Mo Farah

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Mo Farah Leichtathletik
Mo Farah

Mo Farah bei der Cross-EM 2008

Voller Name Mohamed Farah
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 23. März 1983
Geburtsort MogadischuSomalia
Größe 175 cm
Gewicht ca. 59 kg
Karriere
Disziplin 5000 m, 10.000 m
Bestleistung 12:53,11 min (5000 m)
26:46,57 min (10.000 m)
Verein Newham and Essex Beagles
Oregon Track Club
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Europameisterschaften 3 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Hallen-EM 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Crosslauf-EM 1 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
Gold London 2012 5000 m
Gold London 2012 10.000 m
Weltmeisterschaften
Gold Daegu 2011 5000 m
Silber Daegu 2011 10.000 m
Gold Moskau 2013 5000 m
Gold Moskau 2013 10.000 m
Europameisterschaften
Silber Göteborg 2006 5000 m
Gold Barcelona 2010 5000 m
Gold Barcelona 2010 10.000 m
Gold Helsinki 2012 5000 m
Halleneuropameisterschaften
Gold Turin 2009 3000 m
Gold Paris 2011 3000 m
Crosslauf-Europameisterschaften
Gold San Giorgio su Legnano 2006 Einzel
Silber Brüssel 2008 Einzel
Bronze Brüssel 2008 Team
Silber Dublin 2009 Einzel
Silber Dublin 2009 Team
letzte Änderung: 16. August 2013

Mohamed „Mo“ Farah, CBE (* 23. März 1983 in Mogadischu, Somalia) ist ein britischer Leichtathlet. Der Langstreckenläufer wurde 2012 Doppelolympiasieger über 5000 m und 10.000 m, zudem wurde er insgesamt dreimal Weltmeister auf der Bahn.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Mo Farah besuchte das Feltham Community College, wo sein Talent von seinem Sportlehrer Alan Watkinson erkannt wurde. Farah zeichnete sich im Fußball und Speerwurf aus, aber bald wurde es offensichtlich, dass sein eigentliches Talent das Laufen war. Fünf Jahre hintereinander wurde er englischer Schulmeister im Crosslauf, und 2001 wurde er in dieser Disziplin europäischer Junioren-Vizemeister.

Seinen Durchbruch hatte der Langstreckenläufer in der Saison 2006, als er die 5000 Meter in 13:09,40 min lief und damit in der britischen ewigen Bestenliste den zweiten Platz hinter David Moorcroft belegte. Einen Monat später gewann er über diese Distanz Silber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg, und zum Abschluss der Saison wurde er bei den Crosslauf-Europameisterschaften in San Giorgio su Legnano europäischer Meister.[1]

2007 wurde er über 5000 Meter Sechster bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Ōsaka. Bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften 2008 in Valencia wurde er Sechster im 3000-Meter-Lauf, bei den Olympischen Spielen in Peking schied er jedoch im Vorlauf über 5000 Meter aus.

Im Winter war er dann in Hochform. Im Dezember 2008 gewann er bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Brüssel Silber, im Februar 2009 stellte er einen britischen Hallenrekord über 3000 Meter auf, den Steve Cram als die „beste Leistung eines männlichen britischen Langstreckenläufers seit einer Generation“ bezeichnete,[2] und im März wurde er Hallen-Europameister über dieselbe Distanz.

Bei den Weltmeisterschaften in Berlin wurde er Siebter über 5000 Meter. Zwei Monate später siegte er beim Great South Run über zehn Meilen in 46:25 min und ist damit der drittschnellste Brite aller Zeiten über diese Distanz.[3] Zum Saisonabschluss folgte eine weitere Silbermedaille bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Dublin. Bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona siegte er als Favorit über 10.000 Meter.[4] Vier Tage später konnte er auch den 5000-Meter-Lauf gewinnen.

