Mittelschmerz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
N94.0 Mittelschmerz
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Bei dem Mittelschmerz oder Intermenstrualschmerz handelt es sich um einen zur Zyklusmitte (etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Menstruation) auftretenden Schmerz, den nur ein Teil der Frauen – und auch dann nur unregelmäßig – wahrnimmt. Er kann 1 bis 2 Tage vor dem Eisprung auftreten oder als Folge des Follikelsprungs.

Der Schmerz selbst wird sehr unterschiedlich beschrieben: kurz oder länger anhaltend, stechend oder ziehend, meist jedoch einseitig im Unterbauch lokalisiert.

Die Schmerzursache ist individuell unterschiedlich. Möglich sind eine Bauchfellreizung durch die den Follikelsprung begleitende Blutung, oder ein Schmerz durch den vergrößerten sprungreifen Follikel selbst.

Der Mittelschmerz ist nicht als Mittel zur natürlichen Familienplanung geeignet. Ein fehlender Mittelschmerz ist nicht automatisch als Zeichen eines fehlenden Eisprungs zu werten.

Der deutsche Terminus „Mittelschmerz“ ist ein Internationalismus und als medizinischer Fachbegriff über die Grenzen des deutschen Sprachgebiets hinaus gebräuchlich.

Differentialdiagnose[Bearbeiten]

Differentialdiagnostisch muss bei rechtsseitigen Schmerzen im Unterbauch auch an andere Ursachen gedacht werden, etwa Appendizitis, Adnexitis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Tubaria, Nephrolithiasis, Cholezystolithiasis, Gastroenteritis, Lebensmittelintoxikation. Bei linksseitigen Schmerzen sollte man auch eine Divertikulitis in Betracht ziehen (eher bei älteren Patientinnen).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Michael Ludwig: Kinderwunschsprechstunde. Springer Verlag, 2008, ISBN 3540709789 (Volltext in der Google-Buchsuche).
Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!