Mittelherwigsdorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Görlitz | |
| Höhe: | 304 m ü. NN | |
| Fläche: | 36,48 km² | |
| Einwohner: |
3829 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 105 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02763 | |
| Vorwahl: | 03583 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 26 310 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Gemeindeamt 7 02763 Mittelherwigsdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Hallman (Freier Wählerverein) | |
| Lage der Gemeinde Mittelherwigsdorf im Landkreis Görlitz | ||
Mittelherwigsdorf ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Das 7,5 Kilometer lange Waldhufendorf liegt etwa 3 Kilometer nordwestlich von Zittau an der Mandau im Bereich der Zittauer und Oderwitzer Becken. Bogenförmig setzt es sich zusammen aus Oberherwigsdorf (Oberdorf), Mittelherwigsdorf (Mitteldorf) und der Scheibe. Die Ortsteile Oberseifersdorf und Eckartsberg liegen (nord-) östlich davon, und der Ortsteil Radgendorf wiederum liegt östlich von Eckartsberg.
Umgebende Gemeinden sind Herrnhut (Ortsteil Großhennersdorf) im Norden, Zittau vom Nordosten bis Süden, Bertsdorf-Hörnitz und Hainewalde im Südwesten, und Oderwitz im Westen.
Die Bundesstraße 96 schneidet auf ihrem Weg von Oderwitz nach Zittau das Mitteldorf und nimmt südlich davon die von Spitzkunnersdorf kommende Staatsstraße 139 auf, die das Siedlungsgebiet von Mittelherwigsdorf tangiert. Nach ihrer Fertigstellung wird die von der Bundesautobahn 4 kommende und über Löbau führende Bundesstraße 178 das Oberdorf schneiden und zwischen Oberseifersdorf und Eckartsberg in die bereits bestehende Nordostumgehung der Zittauer Innenstadt einmünden, die die Bundesstraße 99 kreuzt und bis zum Grenzübergang Zittau–Sieniawka führt.
Geschichte [Bearbeiten]
Zum ersten Mal 1312 geschichtlich erwähnt, bestand der Ort ursprünglich aus drei Teilen, Oberherwigsdorf (1410 Bettelsdorf genannt und 1974 eingemeindet), der sogenannten Scheibe, einem bereits 1359 erwähnten Rittersitz und dem eigentlichen Kirchort Herwigsdorf mit jeweils eigenständigen Ortsrichtern. Infolge der Reformation waren die Cölestinermönche auf dem Oybin gezwungen, den Ort, den sie im 15. Jahrhundert in ihren Besitz bringen konnten, nach und nach an die Stadt Zittau zu verkaufen. Bis dahin überwiegend landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich mehr und mehr das Weberhandwerk, wodurch das heut bekannte Ortsbild mit vielen dicht gebauten Umgebindehäusern entstand.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
1994 haben sich die seinerzeit eigenständigen Gemeinden Mittelherwigsdorf, Oberseifersdorf sowie Eckartsberg (mit Radgendorf) zur heutigen Gemeinde Mittelherwigsdorf zusammengeschlossen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist das Gemeindeamt in Mittelherwigsdorf.
Ortsteile der Gemeinde Mittelherwigsdorf sind:
- Eckartsberg (881 Einwohner, 694,33 ha),
- Mittelherwigsdorf (1702 Einwohner, 1892,24 ha),
- Oberseifersdorf (1118 Einwohner, 898,57 ha),
- Radgendorf (129 Einwohner, 162,88 ha).
Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die Anzahl der Hauptwohnsitze am 31. Dezember 2010.[2]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Freizeit- und Sportanlagen [Bearbeiten]
Die Gemeinde unterhält einen ca. 3 km langen Barfußpfad (Eingang von der Schenkstraße zum Schanzenberg).
Partnergemeinden [Bearbeiten]
Die Gemeinde Mittelherwigsdorf hat zwei Gemeindepartnerschaften in Baden-Württemberg, die 1991 von den Vorgängermeinden geschlossen wurden. Die damalige Gemeinde Eckartsberg ging eine Partnerschaft mit der Gemeinde Dischingen ein, und Mittelherwigsdorf ging eine Partnerschaft mit Neunkirchen in Baden ein.[3]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die Kulturfabrik Meda am Bahnhof Mittelherwigsdorf unterhält ein Filmtheater und veranstaltet regelmäßig Workshops. Sie betreibt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau eine Forschungs-Pflanzenkläranlage.
- Traumpalast: Musik und sonstige Veranstaltungen
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Johann Georg Weber (1687–1753), lutherischer Theologe
- Ernst Willkomm (1810–1886), Schriftsteller
- Heinrich Moritz Willkomm (1821–1895), Botaniker
- Alwin Reinhold Korselt (1864–1947), Mathematiker
- Walther Förster (1886–1946), Kommunalpolitiker
- Uwe Häntsch (*1949), Grafiker
Verkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Mittelherwigsdorf liegt an der Bahnstrecke Zittau–Löbau sowie der Bahnstrecke Mittelherwigsdorf–Varnsdorf–Eibau.
Quellen und weiterführende Literatur [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Die südöstliche Oberlausitz mit Zittau und dem Zittauer Gebirge. 2. Auflage. Akademie-Verlag Berlin, Berlin 1971 (Werte der deutschen Heimat. Band 16).
- Friedrich Eckhart: Weyland Friedrich Eckarths, Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwingsdorff. Herwingsdorff 1737 (Digitalisat)
- Cornelius Gurlitt: Herwigsdorf. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 29. Heft: Amtshauptmannschaft Zittau (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1906, S. 46.
Fußnoten [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Gemeinde Mittelherwigsdorf – Zahlen & Fakten. Abgerufen am 13. Januar 2011.
- ↑ Gemeinde Mittelherwigsdorf – Partnergemeinden. Abgerufen am 13. Januar 2011.
Weblinks [Bearbeiten]
- Mittelherwigsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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