2011 triumphierte er beim New-York-City-Halbmarathon[5] und verbesserte beim Diamond League-Meeting in Eugene (USA) den Europarekord über 10.000 Meter um über fünf Sekunden auf 26:46,57 min. Bei den Weltmeisterschaften in Daegu gewann er die Silbermedaille über 10.000 Meter und die Goldmedaille über 5000 Meter. 2012 wurde er bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul Vierter über 3000 Meter und verteidigte bei den Europameisterschaften in Helsinki seinen Titel über 5000 Meter.[6][7] Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London gewann er über 5000 m und 10.000 m die Goldmedaille.[8] Sein Zieleinlauf wurde Ausgangspunkt des Internet-Phänomens Mo Farah Running Away From Things.[9]

Am 19. Juli 2013 verbesserte Farah beim Diamond League Meeting in Monaco über 1500 Meter als Zweiter hinter Asbel Kiprop den 16 Jahre alten Europarekord des Spaniers Fermin Cacho auf 3:28,81 min.[10] Eine Woche später stellte er mit 7:36,85 min in London eine neue persönliche Bestleistung über die 3000-Meter-Distanz auf.

Farah lebt in Twickenham und wurde jahrelang von Alan Storey trainiert.[11] Er startet für die Newham & Essex Beagles.[12]

Familie[Bearbeiten]

Mohamed Farah wurde am 23. März 1983 in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, geboren. Als er acht Jahre alt war, entschieden die Eltern, ihn und zwei ältere Brüder nach England zu schicken, wo der Vater schon lebte. Dadurch wurde er von seinem Zwillingsbruder Hassan getrennt, der heute noch in Somalia lebt.[13] Über Dschibuti gelangten die drei Jugendlichen 1993 nach London.

Im August 2012 wurde Mo Farah Vater von Zwillingsmädchen. Seine Frau Tania, die er 2010 geheiratet hatte, brachte eine weitere Tochter mit in die Beziehung.[14]

Trivia[Bearbeiten]

Usain Bolt (r.) und Farah mit der Pose des jeweils anderen

Am 14. Juli 2012 gewann Farah als erster Kandidat 250.000 Britische Pfund in der Game-Show The Cube. Das Geld erhält die von ihm gegründete Mo Farah Foundation.[15]

Ähnlich wie Usain Bolt hat Farah eine eigene Pose entwickelt, den sogenannten Mobot, bei dem die Fingerspitzen beider Hände von der Seite auf den Kopf gelegt werden und so ein imaginäres M bilden. Um für seine Stiftung zu werben, wurde daraus ein Tanz entwickelt.[16]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mo Farah – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. BBC News: Farah storms to European success. 10. Dezember 2006
  2. The Guardian: Funny guy Farah is now seriously fast. 24. Februar 2009
  3. IAAF: Farah scores tremendous victory while Monteiro destroys opposition in Portsmouth. 25. Oktober 2009
  4. IAAF: Farah leads British 1-2 in the 10,000m; teenager Emelyanov takes 20Km Walk title in Barcelona – European champs, day 1. 27. Juli 2010
  5. IAAF: Farah triumphs in Half Marathon debut in New York. 20. März 2011
  6. Nick Metcalfe: Farah finishes fourth after failed appeal on day of drama in Istanbul. Associated Newspapers, 11. März 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  7. Neil Wilson: Mighty Mo makes history by retaining European 5,000m title with ease in Helsinki. Associated Newspapers, 27. Juli 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  8. Tom Fordyce: Mo Farah wins Olympic 10,000m gold for Great Britain. BBC, 4. August 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  9. http://mofarahrunningawayfromthings.tumblr.com
  10. Mo Farah knackt 16 Jahre alten Rekord Südwest Presse online, 20. Juli 2013, abgerufen am 21. Juli 2013.
  11. erry McCarthy: RW Interviews: Mo Farah. Runner's World, 3. August 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  12. Tom Fordyce: Newham & Essex Beagles Farah is European Athlete of the Year. BBC, 4. August 2012, abgerufen am 5. August 2012.
  13. Revealed: We find the twin brother Mo Farah was forced to abandon as a child in war-torn Somalia and he tells the harrowing story of how they were separated aged eight by their parents' agonising decision aif dailymail.co.uk v. 18. August 2012
  14. Olympic hero Mo Farah father of twin girls auf bbc.co.uk v. 25. August 2012 Abgerufen am 9. August 2013
  15. Farah on fire as he became the first Cube winner. British Athletics League, abgerufen am 5. August 2012.
  16. Do The Mobot with Mo Farah for the Mo Farah Foundation auf youtube.com