Mittelbiberach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mittelbiberach
Mittelbiberach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mittelbiberach hervorgehoben
48.0866666666679.7519444444444594Koordinaten: 48° 5′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Biberach
Höhe: 594 m ü. NHN
Fläche: 23,68 km²
Einwohner: 4074 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88441
Vorwahl: 07351
Kfz-Kennzeichen: BC
Gemeindeschlüssel: 08 4 26 074
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Biberacher Straße 59
88441 Mittelbiberach
Webpräsenz: www.mittelbiberach.de
Bürgermeister: Hans Berg
Lage der Gemeinde Mittelbiberach im Landkreis Biberach
Bayern Alb-Donau-Kreis Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Sigmaringen Ulm Achstetten Alleshausen Allmannsweiler Altheim (bei Riedlingen) Attenweiler Bad Buchau Bad Schussenried Berkheim Betzenweiler Ummendorf (bei Biberach) Biberach an der Riß Burgrieden Dettingen an der Iller Dürmentingen Dürnau (Landkreis Biberach) Eberhardzell Erlenmoos Erolzheim Riedlingen Ertingen Gutenzell-Hürbel Hochdorf (Riß) Ingoldingen Kanzach Kirchberg an der Iller Kirchdorf an der Iller Kirchdorf an der Iller Langenenslingen Laupheim Laupheim Maselheim Mietingen Mittelbiberach Moosburg (Federsee) Ochsenhausen Oggelshausen Riedlingen Riedlingen Riedlingen Rot an der Rot Schemmerhofen Schwendi Seekirch Steinhausen an der Rottum Tannheim (Württemberg) Tiefenbach (Federsee) Ummendorf (bei Biberach) Unlingen Unlingen Uttenweiler Wain WarthausenKarte
Über dieses Bild
Angler am Rotbach

Mittelbiberach ist eine Gemeinde in Oberschwaben im Landkreis Biberach (Baden-Württemberg, Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mittelbiberach liegt drei Kilometer westlich der Großen Kreisstadt Biberach an der Riß. Durch die Ortschaft fließt der vom Schienenwald kommende Rotbach, der früher Biberbach hieß, weil in ihm Biber lebten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Mittelbiberach besteht aus dem gleichnamigen Kernort und aus den Gemeindeteilen Oberdorf (1934 eingemeindet) und Reute (1973); dazu gehört auch der Weiler Zweifelsberg.
siehe auch Burg Zweifelsberg

Namensursprung[Bearbeiten]

Der Name Mittelbiberach geht auf mitten am Biberbach zurück und hat deshalb seinen Namen wie Biberach an der Riß dem Biberbach (heutzutage: Rotbach) zu verdanken.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelbiberach wird erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Ab etwa 1350 gehörte der Ort den Herren von Stein. Über die Herren von Andelfingen kam Mittelbiberach 1603 an Hans Ludwig von Ulm, der später Reichsvizekanzler werden sollte. Dessen Nachfahren besaßen die Gemeinde bis zur Mediatisierung, durch die 1806 das Königreich Württemberg die Landesherrschaft erlangt.

Am 1. Januar 1974 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Reute nach Mittelbiberach eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Mittelbiberach ist römisch-katholisch geprägt. Auf dem Gemeindegebiet gibt es zwei katholische Pfarreien, St. Cornelius und Cyprian in Mittelbiberach und St. Nikolaus in Reute.

Für die wenigen evangelischen Christen ist die Kirchengemeinde in Biberach zuständig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1900 1000 (etwa)
2002 3703
2005 3856

Ortsteile[Bearbeiten]

Reute[Bearbeiten]

Wappen Reute

Statue vor dem Rathaus

Reute wurde erstmals 1351 urkundlich erwähnt. 1611 wurde ein Großteil der Bevölkerung durch die Pest dahingerafft. Von 1804 bis 1973 war Reute eine eigene Schultheißerei, zu der bis 1951 auch Rindenmoos gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg beantragte Rindenmoos beim Landratsamt in Biberach die Umgemeindung von Reute nach Rißegg. Der damalige Gemeinderat von Reute sprach sich für eine Abfindung aus, wonach Rindenmoos 20 Jahre lang jährlich 20 Festmeter Stammholz an die Gemeinde Reute abliefern müsse.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mittelbiberach verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem gibt es drei Kindergärten, einen davon im Ortsteil Reute.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Profil Auto- und Technikmuseum (seit 2. Januar 2005 geschlossen) zeigte historische Dampf- und Dieselmaschinen sowie Automobile, vom dreirädrigen Benz Patent-Motorwagen bis hin zur Chevrolet Corvette und einem 10 Meter hohen Dieselgenerator. Neben einer Bulldog-Ausstellung wurden im Obergeschoss Flugzeugmodelle sowie eine originale Mig-15, Baujahr 1947, gezeigt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Besondere Vereine[Bearbeiten]

Selige Schwester Ulrika von Hegne (Ulrika Nisch)
  • Historische Bürgerwehr Mittelbiberach 1599 e.V.
  • Fanfarenzug Graf von Brandenstein e.V.
  • Narrenzunft Mittelbiberach e.V.
  • Mittelbiberacher Theater e.V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Fanfarenzug Graf von Brandenstein beim Narrensprung Rot an der Rot (2013)
  • Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837 (Volltext bei Wikisource)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mittelbiberach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)