Mixology

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Mixology - Magazin für Barkultur
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Beschreibung deutsche Fachzeitschrift
Fachgebiet Spirituosen, Cocktails, Gastronomie
Sprache deutsch
Verlag Mixology Verlags GmbH, Berlin (Deutschland)
Erstausgabe März 2003
Erscheinungsweise alle zwei Monate
Verkaufte Auflage
(IVW Q2/2012)
2.370 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW Q2/2012) 8.134 Exemplare
Chefredakteur Markus Orschiedt
Herausgeber Helmut Adam
Weblink www.mixology.eu
ISSN 1613-6020
ZDB 2236750-0

Mixology - Magazin für Barkultur ist eine Fachzeitschrift für Barkeeper, Barbetreiber, die Getränke- und Spirituosenindustrie sowie Connaisseure, Spirituosenliebhaber und Barbesucher im deutschsprachigen Raum. Herausgeber ist der gleichnamige Verlag, der auch die Markenrechte an den aus dem Englischen entlehnten Begriffen Mixology und Cocktailian hält.

Inhalte des Magazins[Bearbeiten]

Schwerpunkte sind Trends im Cocktail- und Spirituosenbereich,[1] Berichte über Clubs und Cocktailbars,[2] Bardesign, Musik und Literatur. Für Mixology schreiben überwiegend Gastautoren. Charakteristisch für das Magazin ist das schlichte, unverwechselbare Coverdesign. Vorder- und Rückseite sind frei von Fotos und Anzeigen. Seit 2010 wird das Titelbild von Künstlern gestaltet.

Mixology propagiert eine qualitätsbewusste „Barkultur“ und sieht sich – vor allem in den Anfangsjahren in bewusstem Gegensatz zur Zeitschrift Drinks der Deutschen Barkeeper-Union – als unabhängige Plattform für junge und kreative Barkeeper. Dabei bevorzugt Mixology als Berufsbezeichnung anstelle von Barkeeper den im angelsächsischen Raum üblichen Begriff Bartender.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten]

Die Zeitschrift Mixology wurde 2002 von den Barkeepern Jens Hasenbein und Helmut Adam gegründet und erschien erstmals im März 2003 als 40seitiges Heft (Klein-Oktav, 170 x 230 mm) in einer Druckauflage von 6.000 Exemplaren. Bis 2006 erschien Mixology vierteljährlich, seit 2007 gibt es sechs Ausgaben im Jahr. Lange Zeit war das Magazin nur im Postversand erhältlich; im Herbst 2010 startete der Vertrieb über den Zeitschriftenhandel mit einem kompletten Relaunch des Magazins. Die Zeitschrift wuchs sowohl im Format als auch im Umfang deutlich und bietet verstärkt Inhalte jenseits der reinen Barthematik. Die Redaktion arbeitet in Berlin und firmierte bis 2010 als Adam/Hasenbein GbR. Seit 2007 liegt die Chefredaktion des Magazins nicht mehr bei den Gründern, sie leiten aber nach wie vor das Unternehmen als Herausgeber und Geschäftsführer. 2010 wurden die Verlagsaktivitäten in die zu diesem Zweck gegründete Mixology Verlags GmbH mit Sitz in Plattenburg überführt.

Website und Publikationen[Bearbeiten]

Eng mit dem Magazin verbunden ist die vom Verlag betriebene Internet-Plattform mixology.eu. Die Themen der Zeitschrift werden dort durch aktuelle Blog-Einträge, Nachrichten aus der Barindustrie, Promotion-Aktionen sowie ein Forum ergänzt. 2011 wurde die Print-Version der Zeitschrift um eine werbefinanzierte Online-Ausgabe erweitert, welche ausschließlich digital verbreitet wird. Des Weiteren veranstaltet Mixology Tastings (Verkostungen) von Spirituosen und hat für den Verlag Gräfe und Unzer mehrere Cocktail-Bücher für Konsumenten gestaltet.[3] Anfang Oktober 2010 veröffentlichte Mixology das Standardwerk Cocktailian - Das Handbuch der Bar,[4] 2011 folgte ein zweiter Band[5] und mit dem Mixology Bar Guide[6] ein Verzeichnis der deutschen Barlandschaft.

Bar Convent Berlin[Bearbeiten]

Der Bar Convent Berlin (BCB) ist eine Mischung aus Fachmesse und Symposium für die Barbranche. Der BCB wurde erstmals im Oktober 2007 von Mixology in Berlin ausgerichtet und findet seitdem jährlich im Herbst statt, seit 2009 im ehemaligen Postbahnhof am Ostbahnhof. Neben Ausstellern vor allem aus der Getränkeindustrie gibt es Vorträge und ein umfangreiches Rahmenprogramm in deutscher und englischer Sprache. Mittlerweile wird der BCB als von der Zeitschrift juristisch unabhängiges Unternehmen geführt und firmiert seit 2010 als Bar Convent GmbH.

