Mixology

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Mixology – Magazin für Barkultur
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Beschreibung Fachzeitschrift
Fachgebiet Spirituosen, Cocktails, Gastronomie
Sprache deutsch
Verlag Mixology Verlags GmbH, Berlin (Deutschland)
Erstausgabe März 2003
Erscheinungsweise alle zwei Monate
Verkaufte Auflage
(IVW Q4/2014)
2.814 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW Q4/2014) 8.558 Exemplare
Chefredakteur Markus Orschiedt
Herausgeber Helmut Adam
Weblink www.mixology.eu
ISSN 1613-6020
ZDB 2236750-0

Mixology – Magazin für Barkultur ist eine Fachzeitschrift für Barkeeper, Barbetreiber, die Spirituosenindustrie sowie Connaisseure, Spirituosenliebhaber und Barbesucher im deutschsprachigen Raum. Der gleichnamige Verlag betreibt auch ein Internetportal, gibt Bücher zu Barthemen heraus, ist Gründer und „Medienpartner“ der Messe Barconvent Berlin (BCB) und hält die Markenrechte an den aus dem Englischen entlehnten Begriffen Mixology und Cocktailian.

Mixology – Magazin für Barkultur[Bearbeiten]

Schwerpunkte der Zeitschrift sind Trends im Cocktail- und Spirituosenbereich,[1] Advertorials, Berichte über Clubs und Cocktailbars,[2] Bardesign, Musik und Literatur. Für Mixology schreiben überwiegend Gastautoren. Titel- und Rückseite waren in den ersten Jahren komplett frei von Bildern, Texten oder Anzeigen. Seit 2010 wird das Titelblatt von Künstlern gestaltet, während sich auf der Rückseite nur ein Zitat befindet.

Gegründet wurde die Zeitschrift 2002 von den Barkeepern Jens Hasenbein und Helmut Adam. Im März 2003 erschien die erste Ausgabe als 40seitiges Heft (Klein-Oktav, 170 x 230 mm) in einer Druckauflage von 6.000 Exemplaren. Zu Beginn richtete sich Mixology vor allem an Barkeeper (wobei die Autoren den im angelsächsischen Raum üblichen Begriff Bartender bevorzugen) und propagierte vor allem in den ersten Jahren und zum Teil in bewusstem Gegensatz zur Zeitschrift Drinks der Deutschen Barkeeper-Union eine qualitätsbewusste und progressive „Barkultur“. Inzwischen werden aber auch weitere Zielgruppen angesprochen. Bis 2006 erschien Mixology vierteljährlich, seit 2007 gibt es sechs Ausgaben im Jahr, die zunächst nur für Abonnenten im Postversand erhältlich waren. Im Herbst 2010 startete der Vertrieb über den Zeitschriftenhandel. Zeitgleich wurde das Magazin neu gestaltet, wuchs im Format und im Umfang und bietet verstärkt Inhalte jenseits der reinen Barthematik sowie mehr Werbung. 2011 wurde die Print-Version um eine ausschließlich werbefinanzierte Online-Ausgabe erweitert, die jedoch nach einigen Ausgaben wieder eingestellt wurde.

Die Redaktion arbeitet in Berlin und firmierte bis 2010 als Adam/Hasenbein GbR. Seit 2007 liegt die Chefredaktion des Magazins nicht mehr bei den Gründern, sie leiten aber nach wie vor das Unternehmen als Herausgeber und Geschäftsführer. 2010 wurden die Verlagsaktivitäten in die zu diesem Zweck gegründete Mixology Verlags GmbH mit Sitz in Plattenburg überführt.

Website und Publikationen[Bearbeiten]

Eng mit dem Magazin verbunden ist die vom Verlag betriebene Internet-Plattform mixology.eu. Die Themen der Zeitschrift werden dort durch Blog-Einträge, Nachrichten aus Gastronomie und Spirituosenindustrie, Advertorials und ein Forum ergänzt. Des Weiteren veranstaltet Mixology Tastings (Verkostungen) von Spirituosen, seit 2014 unter dem Titel Mixology Taste Forum (MTF).

