kann. In trockenen Jahren, wenn kleinere Samen knapp sind, ernähren sich die Grundfinken mehr als sonst üblich von großen Samen. Weiterhin dienen den Grundfinken Beeren und gelegentlich auch Insekten als Nahrungsquelle.

Mittel-Grundfinken putzen oft auch Galápagos-Riesenschildkröten oder Landleguane, indem sie Parasiten von deren Haut picken1.

Einer 2007 veröffentlichten Studie zufolge kann Geospiza fortis als Beispiel für eine frühe Entwicklungsphase im Prozess der sympatrischen Artbildung angesehen werden.[1] Sarah Huber wies zwei Morphen des Mittel-Grundfinks mit unterschiedlich großen Schnäbeln nach, die zwar im gleichen Gebiet leben, sich jedoch vorzugsweise mit Individuen der gleichen Morphe verpaaren. Genetische Analysen zeigten einen verringerten Genfluss zwischen beiden Morphen auf. Als Ursache für die Präferenzen bei der Partnerfindung wurden Gesangsunterschiede aufgrund der divergierenden Schnabelgrößen angegeben.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Sarah K. Huber: Reproductive isolation of sympatric morphs in a population of Darwin's finches. Proceedings of the Royal Society B, online publiziert am 15. Mai 2007, doi:10.1098/rspb.2007.0224

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mittel-Grundfink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien