Mittweida

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mittweida (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mittweida
Mittweida
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mittweida hervorgehoben
50.98666666666712.975833333333280Koordinaten: 50° 59′ N, 12° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mittweida
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 41,24 km²
Einwohner: 14.946 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 362 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09648
Vorwahl: 03727
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 360
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 32
09648 Mittweida
Webpräsenz: www.mittweida.de
Oberbürgermeister: Matthias Damm (CDU)
Lage der Stadt Mittweida im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Leisnig Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Flöha Frankenberg/Sa. Oederan Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Bobritzsch-Hilbersdorf Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mochau Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Roßwein Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild

Mittweida ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Mittelsachsen im Bundesland Sachsen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mittweida.

Geographie[Bearbeiten]

Geographie und Geologie[Bearbeiten]

Zschopau bei Mittweida

Mittweida liegt auf der Westseite des Zschopautals im Mittelsächsischen Bergland.

In Hinsicht auf die geologischen Verhältnisse Sachsens befindet sich Mittweida im Zentrum des sächsischen Granulitgebirges. Die Umgebung der Stadt ist von dem im Granulit eingelagerten und hier weitgehend texturlosen Granit des Typs Mittweida geprägt. Aufschlüsse befinden sich beispielsweise im Zschopautal.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Altmittweida, Lichtenau, Erlau, Königshain-Wiederau, Kriebstein, Rossau und Seelitz, alle im Landkreis Mittelsachsen gelegen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“

Geschichte[Bearbeiten]

Rochlitzer Straße im Vorfeld des Tages der Sachsen 2009

Mittweida wurde erstmals 1209 erwähnt und 1286 als oppidum (Stadt) bezeichnet. Um 1550 zählte Mittweida im Amt Rochlitz zu den mittelgroßen Städten Sachsens. Bereits im Mittelalter waren Tuchmacherei und Leinenweberei die wichtigsten Erwerbsquellen. Durch die Gründung einer Spinnerei im Jahre 1816 begann der Aufstieg Mittweidas zu einer der bedeutendsten Textilindustriestädte in Sachsen.

Während des Zweiten Weltkrieges verrichteten von Oktober 1944 bis April 1945 etwa 500 weibliche KZ-Häftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg für die C. Lorenz AG Berlin Zwangsarbeit und wurden unter den Häftlingsnummern 55240 bis 55739 registriert. Mindestens zwei von ihnen, Maria Lanella und Wlaska Fedasiuk, starben unter den unmenschlichen Lagerbedingungen.[3]

Das Verbot der in Mittweida tätigen rechtsextremen freien Kameradschaft Sturm 34 und der Prozess gegen einige ihrer Mitglieder sorgten 2007 und 2008 für ein überregionales Medienecho. Die Gruppe war 2006 in Mittweida gegründet worden und hatte in der Region mehrere brutale Überfälle verübt.

Im Jahr 2009 richtete Mittweida Sachsens größtes Volksfest, den 18. Tag der Sachsen, aus.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Mahnmal in den Parkanlagen „ Schwanenteich“ für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
  • Gedenkstein an der Feldstraße zum Gedenken an das Außenlager des KZ Flossenbürg

Eingemeindungen und Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Falkenhain[4][5] 1. Januar 1952 Eingemeindung nach Ringethal
Frankenau[6] 1. Januar 1996
Kockisch[7] 1. August 1923 1875 gegründete Werksiedlung Weißthal gehörte seitdem zu Kockisch[8]
Lauenhain[6] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Tanneberg zu Lauenhain-Tanneberg
Lauenhain-Tanneberg[6] 1. Januar 1999
Neudörfchen[7] 1. August 1911
Neusorge, Gutsbezirk[7] 1. Oktober 1936 Eingemeindung nach Zschöppichen
Niederthalheim[7] 1. Oktober 1926 Zusammenschluss mit Oberthalheim zu Thalheim
Oberthalheim[7] 1. Oktober 1926 Zusammenschluss mit Niederthalheim zu Thalheim
Ringethal[6] 1. Januar 1994
Rößgen[7] 1. November 1900
Tanneberg[6] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Lauenhain zu Lauenhain-Tanneberg
Thalheim[4] 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Frankenau
Zschöppichen[4] 1. Juli 1973

Die heutigen Ortsteile der Stadt Mittweida gehörten über lange Zeit verschiedenen Herrschaften an. In der folgenden Tabelle wird diese Ämterzugehörigkeit dargestellt.

Herrschaftszugehörigkeit der Mittweidaer Ortsteile
Ort Zugehörigkeit vor 1590 Zugehörigkeit zwischen 1590 und 1830 Zugehörigkeit von 1830 bis 1856
Tanneberg Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Stadt Mittweida Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Frankenberg-Sachsenburg
Neudörfchen Kreisamt Freiberg Amt Rochlitz (ab 1606) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Zschöppichen mit dem Rittergut Neusorge Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Frankenau, Ober-Thalheim Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Nieder-Thalheim Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Rößgen, Kockisch Amt Rochlitz Erbamt Meißen (ab 1764) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Lauenhain Amt Nossen (Exklave) Amt Nossen (Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Ringethal, Falkenhain Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave) Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg

Nach der Auflösung der Ämter kamen die Orte unter die Verwaltung des Gerichtsamts Mittweida. 1875 wurden die Orte der Verwaltung der Amtshauptmannschaft Rochlitz unterstellt. Ab 1952 gehörten alle heutigen Mittweidaer Ortsteile zum Kreis Hainichen, mit Ausnahme von Thalheim (1926 aus Ober- und Niederthalheim gebildet) und Frankenau, welche zum Kreis Rochlitz gehörten. 1994 wurde aus dem Kreis Hainichen und dem Kreis Rochlitz der neue Landkreis Mittweida mit der Kreisstadt Mittweida gebildet. Seit 2008 gehört die Stadt Mittweida mit ihren Ortsteilen zum neu gebildeten Landkreis Mittelsachsen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember)[9]:

Bevölkerungsentwicklung

1834 bis 1950

  • 1834: 5.605
  • 1875: 9.093
  • 1880: 9.218
  • 1933: 19.128
  • 1939: 18.746
  • 1946: 22.794[10]
  • 1950: 20.459[11]

1960 bis 2000

  • 1960: 20.881
  • 1981: 19.609
  • 1984: 19.180
  • 1995: 16.687
  • 1998: 17.569
  • 1999: 17.277
  • 2000: 17.043

2001 bis 2007

  • 2001: 16.890
  • 2002: 16.760
  • 2003: 16.692
  • 2004: 16.589
  • 2005: 16.423
  • 2006: 16.277
  • 2007: 16.152

seit 2008

  • 2008: 15.907
  • 2009: 15.726
  • 2010: 15.540
  • 2011: 15.299
  • 2012: 15.135
  • 2013: 14.946

Die starken Schwankungen kommen daher, dass die Stadt Mittweida den Studenten den Semesterbeitrag bis 2010 erstattete, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Mittweida anmelden. Mit einer höheren Einwohnerzahl steht damit der Stadt auch mehr Finanzzuwendung in Form von Fördermitteln zu. Des Weiteren sind etwa 5.700 Studenten an der Fachhochschule eingeschrieben, die teilweise die Einwohnerzahl steigen lassen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Oberbürgermeister der Stadt Mittweida Matthias Damm

Übersicht über die Bürgermeister seit 1833:

  • 1833–1848 Gotthelf Traugott Esaias Häntzschel
  • 1849–1856 Friedrich Anton Hofmann
  • 1856–1866 Oskar Friedrich Kunze
  • 1866–1875 Gustav Leopold Bernhard Stumme
  • 1875–1881 Albin Ernst Voigt
  • 1881–1885 Conrad Johannes Käubler
  • 1885–1892 Karl Emil Goldenberg
  • 1892–1899 Max Alfred Apelt
  • 1899–1929 Karl Julius Hektor Freyer
  • 1929–1935 Hermann Walter Voigt
  • 1935–1937 Gerhard Franz Vogel
  • 1937–1945 Gerhard Gustav Paul Ludwig Holzapfel
  • 1945 Carl Marx Ariberth Huth
  • 1945 Johannes Vogelsang (KPD)
  • 1945–1949 Otto Walter Ehren (KPD/SED)
  • 1949–1952 Rudolph Georg Kampfrath (SED)
  • 1952–1953 Max Erhardt Riedel (SED)
  • 1953–1954 Karl Walter Kost (SED)
  • 1954–1960 Max Julius Werner Dittrich (SED)
  • 1960–1972 Günter Kluge (SED)
  • 1972–1988 Max Gerhard Imhof (SED)
  • 1988–1989 Hans Günter Beulich (SED)
  • 1990 Helene Gerda Wunderlich (SED)
  • 1990–2001 Bruno Rudolf Kny (CDU)
  • seit 2001 Matthias Damm (CDU)

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Mittweida als zweites Organ der Stadt nach der Süddeutschen Ratsverfassung setzt sich aus 22 Stadträten zusammen, die in der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 gewählt wurden:

Partei Sitze
1994
Sitze
1999
Sitze
2004
Sitze
2009
Sitze
2014
Stimmenanteil
2014
Sitzverteilung im Stadtrat von Mittweida ab 2009
CDU 11 11 11 11 13 55,0 %
DIE LINKE (bis 2004: PDS) 4 5 7 5 6 25,3 %
FDP 2 2 2 3 1 8,2 %
SPD 4 4 2 2 1 6,0 %
GRÜNE 1 0 0 1 1 5,5%
Wahlbeteiligung 2014: 48,9 %

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.“ Das Wappentier, erstmals im Jahre 1423 nachweisbar, geht auf die Markgrafen von Meißen zurück.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Mittweida pflegt Partnerschaften mit Bornheim (Nordrhein-Westfalen), Viersen (Nordrhein-Westfalen), Česká Lípa (Tschechien) und Gabrowo (Bulgarien).

Daneben bestehen freundschaftliche Kontakte zu folgenden Orten: Thalheim-Gemeinden (T(h)alheimer Treffen), Slawutytsch (Ukraine), Weiz (Österreich), Peterborough (England), Lambersart (Frankreich), Bornem (Belgien), Bardejov (Slowakei), Molde (Norwegen), Calau (Deutschland).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Johannes-Schilling-Haus

Museen[Bearbeiten]

Auf dem Kirchberg befindet sich das Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“. Teil des Museums ist das „Johannes-Schilling-Haus“, welches Plastiken, Skizzen und Erfindungen des Bildhauers und Schöpfer des Niederwalddenkmals, Johannes Schilling zeigt. 2011 wurde ferner im ehemaligen Wohnhaus von Erich Loest die Loest-Ausstellung eröffnet, welche persönliche Gegenstände des Schriftstellers zeigt. Daneben gibt es noch ein privates Raumfahrtmuseum.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kursächsische Postmeilensäule auf dem Marktplatz
Stadtkirche
Marktplatz

Auf dem Marktplatz steht eine rekonstruierte kursächsische Postdistanzsäule mit einem vierfachen Doppelwappen, wie es nur noch in Leisnig und Zwickau vorkommt, und der Marktbrunnen mit Jugendstil-Friedensengel.

Die evangelisch-Lutherische Stadtkirche „Unser lieben Frauen“ auf dem Kirchberg stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Alte Schule dient jetzt als Kirchgemeindehaus. Die Pestalozzi-Schule ist ein weiterer Nachbar der Stadtkirche, auf einem Stein ist das Jahr 1876 zu lesen.

In Ringethal befindet sich in der ca. 800 Jahre alten Kirche die kleinste Silbermann-Orgel Sachsens[12]. Das Pfarrhaus wird als Freizeitheim genutzt. Das Schloss wurde 1743/44 errichtet und wurde zuletzt bis 1996 als Schule genutzt. Das Raubschloss Ringethal ist eine künstliche Burgruine aus dem Jahr 1804, die auf einem Felsensporn über der Zschopau, an Stelle einer ehemaligen mittelalterlichen Burg errichtet wurde. Die Zschopaubrücke bei Ringethal ist eine 1999 errichtete Spannbetonbrücke. Auf ihr steht die Porphyrskulptur des Rittergutsbesitzers, der 1863 an dieser Stelle eine Steinbogenbrücke erbauen ließ. Neben der Mühle Ringethal steht eine Wasserkraftanlage (zwei Turbinen mit einer Leistung von zusammen 370 kW).

Das Kraftwerk und das Pumpspeicherwerk Mittweida[13] bei Neudörfchen sind durch einen Wanderweg[14] verbunden. Die ehemalige Baumwollspinnerei auf der anderen Seite der Zschopau erinnert an die industrielle Vergangenheit der Stadt. Flussabwärts kommt man zur Hängebrücke, die den Ortsteil Kockisch mit der ehem. Liebenhainer Mühle verbindet.

Im Nachbardorf Zschöppichen befindet sich Schloss Neusorge aus dem 18. Jahrhundert. Elsa Brändström, der Engel von Sibirien, betrieb in dem Schloss von 1924-1931 ein Kinderheim für Kinder ehemaliger deutscher Kriegsgefangener.

Parkanlagen / Waldgebiete[Bearbeiten]

  • Schwanenteichanlage, Technikumanlage, Goethehain und Stadtpark in Mittweida
  • Baum- und Gesteinspark in Ringethal
  • Bürgerwald bei Neudörfchen, Schweizerwald

Galerie[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Mittweida liegt neun bis elf Kilometer von der Bundesautobahn 4 entfernt. Anschlussstellen sind Hainichen, Chemnitz Ost oder Frankenberg. Am Bahnhof Mittweida halten stündlich Züge auf der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz. In Stoßzeiten wird der Zugverkehr zwischen Mittweida und Chemnitz zu einem Halbstundentakt verdichtet.

Der städtische Busverkehr wird von der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH durchgeführt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • AMAK AG
  • Technologiepark Mittweida
  • IMM Gruppe
  • Verein zur Förderung der beruflichen Bildung an den Beruflichen Schulen Mittweida e. V. (vfb)
  • MPT GmbH
  • Kreissparkasse Mittelsachsen
  • REGIOBUS Mittelsachsen GmbH
  • B&B Sachsenelektronik GmbH – Leiterplattenhersteller
  • Volksbank Mittweida eG
  • Cotesa GmbH
  • Radmarkt Mittweida
  • Natursteinwerk Mittweida
  • Immobilien Service GmbH der Volksbank Mittweida
  • Ergo-Vision GmbH
  • TECHTEX GmbH Vliesstoffe

Medien[Bearbeiten]

Krankenhaus

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Seit 1996 gehört das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Frankenberg und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[15], einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. Seit 2010 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden. Das Krankenhaus in Mittweida bildet zusammen mit dem Klinikum Chemnitz das zertifizierte Brustzentrum Chemnitz.[16] Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters betreibt in Riesa eine Tagesklinik mit zehn Plätzen.[17]

In Mittweida gibt es zwei Medizinische Versorgungszentren, ein Neurologisch-Psychiatrisches Versorgungszentrum mit niedergelassenen Ärzten als Trägern [18] sowie ein Krankenhaus-MVZ.

Bildung[Bearbeiten]

Front Haus 1 der Hochschule Mittweida
  • Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences
  • Berufliches Schulzentrum Mittweida
  • Städtisches Gymnasium Mittweida
  • Johann-Gottlieb-Fichte-Schule (Oberschule)
  • Pestalozzi-Schule (Grundschule)
  • Bernhard-Schmidt-Schule (Grundschule)
  • Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an den beruflichen Schulen Mittweida e. V.[19]
  • Berufsschule und berufsbildende Förderschule (staatlich anerkannte Ersatzschule)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger (Auswahl)[Bearbeiten]

Johannes Schilling
Erich Loest 2006

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Elsa Brändström 1929
  • Elsa Brändström (1888–1948), Schwedische Humanistin, Elsa Brändström führte von 1924–1931 auf Schloss Neusorge bei Mittweida ein Waisen- und Fürsorgeheim für Kinder, deren Väter in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben sind.
  • Walter Bruch (1908–1990), Pionier des deutschen Fernsehens, studierte in Mittweida
  • Gotthelf Traugott Esaias Häntzschel (1779–1848), deutscher Kaufmann und Politiker, MdL (Königreich Sachsen), Bürgermeister von Mittweida
  • August Horch (1868–1951), deutscher Maschinenbauingenieur und Gründer der Automobilbauunternehmen Horch und Audi, studierte in Mittweida
  • Gerhard Neumann (1917–1997), deutscher Maschinenbauingenieur und Erfinder, studierte in Mittweida
  • Bernhard Schmidt (1879–1935), auf astronomische Optik spezialisierter Optiker, arbeitete zeitweise in Mittweida
  • Ernst Voigt (1845–1886), Jurist und Politiker (NLP), Bürgermeister von Mittweida, MdL
  • Michael Leutert (* 1974), Politiker (Die Linke), Abitur in Mittweida, MdB
  • Ingrid von Reyher (1908-2004), erste weibliche Lehrkraft am Technikum Mittweida, Namensgeber des Ingrid-von-Reyher-Preises

Literatur[Bearbeiten]

  • ohne Autor: Stadt Mittweida – Informationsbroschüre mit mehrfarbigem Stadtplan, NovoPrint-Verlag, Fellbach 1996
  • ohne Autor: Mittweida – Kreis- und Hochschulstadt, Verlag Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-874-7
  •  F. I. Czerwenka: Mittweida 1880 (online).
  • Benny Dressel; Heiko Weber: Mittweida, Reihe Zeitsprünge, Verlag Sutton, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-846-8
  • C. A. Funk: Zur Geschichte der Stadt Mittweida und ihrer Umgebung, Mittweida 1898
  • Christian Hermann: Mittweidisches Denckmahl Das ist/ Beschreibung der Stadt Mittweida In Meissen nach dero Rahmen und Ursprung, Chemnitz 1698 (Digitalisat)
  • Karl Friedrich Reissmann: Beitrag zur Baugeschichte der Stadtkirche zu Mittweida, Reihe Mittweidaer Rückblende Bd. 1, Mittweida 2001
  • Frank Schleußing (Hg.): Mittweida – Ein Blick zurück: 1890–1930, Verlag Geiger, Horb am Neckar 1991, ISBN 3-89264-552-3
  • Stadtverwaltung Mittweida (Hg.): Zur Geschichte der Stadt Mittweida, Mittweida 2009, ISBN 978-3-937386-21-8
  • Richard Steche: Mittweida. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 22.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mittweida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mittweida – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Werner Pälchen und Harald Walter (Hrsg.): Geologie von Sachsen. Geologischer Bau und Entwicklungsgeschichte. E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung (Nägele und Obermüller), Stuttgart 2008. S. 274-275
  3. vgl. Pascal Cziborra: Frauen im KZ. Möglichkeiten und Grenzen der historischen Forschung am Beispiel des KZ Flossenbürg und seiner Außenlager, Lorbeer Verlag, Bielefeld 2010, S.93ff.
  4. a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  6. a b c d e Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  7. a b c d e f Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  8. Geschichtliches zu Weißthal auf der Homepage der Stadt Mittweida
  9. Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
  10. Volkszählungsergebnis vom 29. Oktober 1946
  11. Volkszählungsergebnis vom 31. August 1950
  12. www.silbermann.org
  13. Neudörfchen#Sehenswürdigkeiten
  14. Beschreibung des Wanderwegs (PDF; 139 kB)
  15. Homepage der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH
  16. Zertifizierte Brustzentren
  17. Tagesklinik Riesa
  18. MVZ-Homepage
  19. Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an den beruflichen Schulen Mittweida e. V.