Miyoshi Tatsuji

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Miyoshi Tatsuji (jap. 三好 達治; * 23. August 1900; † 5. April 1964) war ein japanischer Lyriker, Übersetzer und Essayist.

Leben[Bearbeiten]

Miyoshi war als Jugendlicher von den Schriften Turgenjews und Nietzsches beeindruckt und begann unter dem Einfluss des Lyrikers Maruyama Kaoru erste Verse zu schreiben.

Er ging nach Tokio, wo er an der Universität französische Literatur studierte. In dieser Zeit gab er mit Kajii Motojirō und Nakatani Takao die Zeitschrift Aozora heraus. Hier veröffentlichte er mit Erfolg seine ersten Gedichte, die die Aufmerksamkeit des Literaturkritikers Hagiwara Sakutaro erweckten. Mit diesem gründete er 1928 das literaturkritische Journal Shi to Shiron, wo er neben eigenen Versen auch Übersetzungen, u.a. der gesamten Sammlung Le Spleen de Paris von Charles Baudelaire (1929), publizierte.

Miyoshis erster Gedichtband Sokuryo sen erschien 1930. Ab 1934 gab er mit Hori Tatsuo und Maruyama Kaoru die zweite Reihe der Zeitschrift Shiki heraus, um die sich Autoren sammelten, die klassische japanische Literatur mit zeitgenössischen europäischen Einflüssen verbanden.

Neben weiteren Gedichtbänden veröffentlichte Miyoshi eine Essaysammlung (Yoru tantan) sowie ein Porträt des Dichters Hagiwara Sakutaro.

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Miyoshi der Familienname, Tatsuji der Vorname.