Mixology hat für den Verlag Gräfe und Unzer mehrere Cocktail-Bücher für Konsumenten gestaltet.[3] 2010 veröffentlichte Mixology im Tre Torri Verlag das Fachbuch Cocktailian - Das Handbuch der Bar,[4] 2011 folgte ein zweiter Band speziell über Rum und Cachaça,[5] 2014 ein dritter zum Thema Bier und Craft Beer.[6] Seit 2011 gibt Mixology mit dem Mixology Bar Guide jährlich ein Verzeichnis der deutschen Barlandschaft heraus.[7]

Bar Convent Berlin[Bearbeiten]

2007 gründete Mixology, damals noch als GbR der Gründer firmierend, den Bar Convent Berlin (BCB) als Mischung aus Fachmesse und Symposium für die Barbranche. Die zweitägige Veranstaltung wurde erstmals im Oktober 2007 in der Arena Berlin ausgerichtet und findet seitdem jährlich im Herbst statt. Neben Ausstellern vor allem aus der Spirituosenindustrie gibt es Vorträge und ein Rahmenprogramm in deutscher und englischer Sprache. Wie die Zeitschrift richtet sich der BCB vor allem an Fachpublikum. 2008 waren noch fast die Hälfte der Besucher Barkeeper, 2009 machten sie nur noch 29 % der Besucher aus.[8] Darüber hinaus nehmen Gastronomen, Getränkehändler, Vertreter der Spirituosenindustrie und Connoisseure an der Veranstaltung teil.

Seit 2007 wuchs die Messe stetig: Waren es im Gründungsjahr noch 1.000 Besucher aus 15 Ländern[9], kamen im Folgejahr 2.000 Personen, davon ein Fünftel aus dem Ausland.[10] 2009 wechselte der Veranstaltungsort zum Postbahnhof am Ostbahnhof. Seit 2010 wird der BCB als von der Zeitschrift formal unabhängiges Unternehmen geführt und firmiert seitdem als Bar Convent GmbH. Im gleichen Jahr kamen 3.900 Besucher.[11] Seit 2012 findet die Messe in der Station-Berlin statt. 2014 verzeichneten die Veranstalter knapp 10.000 Besucher.[12]

Mixology Bar Awards[Bearbeiten]

Anlässlich der Messe Bar Convent Berlin werden seit 2007 jedes Jahr die Mixology Bar Awards verliehen. Die nicht dotierten Preise werden von einer von Mixology eingesetzten Jury in zahlreichen, zum Teil wechselnden Kategorien vergeben. Dabei werden sowohl Einzelpersonen ausgezeichnet, wie 2009 der Gastronom Charles Schumann für sein Lebenswerk oder Stephan Hinz 2010 als „Mixologe des Jahres“, als auch Teams, wie die Mitarbeiter der Hamburger Bar Le Lion (2009 „Barteam des Jahres“). Durchgehend wurden auch Produkte prämiert, zum Beispiel in der Kategorie „Spirituose des Jahres“ 2007 der Kräuterlikör Chartreuse, 2008 der Cocktail-Bitter The Bitter Truth Celery Bitters, 2009 der Swedish Punch (Schwedenpunsch, ein Likör auf Arrakbasis) der 2011 eingestellten Manufaktur Forgotten Flavours, 2010 Sipsmith Gin, 2011 Smith & Cross Rum, 2012 der Orangenlikör Pierre Ferrand Dry Curaçao Triple Sec,[13] 2013 der Gin Tanqueray Malacca[14] und 2014 der Rye Whiskey Bulleit.[15]

2008 wurden zudem Preise für zweifelhafte Leistungen verliehen: eine Gefüllte Olive ging an die damalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing für aus Sicht der Jury „unbegründeten und nicht fundierten Aktionismus um die Einführung eines Werbeverbotes für Alkohol und im Zusammenhang mit dem Rauchverbot in der Gastronomie“, eine weitere Gefüllte Olive erhielt Mixology selbst dafür, den Dry Martini Cocktail auf dem Titel einer Buchpublikation ausgerechnet mit einer mit Paprikapaste gefüllten Olive (anstatt einer ganzen) abzubilden, was unter Barkeepern als Fauxpas gilt.