Wie die Zeitschrift richtet sich der BCB an ein Fachpublikum. 2008 waren noch fast die Hälfte der Besucher Barkeeper, 2009 machten sie 29 % der Besucher aus.[7] Darüber hinaus nehmen Barbesitzer, Vertreter der Getränke- und Spirituosenbranche und Connoisseure an der Veranstaltung teil. Der BCB verzeichnete im ersten Jahr 1.000 Besucher aus 15 Ländern,[8] im Folgejahr 2.000, davon ein Fünftel aus dem Ausland[9]; 2010 registrierten die Veranstalter knapp 3.900 Besucher, von denen jeder Fünfte aus dem Ausland anreiste, 13 % der Gäste sogar aus nicht deutschsprachigen Ländern.[10] 2011 konnte die Messe nach Angaben der Betreiber erneut stark wachsen und legte bei den Besuchern um 22 %, bei der Zahl der Ausstellermarken um 32 % zu.[11]

Mixology Bar Awards[Bearbeiten]

Anlässlich der Messe Bar Convent Berlin werden seit 2007 jedes Jahr die Mixology Bar Awards verliehen. Der Preis wird von einer Jury in mehreren, jährlich zum Teil wechselnden Kategorien vergeben. Ausgezeichnet werden sowohl Einzelpersonen, wie 2009 der Gastronom Charles Schumann für sein Lebenswerk oder Stephan Hinz 2010 als „Mixologe des Jahres“, als auch Teams, wie die Mitarbeiter der Hamburger Bar Le Lion (2009 „Barteam des Jahres“). In den vergangenen Jahren wurde auch stets eine „Spirituose des Jahres“ prämiert: 2007 der Kräuterlikör Chartreuse, 2008 der Cocktail-Bitter The Bitter Truth Celery Bitters, 2009 der Swedish Punch (Schwedenpunsch, ein Likör auf Arrakbasis) der inzwischen (2011) eingestellten Manufaktur Forgotten Flavours, 2010 Sipsmith Gin und 2011 Smith & Cross Rum.

2008 wurden darüber hinaus nicht ganz ernst gemeinte Preise für zweifelhafte Leistungen verliehen: eine Gefüllte Olive ging an die damalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing für aus Sicht der Jury „unbegründeten und nicht fundierten Aktionismus um die Einführung eines Werbeverbotes für Alkohol und im Zusammenhang mit dem Rauchverbot in der Gastronomie“, eine weitere Gefüllte Olive erhielt Mixology selbst dafür, den Dry Martini Cocktail auf dem Titel einer Buchpublikation ausgerechnet mit einer mit Paprikapaste gefüllten Olive (anstatt einer ganzen) abzubilden, was unter Barkeepern als Fauxpas gilt.

Barworkz, Cocktailian[Bearbeiten]

Unter dem Label Barworkz Berlin bietet Bastian Heuser, ehemals freier Mitarbeiter beim Mixology Magazin und inzwischen Gesellschafter der Bar Convent GmbH, seit 2007 Consulting für Gastronomen und die Getränkeindustrie an. 2010 gründete Heuser die Barworkz GmbH mit Sitz in Plattenburg, weiterer Geschäftsführer wurde Sanjay Cachemaille. Barworkz betreut auch die Mixology Bar Awards, ist aber juristisch ein eigenständiges Unternehmen, an der die Mixology Verlags GmbH nicht beteiligt ist. Unter der Lizenz-Marke Cocktailian betreibt Barworkz einen Online-Shop für Bücher, Barzubehör, Mixzutaten sowie die Magazine des Mixology-Verlags.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Helmut Adam, Quo Vadis Bier? Über Limonadisierung und Spezialisierung, Mixology Nr. 3/2008 (Juni/Juli), unter dem Titel Die Brauer brauen Alcopops online bei stern.de (29. Juni 2008, aufgerufen am 8. Juli 2008.)
  2. vgl. Helmut Adam, Bars in Freiburg, Mixology Nr. 2/2008 (März/April), unter dem Titel Gewagte Rezepturen online im Manager Magazin (25. März 2008, aufgerufen am 8. Juli 2008).
  3. Modern Lounge (2005), ISBN 978-3774287921; Italian Bar (2005), ISBN 978-3774287945; Cocktails & Drinks (2006), ISBN 978-3833803048; Kleine Mixschule (2008), ISBN 978-3-8338-1054-1
  4. Helmut Adam, Jens Hasenbein (Hrsg.): Cocktailian - Das Handbuch der Bar. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3941641419.
  5. Helmut Adam, Jens Hasenbein (Hrsg.): Cocktailian 2: Rum & Cachaça. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3941641464.
  6. Helmut Adam, Jens Hasenbein, Bastian Heuser: Mixology Bar Guide 2012. Tre Torri Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3941641631.
  7. Besucherstatistik der Veranstalter zum Bar Convent Berlin 2010, aufgerufen am 29. Juli 2010.
  8. Nach Angaben der Veranstalter vom 7. Juli 2008.
  9. Besucherstatistik der Veranstalter, aufgerufen am 2. Oktober 2008.
  10. Besucherstatistik der Veranstalter, aufgerufen am 18. Oktober 2010.
  11. www.barconvent.de (Startseite), aufgerufen am 3. August 2012.
  12. Cocktailian.de (Impressum), aufgerufen am 3. August 2012.