Mittwoch zwischen 5 und 7

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Filmdaten
Deutscher Titel Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7
Originaltitel Cléo de 5 à 7
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1961
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Agnès Varda
Drehbuch Agnès Varda
Produktion Georges de Beauregard
Carlo Ponti
Musik Michel Legrand
Kamera Paul Bonis
Alain Levent
Jean Rabier
Besetzung

Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7 ist ein französisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahr 1961. Er zählt zu den Klassikern der französischen Nouvelle Vague.

Handlung: Der Film spielt in Paris an einem Mittwoch zwischen ungefähr 5 und 7 Uhr nachmittags. Cléo (Corinne Marchand), eine junge Chansonsängerin, wartet besorgt auf die Diagnose Ihres Arztes. Sie glaubt, an Krebs erkrankt zu sein. Der Film beginnt mit ihrem Besuch bei einer Wahrsagerin (Loye Payen), welche ihr ein böses Schicksal voraussagt.(1) Nach dem Besuch bei der Wahrsagerin trifft sie sich mit Ihrer Vertrauten und Beraterin Angèle (Dominique Davray) auf einen Kaffee.(2) Diese versucht, ihre Sorgen zu zerstreuen. Angèle begleitet sie dann in ein Hutgeschäft, wo sich Cléo aus einer Laune heraus einen Hut kauft.(3) Anschließend fahren sie mit einem Taxi nach Hause.(4) Zuhause erholt sich Cléo. Ihr Liebhaber kommt kurz vorbei und ihr Komponist Bob (Michel Legrand) und ihr Liedtexter Plumitif.(5) Von ihnen lässt sie sich ein paar Lieder präsentieren. Nachdem sie ein trauriges Lied gesungen hat, hält sie es nicht mehr aus und flüchtet aus dem Appartement in die Stadt. Sie geht ein wenig herum, sieht sich Straßenkünstler an und reagiert verstört und begibt sich dann in ein Cafe, wo sie ihr eigenes Lied einschaltet und einen Schnaps trinkt.(6) Danach holt sie ihre Freundin Dorothée (Dorothée Blanc) von der Arbeit ab, sie arbeitet als Nacktmodell für einen Bildhauer, und sie holen mit dem Wagen von Dorothées Mann einen Sack mit Filmrollen ab. Dorothée fährt.(7) Sie begeben sich zum Kino, wo Dorothées Mann arbeitet und schauen sich einen Teil einer Stummfilmkomödie an. Dorothée hat anschließend einen Termin. Sie teilen sich ein Taxi und Cléo fährt weiter bis zu einem von Dorothée empfohlenen Park. Dort geht Cléo spazieren. Bei einem kleinen Wasserfall wird sie von einem fremden Mann Antoine (Antoine Bourseiller) angesprochen. Er verwickelt sie in ein Gespräch. Sie erzählt ihm von ihrer Vermutung und Angst. Er erzählt ihr von sich, dass er Soldat ist und am Abend den Zug nimmt um nach Algerien zu fahren.(8) Sie beschließen gemeinsam zu Cléos Arzt zu fahren und danach zum Bahnhof. Sie fahren mit der Straßenbahn. (9) Beim Krankenhaus angekommen scheint der Arzt nicht mehr da zu sein. Cléo will ihn suchen. Sie spazieren durch den Krankenhausgarten und erfreuen sich an der Natur. In diesem Moment des Glücks fährt der Arzt vor und bestätigt Cléo ihre Vermutung. Durch all die Ereignisse des Tages beruhigt, sagt Cléo trotz der Diagnose am Ende „Ich bin glücklich.“

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Stummfilmkomödie, die im Film vorkommt, ist 90 Sekunden lang und beinhaltet folgende Schauspieler bzw. Filmemacher: Anna Karina, Jean-Luc Godard, Émilienne Caille, Eddie Constantine, Sami Frey, Georges de Beauregard, Danièle Delorme, Yves Robert, Alan Scott und Jean-Claude Brialy.

Kritik[Bearbeiten]

„Eine meisterhaft gestaltete, sensible Studie, die teils nüchtern beobachtet, teils die Wirklichkeit poetisch verdichtet. Ein anspruchsvoller Film, der sein zeitloses Thema ernsthaft behandelt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mittwoch zwischen 5 und 7 im Lexikon des Internationalen Films