Barworkz, Cocktailian[Bearbeiten]

Unter dem Label Barworkz Berlin bietet Bastian Heuser, ehemals freier Mitarbeiter beim Mixology Magazin und inzwischen Gesellschafter der Bar Convent GmbH, seit 2007 Consulting für Gastronomen und die Getränkeindustrie an. 2010 gründete Heuser die Barworkz GmbH mit Sitz in Plattenburg, weiterer Geschäftsführer wurde Sanjay Cachemaille. Barworkz betreut auch die Mixology Bar Awards, ist aber juristisch ein eigenständiges Unternehmen, an der die Mixology Verlags GmbH nicht beteiligt ist. Unter der Lizenz-Marke Cocktailian betreibt Barworkz einen Online-Shop für Bücher, Barzubehör, Mixzutaten sowie die Magazine des Mixology-Verlags.[16]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Helmut Adam, Quo Vadis Bier? Über Limonadisierung und Spezialisierung, Mixology Nr. 3/2008 (Juni/Juli), unter dem Titel Die Brauer brauen Alcopops online bei stern.de (29. Juni 2008, abgerufen am 8. Juli 2008.)
  2. vgl. Helmut Adam, Bars in Freiburg, Mixology Nr. 2/2008 (März/April), unter dem Titel Gewagte Rezepturen online im Manager Magazin (25. März 2008, abgerufen am 8. Juli 2008).
  3. Modern Lounge (2005), ISBN 978-3774287921; Italian Bar (2005), ISBN 978-3774287945; Cocktails & Drinks (2006), ISBN 978-3833803048; Kleine Mixschule (2008), ISBN 978-3-8338-1054-1
  4. Helmut Adam, Jens Hasenbein (Hrsg.): Cocktailian - Das Handbuch der Bar. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3941641419.
  5. Helmut Adam, Jens Hasenbein (Hrsg.): Cocktailian 2: Rum & Cachaça. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3941641464.
  6. Mixology (Hrsg.): Cocktailian: Bier & Craft Beer. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3944628493.
  7. Erste Ausgabe: Helmut Adam, Jens Hasenbein: Mixology Bar Guide 2012". Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3941641631. Ausgabe 2014/2015: Mixology: Mixology Bar Guide 2015. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3944628424.
  8. Besucherstatistik der Veranstalter zum Bar Convent Berlin 2010, aufgerufen am 29. Juli 2010.
  9. Nach Angaben der Veranstalter vom 7. Juli 2008.
  10. Besucherstatistik der Veranstalter, aufgerufen am 2. Oktober 2008.
  11. Besucherstatistik der Veranstalter, aufgerufen am 18. Oktober 2010.
  12. Nils Wrage: FÜNF! Gedanken zum Bar Convent 2014. In: mixology.eu. 13. Oktober 2014, abgerufen am 18. Februar 2015.
  13. Steffen Hubert: Die Gewinner der MIXOLOGY BAR AWARDS 2013. In: mixology.eu. 9. Oktober 2012, abgerufen am 18. Februar 2015.
  14. Christian Kopp: Die Gewinner der MIXOLOGY BAR AWARDS 2014. In: mixology.eu. 27. Februar 2014, abgerufen am 18. Februar 2015.
  15. Nils Wrage: Die Gewinner der Mixology Bar Awards 2015. In: mixology.eu. 8. Oktober 2014, abgerufen am 18. Februar 2015.
  16. Cocktailian.de (Impressum), abgerufen am 18. Februar 2015.