Moa (Niger)

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Landgemeinde Moa
Landgemeinde Moa (Niger)
Landgemeinde Moa
Landgemeinde Moa
Koordinaten 14° 10′ N, 9° 46′ O14.179.7605555555556Koordinaten: 14° 10′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Damagaram Takaya
Einwohner 25.457 (2010)

Moa ist eine Landgemeinde im Departement Damagaram Takaya in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Moa liegt in der Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Alakoss im Nordwesten, Gamou im Nordosten, Gouré im Südosten und Damagaram Takaya im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 29 administrative Dörfer, 31 traditionelle Dörfer, elf Weiler und ein Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Moa, bestehend aus den administrativen Dörfern Moa Bougagé und Moa Haoussa.[2]

Die Böden in Moa sind überwiegend sandig. Die Vegetation ist von der Grasart Cenchrus biflorus und von Schirmakazien geprägt. Es kommt oft zu Buschfeuern.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die französische Kolonialverwaltung richtete Anfang des 20. Jahrhunderts einen Kanton in Moa ein. 1923 wurde der Kanton zunächst aufgelöst, jedoch wenig später wiedererrichtet.[4] 2002 ging im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Moa die Landgemeinde Moa hervor. 2009 versuchten Überschwemmungen materielle Schäden, von denen 1043 Einwohner unmittelbar betroffen waren.[5] Moa war neben der Regionalhauptstadt Zinder auch die einzige Gemeinde in der Region Zinder, die von der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 betroffen war. 308 Einwohner wurden damals als Katastrophenopfer eingestuft.[6] Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Mirriah, sondern zum neugegründeten Departement Damagaram Takaya.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Moa 18.750 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 25.457 Einwohner berechnet.[8] Die Bevölkerungsmehrheit stellen Kanuri, außerdem leben Fulbe, Tuareg und Hausa in der Gemeinde.[9] Die Fulbe-Untergruppen Katchinanko’en, Oudah’en und Wodaabe sowie die Tuareg-Untergruppe Ichiriffen sind auf Fernweidewirtschaft spezialisiert.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der vor allem Agropastoralismus betrieben wird.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version (PDF-Datei; 106 kB)).
  3. Cas d’étude de Moa. Website von SOS Sahel International Niger, veröffentlicht im Januar 2008, abgerufen am 14. März 2012.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 250.
  5. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2009). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 22. September 2009, abgerufen am 31. März 2012.
  6. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2010). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 23. September 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  7.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  8. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version (PDF-Datei; 2,99 MB)), S. 57.
  9. Bulletin trimestriel ECHO. Nr. 18, März 2009 (Online-Version (PDF-Datei; 347 kB)), S. 5.
  10. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version (PDF-Datei; 10,76 MB)), S. 32–33.
  11. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.